Freitag, 15. Mai 2015

[Rezension] Cold Fire

Wächter der Illusion


- Broschiert - 

Autorin: Katrin Gindele

Erscheinungsdatum: 2. März 2015

ISBN-13: 978-3942637572
Seitenzahl: 328 Seiten
Reihe: ja

Preis: 14,90€

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Lara Anderson, 18 Jahre alt, lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie begegnet Logan, dem Anführer der Secutor. Secutor sind nichtmenschliche Wesen, die Erinnerungen beeinflussen können. Logan beginnt sich für Lara zu interessieren, als er bemerkt, dass sie seinen Manipulationen widersteht. Ein Secutor kann sich normalerweise nicht verlieben, dennoch erobert Lara Logans Herz im Sturm. Als ein Feind Logans von Lara und ihrer Liebe erfährt, will er Lara benutzen, um Logan endgültig zu besiegen. Um seine Geliebte zu beschützen, setzt Logan alles aufs Spiel.

Nachdem ich vor einiger Zeit einen Blick auf den Klappentext werfen durfte, war ich ziemlich schnell Feuer und Flamme und begierig darauf zu erfahren, was es besonders mit den "Secutors" auf sich hat, die da erwähnt werden.
Das Cover finde ich ganz schön, es zeigt eine winterliche, schnee- und eisbedeckte Landschaft, die gut zur Geschichte passt. Dennoch hätte ich mich vielleicht eher für ein romantischeres Cover entschieden, da trotz der vielen fantastischen Elemente, die die Geschichte enthält, die Liebesgeschichte zwischen Lara und Logan im Mittelpunkt steht. Aber, das ist ja Geschmackssache und schließlich kommt es auf den Inhalt an und der hat es echt in sich.

Die Geschichte beginnt mit einem spannenden, sehr mysteriösen Prolog und startet dann etwas zurückhaltend, aber neugierig machend in Laras Alltag, der gerade ziemlich viel Verwirrung für die Schülerin bereithält. Die notorische Zu-Spät-Kommerin begegnet einem neuen Mitschüler, den jeder schon ewig zu kennen scheint, nur sie nicht. Wie kann ihr dieser charismatische junge Mann nur so lange entgangen sein ? Lara ist sich sicher, das irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu geht und so begibt sie sich auf die Suche nach Antworten. Doch besonders weit kommt sie dabei nicht, als sie Logan plötzlich höchst persönlich gegenübersteht und sich in seinen eisblauen Augen verliert. Bäääm ! Es kommt, was kommen muss: Sie verliebt sich Hals über Kopf. Doch Logan ist kein Mensch, er ist ein Secutor, ein Wesen das Illusionen erschaffen und Erinnerungen beinflussen und sich nicht verlieben kann ! Aber er tut es und bringt Lara damit in große Gefahr.

Katrin Gindele schafft hier neben einer, sich für meinen Geschmack mal wieder viel zu schnell entwickelnden, aber echt süßen Lovestory, einen fesselnden Fantasyroman der durch völlig neue "Wesen" und eine absolut geniale, frische Idee voll bei mir punkten kann.

Ihr Schreibstil ist sehr lebendig und bilderreich. Das zeigte sich zum Beispiel sehr schön an einer Szene, in der Logan die Zeit um sich herum verlangsamt. Diese Szene lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab und war so surreal und faszinierend, das sie sich wohl auf ewig in mein Hirn eingeprägt hat.

Die Protagonisten sind sympathisch und gut ausgearbeitet, allerdings muss ich gestehen, das mir Lara manchmal ein bisschen zu naiv erschien. Ich mochte sie echt gerne, aber sie hat viele Dinge, die wohl jeden Menschen stutzig machen würden zu schnell und zu selbstverständlich hingenommen und nicht hinterfragt. Naja und Logan, der ist natürlich auf den ersten Blick direkt der Inbegriff eines "Bad Boys", der er gar nicht ist. Er wirkt sehr geheimnisvoll, düster und gefährlich.

Bei all den positiven Dingen, habe ich aber leider auch zwei Kritikpunkte.
Zum einen gab es in der Handlung immer mal wieder komische Sprünge in den Szenen, die Verwirrung stifteten. Ein Beispiel dafür ist eine Szene in der Lara mit ihrer besten Freundin Jean im Auto sitzt. Die beiden sind tief in ein Gespräch versunken und plötzlich meint Jean sie höre ihre Mutter und würde eben nach unten gehen um diese zu begrüßen. Da war ich einen Moment lang echt irritiert.

Der zweite Punkt bezieht sich auf die Dialoge, denn hier war mir manchmal nicht ganz klar, wer denn jetzt was gesagt hat. Lara sagt etwas und im nächsten Satz steht was Logan gerade tut und ich hab mich dann oft gefragt: Wer hat's denn jetzt gesagt ? Irgendwann hatte ich beim Lesen den Dreh raus und dann hats nicht mehr so gestört, aber gerade zu Beginn hat mich das echt oft aus der Bahn geworfen.

Aber auch wenn ich dafür jetzt einen Punkt abziehe, hat es meinem Gesamteindruck nicht geschadet, denn der ist durchweg positiv. Die Geschichte baut sich spannend auf, ist fesselnd erzählt und endet mit einem ganz ganz bösen Cliffhanger, so das ich total neugierig auf Band 2 zurückbleibe.

Mit ihrem Debütroman "Cold Fire: Wächter der Illusion" hat mich Katrin Gindele auf ganzer Linie überrascht und begeistert. Wer Lust hat eine neue Art fantastische Wesen zu treffen und in eine spannende Geschichte mit sympathischen Protagonisten abzutauchen, der sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen.


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