Dienstag, 18. März 2014

[Rezension] Selection - Die Elite




- Gebunden - 
Autorin: Kiera Cass
Verlag: Sauerländer

Erscheinungsdatum: 17. Februar 2014
Originaltitel: The Elite

ISBN-13: 978 - 3737362429
Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: ja

Preis: 16,99€

Hier erhältlich




> Das ganz große Glück ?

Von den 35 Mädchen, die um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illéa kämpfen, sind mittlerweile nur noch 6 übrig. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz nicht immer noch ihrer großen Liebe Aspen ? Aber warum hat sich dann der charmante, gefühlvolle Prinz hineingeschlichen ? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert...<

Kiera Cass wurde in South Carolina geboren, studierte Geschichte an der Radford University und lebt heute mit ihrer Familie in Virgina. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Jugendroman. Ihre Freizeit verbringt sie mit Lesen, Tanzen, Videodrehen und großen Mengen Kuchen.



Von den einst 35 Mädchen sind nur noch 6 übrig und America ist eine von ihnen. 


Niemals hätte sie damit gerechnet so weit zu kommen, doch der Prinz hegt tiefe Gefühle für sie und auch wenn sie auf der Beliebtheitsskala des Volkes nach unten rutscht, bleibt sie Maxons erste Wahl. 
Doch sie muss sich bald entscheiden, ob sie bereit ist, die künftige Prinzessin von Illéa zu werden und ihre Zukunft an Maxons Seite zu verbringen, denn die Konkurrenz schläft nicht und Maxon beginnt bereits sich nach einer Alternative umzusehen, denn auch wenn er America gerne mehr Zeit einräumen möchte, so muss er schon bald seine Wahl treffen...

Das Cover spricht mich sowohl optisch als auch farblich sehr an. Stellt man beide Bücher nebeneinander ins Regal, dann schaut man immer wieder mal hin, einfach nur weil sie so wunderbar miteinander harmonieren und so schön sind. 

Da es sich bei "Der Elite" um den zweiten Band einer Reihe handelt, kann ich Spoiler nicht gänzlich ausschließen, auch wenn ich mich bemühe nichts vorweg zu nehmen.

Ich liebe diese Reihe und ich werde total hibbelig wenn ich daran denke, das es noch bis zum 19.Februar 2015 dauert, bis ich Band 3 in den Händen halten werde, um zu erfahren wie die Geschichte ausgeht. 

Was zunächst wie eine Mischung aus Topmodel und Bachelor wirkte, entwickelt sich jetzt zu einer wahnsinnig vielseitigen Story. America muss sich in "Selection - Die Elite" nicht nur über ihre Gefühle zu Maxon und ihrer einstmals großen Liebe Aspen klar werden, sondern auch gegen das Misstrauen des Königs bestehen. Das Volk hat sie nach einem unvorhergesehenen Ereignis im Rahmen des Castings von ihrem Platz als Favoritin verstoßen, doch bei den Rebellen könnte sie durch einen ihrer öffentlichen Auftritte durchaus für Sympathiepunkte sorgen. 
Hier geht es nicht mehr nur um das Casting und darum, welches der Mädchen vielleicht einmal die Prinzessin von Illéa wird, sondern hier geht es auch um die sich zuspitzende Lage in der Bevölkerung, die zwangsläufig zu neuen Angriffen der Rebellen führt. Es geht um Liebe, um Freundschaft, aber auch um Manipulation und Verrat. 

Kiera Cass nimmt mich einmal mehr von Anfang bis Ende komplett gefangen, so das ich das Buch erst aus der Hand legen konnte, als ich am Ende angelangt war, welches übrigens mal wieder viel zu schnell und mit einem lauten Knall kam. Sie hat einen ganz geschickten Cliffhanger geschaffen, der mich sicher noch in den Wahnsinn treiben wird, da er einfach so viele Fragen mit sich bringt. Aber auch ich werde mich wohl oder übel, wie alle anderen Leser auch, in Geduld üben müssen.

Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach gehalten, hier gibt es keine poetischen, verschachtelten Züge oder dergleichen. Das ist nicht nur erfrischend, sondern es sorgt auch für einen raschen Lesefluß. Man inhaliert das Buch ja förmlich. 

