Freitag, 3. August 2012

Toter geht's nicht...

© cg-textures; Luis Castaneda/Getty Images; FaberhaftGuth
                   


Autor: Dietrich Faber
Verlag: Rowohlt Polaris
Seiten: 288 Seiten
Preis: 13,95€


Kurzbeschreibung:

Irgendwann ist Sense ! Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod. Kriminalhauptkomissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um die Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: Die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte "Schlumpfloch". Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager "Lass uns fummeln, Pummel" zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zum depressiven Sohn des Toten, zu schrecklichen Comedy-Galas, jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna und am Ende zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale.




Meine Meinung:


Henning Bröhmann hat eigentlich alles was ein Mann mit Ende 30 sich wünschen kann. Einen guten Job, eine Familie, Haus und Hund und das alles auch noch in einer beschaulichen herrlichen Gegend, nämlich mitten im Grünen. Doch am Tag des Faschingsumzuges in Nidda gerät seine heile Welt plötzlich aus den Fugen. Dabei wollte er doch eigentlich NUR Fußball gucken, während Frau und Kinder zum Umzug fahren. Zuerst verlässt seine Frau ihn Hals über Kopf und dann meldet sich auch noch sein Kollege, der ihm erklärt das es einen Mord gegeben habe. Dabei sieht sich Henning selbst als eher schlechten Hauptkomissar.
Während seine Frau abtaucht um Ruhe und vorallem wieder zu sich selbst zu finden, kämpft Henning also fortan mit dem Alltag. So muss der kleine Laurin z.B. in die Tagesstätte gebracht werden in der Wolle und Molli, die genauso aussehen wie sie heißen, nämlich Wolle und Molli, das Sagen haben, dann muss Henning in der Schule antraben, weil seine Tochter Melina in Versetzungsnöten schwebt und natürlich muss er nebenbei auch noch einen Mordfall lösen und sich mit seinem Vater herumärgern, der zu allem Überfluss, Polizeihauptkomissar a.D. ist und mit Argusaugen über die Fortschritte seines Sohnes wacht.
Und dann schreibt ihn auch noch eine gewisse Sandra via Facebook an, die angeblich mit ihm zur Schule gegangen sei, an die er sich aber nicht im geringsten erinnern kann, mit der er aber trotzdem flirtet.

Ein durchaus gelungener herrlich skurriler Debütroman !

Dietrich Faber erzählt mit viel Witz und in rasantem Tempo über einen Provinzkomissar, der eigentlich gar keinen Bock auf seinen Job hat und der sich wünscht ein besserer Vater und Freund zu sein !

Bitte mehr von Henning Bröhmann !








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