Montag, 19. Mai 2014

[Rezension] Farben der Dunkelheit






- eBook - 


Autorin: Marion Hübinger

Erscheinungsdatum: 03. April 2014

ISBN-13: 978 - 3646600384
Seitenzahl / Dateigröße: ca. 152 Seiten / 1854 KB
Reihe: nein

Preis: 3,99€
Hier erhältlich








> Die sechzehnjährige Leah ist eine absolute Außenseiterin in ihrer Klasse. Sie wohnt in einem Jugendheim, trägt knallige Klamotten, versteckt sich am liebsten unter ihren Kapuzenpullis und bleibt meist für sich allein. Als sie eines Tages beim Nachhausegehen einen Umweg macht und von einem ungewöhnlich schönen Garten wie magisch angezogen wird, ahnt sie nicht einmal annähernd, wie sehr dies ihr Leben verändern wird. Denn dort begegnet sie dem Ehepaar Hannes und Sonja und ihren zwei Söhnen David und Gideon. Während der sympathische David ihr Herz zum Springen bringt, hält sie sich von dem düster-geheimnisvollen Erfolgskünstler Gideon möglichst fern. Aber er nicht von ihr...<
Quelle: www.carlsen.de


Marion Hübinger, 1963 in Ulm geboren, lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in München. Schon als Jugendliche füllte reihenweise Tagebücher, schrieb Gedichte und schwelgte in der Welt von Tolkiens "Herr der Ringe". Die Liebe zum Lesen, die sie unter anderem ihrem Vater verdankt, machte sie zum Beruf und wurde Buchhändlerin. Ihren Kindern schenkte sie viele Geschichten. Geschichten, in denen die Figuren ihre Ängste überwinden, böse Mächte besiegen und das ganz große Glück erleben dürfen. "Farben der Dunkelheit" ist ihr Debütroman.

Optisch hat mich das eBook direkt angesprochen, denn das Cover wirkt durch die verlaufenen Farben, das dunkle Haus und das traurigblickende Mädchen sehr geheimnisvoll und magisch.

Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Einblick in Leah's Leben. Die Sechzehnjährige lebt in einem Jugendheim, wird in der Schule oft gemobbt und würde sich am allerliebsten unsichtbar machen. Nur keine Aufmerksamkeit erregen, das ist ihre Devise. Als sie auf dem Nachhauseweg einen Umweg macht, stolpert sie quasi in einen außergewöhnlichen Garten, der sie förmlich anzieht. Dort begegnet sie nicht nur Hannes und Sonja, die bemerken wie fasziniert das Mädchen von ihrem Garten ist und sie einladen hereinzukommen, sondern auch deren gegensätzlichen Söhnen David und Gideon. Während Leah von Gideon direkt angetan ist, macht ihr Gideon mit seiner düsteren Ausstrahlung eher Angst. Sie beschließt sich besser von ihm fernzuhalten, doch Gideon sieht das anders und sucht den Kontakt...


"Farben der Dunkelheit" ist der Debütroman von Marion Hübinger.
Ein Roman der durch eine wirklich wundervolle Idee glänzt, in der Umsetzung aber leider so viele Schwächen hat, das er mich nicht für sich einnehmen konnte.

Bereits der Start in die Geschichte gestaltet sich für mich, durch den abgehackten Schreibstil der Autorin, beschwerlich. Die Sätze sind wirklich sehr kurz und auch wenn man sich im Verlauf der Geschichte ein bisschen besser daran gewöhnen kann, so war ich oft genervt, auch weil sich durch diesen Stil kein Gefühl für die Geschichte in mir aufbauen konnte. Gedanken waren oft nicht zu Ende gedacht oder wirkten befremdlich. Ich weiß nicht so recht wie ich das besser erklären soll, es war einfach komisch.
Von der Idee die hinter der Handlung steckt war ich recht angetan, allerdings entwickelt sich alles viel zu schnell. Zwischen David und Leah entspinnt sich innerhalb weniger Seiten schon eine Romanze, was auf mich leider etwas gekünstelt und zu schnell vorgeprescht wirkte.

Genauso erging es mir auch mit den Protagonisten. Ich bekam einfach nicht den richtigen Zugang zu Leah und das fand ich wirklich sehr schade, denn sie wäre sicherlich eine tolle Protagonistin gewesen, mit der man sich hätte anfreunden können, wenn ihr nicht an Tiefe und Entwicklung gefehlt hätte. Für mich macht sie im Verlauf der Geschichte leider kaum eine Veränderung durch.
David ist ein charismatischer junger Mann mit sehr bodenständigen Hobbies, der auf mich einen recht zugänglichen Eindruck machte. Anders ist sein Bruder Gideon, die beiden sind ein bisschen wie Tag und Nacht. Gideon wirkt sehr geheimnisvoll, was ich unter anderem seiner künstlerischen Tätigkeit zuschreibe, doch ihn umgibt auch eine gewisse dunkle Magie, die mich dazu verleitet hat immer weiterzulesen um hinter sein Geheimnis zu kommen.

Leider hat mich auch das Ende nicht wirklich überzeugt. Obwohl Marion Hübinger sich bemüht bis zum Ende dicht zu halten und ihre Leser rätseln zu lassen, was genau es denn nun mit Gideon auf sich hat, lässt sie mir zu viele Dinge ungeklärt und offen. In meinem Kopf schweben noch unendlich viele Fragen.

"Farben der Dunkelheit" konnte mich, als erster Titel aus dem Impress-Programm, leider so überhaupt nicht überzeugen. Obwohl sich im Hintergrund eine wirklich tolle Idee versteckt, ist die Umsetzung der Geschichte sehr fad. Es gibt wirklich gute Ansätze, aber der abgehackte Schreibstil der Autorin und die konturlosen Charaktere machen das Buch leider nicht zum Lesegenuss. 

Die Autorin hat jedoch eine Menge Potenzial und ich wünsche ihr sehr, das sie dieses bei ihrem nächsten Roman voll und ganz ausschöpfen kann. 



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