America wirkte hier sehr emotional, manchmal allerdings auch etwas naiv. Letzteres liegt aber vor allem daran, das sie aus einer niederen Kaste kommt, was ihren Blick für das Gesamte manchmal trübt, einfach weil sie es nicht anders oder besser kennt. Für sie ist so vieles neu. So ist sie zum Beispiel bestürzt, als ihr klar wird, das die anderen Mädchen nicht ihre Freundinnen und ihre Konkurrentinnen zugleich sein können. Ich würde beinahe sagen, das sie manchmal einfach etwas unbedarft erscheint. Das finde ich allerdings nicht schlimm, ich finde es eher einen liebenswerten Zug, denn man darf nicht vergessen, das sie noch sehr jung ist und eben nicht im Luxus groß wurde, wie manch anderes Mädchen. Leider neigt sie durch diese Unbedarftheit aber auch dazu, das sie oft ihre Gefühle nicht kontrollieren kann und so lehnt sie sich bei einem Castingprojekt ziemlich weit aus dem Fenster, was den Zorn des Königs entfacht.

Im Verlauf der Geschichte muss sich America immer wieder aufs Neue beweisen und macht somit eine enorme Entwicklung durch, denn was zunächst ein eher laxes Kennenlern-Programm war, wird jetzt zum knallharten Wettkampf. Wer in den Aufgaben schwächelt, riskiert einen Rauswurf. Doch nicht nur das Casting wird härter, auch in Americas Gefühlswelt tobt ein Sturm. Sie fühlt sich hin- und hergerissen, zwischen ihren Gefühlen zu Maxon und dem Gedanken daran Prinzessin zu werden. Letzteres widerstrebt ihr, denn damit würde sie Verpflichtungen eingehen, die sie moralisch nicht verantworten kann, doch wenn sie sich für Maxon entscheidet, dann entscheidet sie sich zwangsläufig auch für die Krone. Und dann ist da auch noch Aspen, der immer ihr Mittelpunkt war, die Verlässlichkeit in Person, der sie ohne Wenn und Aber liebt und für immer auf sie warten würde, ganz egal wie sie sich entscheidet. 

Auch Maxon hat sich entwickelt und das nicht zu knapp. In "Selection" war er für mich einfach nur Prince Charming, der seine Wahl trifft wie es ihm beliebt. Doch jetzt lernen wir ihn von einer anderen Seite kennen. Er ist der künftige Herrscher über Illéa und muss Entscheidungen treffen, die auch ihm nicht immer leicht fallen. Er muss sich gegen seinen Vater behaupten und gegen dessen Wünsche und Manipulationsversuche ankämpfen.
Seine Gefühlswelt gerät ins Wanken, als er America eröffnet was er für sie empfindet und sie ihn aufgrund ihrer Unsicherheit zurückstößt. Er beginnt sein Augenmerk verstärkt auf die restlichen Teilnehmerinnen zu richten, denn schließlich MUSS er sich bald entscheiden. 
Maxon hat mich wirklich überrascht. 

Der König, von dem wir im ersten Teil ja eher weniger mitbekamen, entwickelt sich hier zum bösartigen Tyrannen und ich beginne ihn wirklich zu verabscheuen. Für die Geschichte ist das sicher gut, denn seine Gehässigkeit bringt eine Menge Spannung und neue Wendungen mit. Er zeigt sehr deutlich was er von den Teilnehmerinnen der niederen Kasten, insbesondere von America hält.

Die Charaktere haben sich verändert, sind reifer und zugänglicher geworden und die Nebencharaktere wirken wesentlich präsenter als noch im ersten Band. 


"Selection - Die Elite" steht seinem Vorgänger in nichts nach. Obwohl sich der Plot in völlig neue Richtungen entwickelt, bleibt die Geschichte spannend und genauso fesselnd wie sein Vorgänger  und hat sich schon jetzt einen Platz in meiner Top-Ten des Jahres 2014 sichern können ! 


1 Kommentar:

  1. Jaaa, ich war auch von Anfang an wieder richtig gefesselt und bin froh, nicht bis 2015 (au weia!) warten zu müssen, weil ich mir alle auf Englisch gekauft habe.
    America ging mir mit ihrer Unentschlossenheit (so verständlich sie auch ist) auf den Keks, Maxon dagegen hat mich beeindruckt und ich kann es kaum noch erwarten, den Abschluss zu lesen.
    Liebe Grüße

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