Dienstag, 23. Juni 2015

[Rezension] Die dritte Stimme

- Gebunden -

Verlag: btb

Erscheinungsdatum: 10. November 2014
Originaltitel: Den tredje rösten

ISBN-13: 978-3442753949
Seitenzahl: 544 Seiten
Reihe: ja

Preis: 19,99€

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Der zweite Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton

Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie - nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat - obwohl alles darauf hindeutete.

Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben ...
Quelle: www.randomhouse.de

Nachdem mich der Vorgänger "Die Springflut" wirklich überraschen und begeistern konnte, wollte ich nun unbedingt auch "Die dritte Stimme" lesen, die bereits durch den Klappentext wieder einiges an Spannung versprach.

Das Cover passt optisch wunderbar zum ersten Band und zeigt ein sehr ausdruchsstarkes Motiv, was mir wirklich gut gefallen hat.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir diesmal leider nicht ganz so gut, was einfach daran liegt, das es eine Weile her ist seit ich "Die Springflut" gelesen habe. Zwar ist das Lesen des Vorgängers vielleicht nicht von besonderer Notwendigkeit, da das Autorenpaar immer wieder einige kleine Rückblenden in den neuen Fall einbaut und so Erinnerungen bei mir wach ruft, ich würde jedem Leser dennoch raten, vorweg "Die Springflut" zu lesen.

Nach einem sehr fesselnden Prolog der mich direkt in die Story zieht, beginnt die eigentliche Geschichte sehr ruhig. Wir bekommen zunächst einen Einblick in die momentane Situation von Olivia Rönning, die in Südamerika nach den Wurzeln und Spuren ihrer Eltern sucht und sich dazu entschließt der Polizei den Rücken zu kehren.
Zur gleichen Zeit stolpert Abbas in Schweden über einen Zeitungsartikel der vom grausamen Fund einer Frauenleiche in Marseille berichtet. Dieser Mord scheint mit seinem eigenen Leben verknüpft und so bittet er Tom Stilton, Ex-Komissar und Ex-Obdachloser, um Hilfe. Gemeinsam reisen die beiden nach Marseille um in der Sache zu ermitteln.

Olivia Rönning, die zurück in Schweden ist, bekommt es ebenfalls mit einem mysteriösen Fall zu tun, denn der Zollbeamte Sahlmann wird erhängt in seiner Wohnung aufgefunden. Doch obwohl alles auf einen Selbstmord hindeutet schließt die Polizei diesen aus.

Cilla & Rolf Börjlind erschaffen hier einmal mehr einen sehr ausgeklügelten, nachdenklichen und komplexen Kriminalroman, der zwar sehr ruhig beginnt, der aber ab der Häfte für permanente Spannung sorgt.
Es gibt mehrere Handlungsstränge und somit verschiedene Perspektiven. Manchmal war das ein bisschen nervenzehrend, denn wenn man gerade an einer Stelle wissen wollte, wie es weitergeht, blenden die Autoren die Szene aus und wechseln zu einem anderen Charakter. Das heizt aber natürlich meine Neugier an und fesselt den Leser definitiv an die Seiten.

Die Charaktere, die man zum Großteil ja bereits aus dem Vorgängerroman kennt, sind durchweg sympathisch und Dank der persönlichen Geschichten, die die Autoren einbringen, kann man ihre Art, ihre Handlungen und ihr Verhalten oft nachvollziehen.

"Die dritte Stimme" ist ein wirklich ausgeklügelter, komplexer Krimi, den ich wirklich weiterempfehlen kann. Cilla & Rolf Börjlind haben mich mit ihrer packenden Story und ihren charismatischen Charakteren einmal mehr überzeugt, so das ich gespannt auf Neue Fälle des Autorenduos warte.

1 Kommentar:

  1. Wow, vielen Dank für diese tolle Rezension - das Buch muss ich haben!!

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