Sonntag, 15. Juli 2012

[Rezension] Die Mechanik des Herzens



Autor: Mathias Malzieu
Verlag: carl's books
Seiten: 188 Seiten
Preis: 12,99€
Originaltitel: La Mécanique du Coeur 


Klappentext:

Jack ist ein besonderer Junge. Seit seiner Geburt hat er ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr, die jeden Tag neu aufgezogen werden muss. Nur eines muss er dabei bedenken: Er darf sich niemals verlieben, denn das würde sein zartes Uhrwerk nicht aushalten.
Als Jack eines Tages die bezaubernde Tänzerin Miss Acacia kennenlernt, spielt sein Herz sofort verrückt. Doch er lässt sich nicht entmutigen und kämpft um seine Liebe...

Ein phantastisches Märchen für Erwachsene - über die Macht der Liebe.

Meine Meinung:

Oh, was für ein wunderbares Buch. Was mich zuerst ansprach, war das wundervolle Cover, gemalt von Benjamin Lacombe. Inzwischen weiß ich das der Maler so heißt, weil ich so ziemlich alle Cover zu dem Buch grandios fand und unbedingt wissen musste, wer sie gemalt hat.

Bereits nach den ersten 3 Seiten hat mich das Buch schon gefesselt und vor meinem geistigen Auge lief eine Art Film ab, der sowohl von Tim Burton ( Corpse Bride ) , als auch von Jean-Pierre Jeunet ( Die fabelhafte Welt der Amelie ) hätte stammen können. Mathias Malzieu erzählt mit sehr viel Einfühlungsvermögen und atemberaubenden Bildern die Geschichte von dem jungen Jack, der am kältesten Tag aller Zeiten mit einem schweigenden Herzen in Edinburgh zur Welt kommt. Glück für ihn also, das er im Haus von Doktor Madeleine geboren wird, die nicht nur Kinder zur Welt bringt, sondern auch Menschen mit diversen Ersatzteilen versieht, was ihr den Ruf einer Hexe einbringt. So baut sie Jack kurzentschlossen eine Kuckucksuhr ins Herz, damit er leben kann. Madeleine, die im Keller Gläser mit Tränenschnaps aufbewahrt, der alte Arthur, mit seiner quietschenden Wirbelsäule und die beiden Huren Anna und Luna werden schnell zu Jacks Familie, denn aufgrund seines tickenden Herzens will ihn sonst niemand haben.
Als er 10 Jahre alt ist, darf er das erste Mal gemeinsam mit Madeleine einen Ausflug in die Stadt machen. Da ist dieses Mädchen, die kleine Flamencotänzerin, die ohne Brille nicht sieht und Jack an ein kleines Vögelchen erinnert. Als Madeleine den Jungen warnt, sich nicht zu verlieben, weil es seinem Herzen nicht gut bekommen könnte, ist es bereits zu spät, denn der Junge brennt lichterloh für die kleine Miss Acancia. Da diese sich aber bereits einige Zeit später nicht mehr in Edingburgh aufhält, begibt er sich auf die Reise um die Liebe seines Lebens zu finden. Unterwegs trifft er auf allerhand schräge Vögel, schliesst Frendschaft mit einem Uhrmacher, der seinen eigenen Träumen von Liebe nachhängt und er erlebt alle Seiten der Liebe. Die guten und die schlechten.

Das Buch ist so wundervoll geschrieben, die Figuren sind mit so viel Liebe erschaffen und die Geschichte entführt einen in eine ganz andere Welt, in der Dinge möglich sind, die in der Realität schier unmöglich scheinen.
Wahrhaftig ein Märchen für Erwachsene ! Und schon jetzt eines meiner Lieblingsbücher.
Von mir gibts deshalb

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