Sonntag, 21. Juni 2015

[Rezension] Das unendliche Meer


- Gebunden -

Autor: Rick Yancey
Verlag: Goldmann

Erscheinungsdatum: 30. März 2015
Originaltitel: The Infinite Sea

ISBN-13: 978-3442313358
Seitenzahl: 352 Seiten
Reihe: ja

Preis: 16,99€

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Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. 

Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...


Vier Wellen haben die Menschheit beinahe vollständig ausgelöscht. 
Cassie, Ben und Ringer haben überlebt, doch mit jedem Tag spitzt sich die Lage weiter zu, denn die Anderen sind ihnen dicht auf den Fersen und werden nicht eher ruhen, bis sie die Erde auch vom letzten Menschen befreit haben....

Da es sich hier um den zweiten Band einer Trilogie handelt möchte ich nicht allzu sehr auf den Inhalt eingehen, einfach deshalb, damit ich niemandem etwas vorwegnehme, trotzdem versuche ich kurz und hoffentlich spoilerfrei zusammenzufassen was den Leser hier erwartet.

Nachdem die ersten vier Wellen die Menschheit so gut wie ausgelöscht haben und es in Camp Haven zu einem heftigen Showdown kam, konnte sich das kleine Grüppchen um Cassie und Ben retten und hält sich jetzt in einem nahe Camp Haven gelegenen zerfallenen Hotel auf. Doch dort können sie auf keinen Fall bleiben, denn die Anderen sind ihnen auf der Spur. Als sich Ringer aufmacht um die Gegend auszukundschaften gerät sie in echte Schwierigkeiten und trifft auf einen alten Bekannten...

"Das unendliche Meer" beginnt mit einem spannenden und schockierenden Prolog, der mir direkt den Atem raubt und mich wieder voll in die Geschichte zieht. So hätte es bleiben können, doch leider wird schon nach wenigen Kapiteln klar, das ich mich hier auf eine eher langatmige Geschichte, in der nicht wirklich viel Aufregendes passiert, einstellen muss. 

Zwar ist der Schreibstil, wie auch schon beim Vorgänger absolut besonders, ja beinahe poetisch, manchmal jedoch viel zu verschachtelt und hochtrabend, das man der Handlung kaum noch folgen kann und die zieht sich stellenweise ohnehin schon ins beinahe unerträgliche, so das ich mehrmals fast der Versuchung erlag, einfach ein paar Seiten zu überspringen. Man muss bei den Dialogen häufig zwischen den Zeilen lesen um zu erkennen worauf der Autor hinauswill. Einerseits finde ich diese verborgene Tiefe genial, weil sie mein von New-Adult-Romanen verweichlichtes Hirn fordert, aber andererseits ist diese Permanenz auf Dauer auch ganz schön anstrengend.

Hinzu kommt ein häufiger und irritierender Wechsel zwischen den Protagonisten und den Teilen in die das Buch gegliedert ist. Rick Yancey beginnt die Geschichte aus der Sicht von Ringer, dann wechselt er zu Cassie, von hier aus zu Poundcake, zu Evan und dann zurück zu Ringer. So bekommt man zwar einen guten Einblick in verschiedene, parallel verlaufende Handlungsstränge und Perspektiven, aber immer wenn man sich gerade wieder zurechtfindet und endlich voll in die Geschichte abzutauchen scheint, erfolgt ein Wechsel.
Das war echt zermürbend und für die Leselust nicht unbedingt förderlich.

Im letzten Drittel nimmt das Buch dann doch noch an Tempo und Spannung zu, überrascht durch unvorhergesehene Wendungen, auf deren weitere Entwicklung ich absolut gespannt bin. Eigentlich würde ich JETZT gerne weiterlesen, da ist das Buch auch schon zu Ende und ich bleibe ein wenig fassungslos darüber das der Autor mir das antut, zurück.


Ihr merkt ich bin hin- und hergerissen, denn einerseits fand ich das Buch unglaublich langweilig, andererseits möchte ich auch dringend wissen, wie es weitergeht. Diese Unentschlossenheit spiegelt sich auch in meiner Wertung wieder. Ich vergebe wirklich gute, aber ausbaufähige




Kommentare:

  1. Hallo Ina,

    eine gute Zusammenfassung ohne etwas zu verraten. Schade, dass dich das Buch nicht so begeistern konnte, mir hat der 2. Teil gut gefallen, lediglich hat mich gestört, dass einfach immer noch so viele Fragen offen sind. Gerade die Sicht von Ringer hat mir richtig gut gefallen und ich finde, sie ist eine sehr interessante Person. Und ich bin ebenfalls sehr gespannt auf den letzten Band der Trilogie.

    Wünsche dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße,
    Uwe

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  2. Hallo und guten Tag,

    Cool ich glaube, dass lese ich nach als Nächstes.

    LG..Karin...

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  3. Hallo Ina,

    dein hin- und hergerissenes Gefühl kann ich sehr gut nachvollziehen, da es auch mir so ergangen ist. Ich hoffe, dieser zweite Teil war nur ein kurzer Durchhänger und beim kommenden Teil werden wir "belohnt".^^

    Liebste Grüße,
    Hibi

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  4. Guten Morgen Schatzl,

    schade, dass es dich nicht so überzeugen konnte, ich fand gerade die "leiseren" Passagen recht interessant, weil man in vielen einen tieferen Eindruck von einigen Dingen bekommt. Aber ich dachte mir beim Lesen schon, dass das bestimmt nicht den Geschmack von allen Treffen wird. Kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Hoffen wir mal, dass Band 3 wieder ein Reißer wird, ich bin schon seeeeeehr neugierig :D

    Liebe Grüße und ein Drücker aus der Ferne :*
    Jacqueline

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  5. Hallo Ina,

    mir ist es ähnlich ergangen. Vor allem habe ich mir mit den Perspektivenwechseln schwer getan. Gefallen hat's mir trotzdem und ich freue mich sehr auf den Abschlussband.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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