Dienstag, 9. Juni 2015

[Rezension] Eversea - Ein einziger Moment

- Taschenbuch -

Autorin: Natasha Boyd
Verlag: Egmont LYX

Erscheinungsdatum: 07. Mai 2015
Originaltitel: Eversea

ISBN-13: 978-3802597435
Seitenzahl: 352 Seiten
Reihe: ja

Preis: 9,99€

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Die zweiundzwanzigjährige Keri Ann traut ihren Augen nicht, als eines Abends der angesagte Schauspieler Jack Eversea in dem Restaurant auftaucht, in dem sie kellnert. Ihr verschlafenes Heimatstädtchen Butler Cove im Süden der USA ist so ziemlich der letzte Ort, an dem sie erwartet hätte, auf einen Hollywoodstar wie ihn zu treffen. Doch Jack hat Gründe, warum er aus L. A. geflohen ist. Und Keri Ann weiß, dass sie die Art und Weise, wie seine Nähe ihr Herz zum Rasen bringt, aus genau diesen Gründen ignorieren sollte. Denn egal wie gut die beiden sich verstehen oder wie sehr die Funken zwischen ihnen sprühen – die Welten, in denen sie leben, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und eine Liebe zwischen ihnen ist unmöglich … oder?
Quelle: www.egmont-lyx.de
Eversea - Ein einziger Moment war für mich ein echtes Überraschungspaket, denn ich war, obwohl ich ja nun wirklich einen Riesenhang zum Genre New Adult habe, bis zum dem Moment, in dem ich das Buch schließlich in der Hand hielt, nicht wirklich sicher ob es mich überhaupt interessiert.

Das Cover war okay, aber nicht sonderlich auffallend und der Klappentext war so naja. Kurzum: Das Buch hat mich nicht im Entferntesten angemacht und ich kann noch nicht einmal wirklich benennen warum nicht.
Im Nachhinein ist es aber auch egal, denn ich habs ja schließlich zur Hand genommen und gelesen und muss jetzt ganz ehrlich sagen: Es hat mich total umgehauen, mitgerissen und begeistert. Hach, ich liebe es !

Die Story gehört mal wieder zu einem dieser altbewährten Rezepte: Reicher junger Mann trifft auf unbedarftes naives Mädchen mit trauriger Vergangenheit. Beide verlieben sich, doch diese Liebe scheint zum Scheitern verurteilt und muss erst unglaubliche Hürden überwinden bis es schließlich zum Happy End kommt.

Nun ja, bei Eversea trifft zumindest der erste Punkt zu:
Jack Eversea ist ein gefeierter Filmstar, der gerade einen schweren Schlag verkraften muss und sich deshalb in Butler Cove Island zurückzieht und von der Außenwelt abschottet. Hier trifft er auf Keri Ann, der fast die Augen aus dem Kopf fallen, als sie erkennt, wer der unverschämte Typ mit der Cap ist, der sich im Diner in dem sie arbeitet, kurz vor Feierabend einen Burger bestellt und dann einfach abhaut, kurze Zeit später aber wieder zurückkommt. 
Die beiden kommen nach einem echt schwierigen Start ins Gespräch und irgendwann führt eines zum anderen. Nein, nicht was ihr jetzt denkt. Keri Ann besitzt ein altes, morsches Südstaatenhaus. Ihre Eltern sind tot, ihr Bruder weit weg am College und die Stadt sitzt ihr permanent im Nacken, sie solle die Hütte verkaufen, denn sie könne sie unmöglich mit eigenen Mitteln reparieren. Da Jack vor hat ein bisschen zu bleiben und früher mal als Handwerker gearbeitet hat, bietet er Keri Ann an ihr zu helfen, sofern sie ihm hilft unerkannt zu bleiben.
JETZT führt eines zum andern. Die beiden verlieben sich und müssen die oben angekündigten Hürden überwinden.

Obwohl der Plot nichts Neues ist, schafft Natasha Boyd hier etwas wirklich Großartiges und Eigenes. Ich bin total in der Geschichte versunken und hatte viel Spaß beim Lesen. Was mich neben der Kombination aus sommerlicher Leichtigkeit, einer Brise prickelnder Erotik und einem emotionalen Auf und Ab am meisten faszinierte, vielleicht auch deshalb weil mich die Südstaaten schon immer interessiert haben, ( trotz oder gerade wegen ihrer Vergangenheit ), war, das es der Autorin gelungen ist ein Setting vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen, das mich hat wünschen lassen, sofort meine Koffer zu packen und nach Butler Cove zu ziehen. Ich konnte die alte Butler Villa mit ihren abgenutzten Holzdielen, die von Keri Ann aus Meerglas und gesammelten Dingen geschaffenen Kunstgegenstände, den Dachboden auf dem sie sich oft verkriecht, sowie die Flüsse mit ihren hohen Binsen ganz klar vor mir sehen und die drückende Sommerhitze auf meiner Haut spüren. Und das alles hat Natasha Boyd geschafft ohne die Gegend groß und breit zu erklären oder zu beschreiben. Phänomenal.

Auch gefallen hat mir, das die Protagonisten zwar einerseits schon stereotypisch waren, aber andererseits auch so ihre ganz eigenen Charaktereigenschaften hatten, die sie absolut liebenswert gemacht haben. Besonders Keri Ann hab ich direkt in mein Herz geschlossen. In ihr schlummert so viel Talent von dem sie gar nichts weiß und trotz so vieler Verluste in jungen Jahren ist sie eine positiv wirkende junge Frau, die das Leben und ihre Umgebung liebt und schätzt.
In manchen Momenten erschien sie mir allerdings deutlich jünger als Zweiundzwanzig, was vielleicht an ihrer Unerfahrenheit in Sachen Jungs lag.

Jack Eversea wirkt anfangs ziemlich Machohaft, entwickelt sich dann zum absoluten Traumtypen und auch wenn er sich im Verlauf doch noch zum klassischen Bad Boy entwickelt: Karriere und Rampenlicht vor Liebe, ist er ein guter, einfühlsamer und freundlicher Kerl, den irgendwie jeder mag. 

Das Ende kommt überraschend anders daher, als gedacht. Es weckt die Neugier und macht unglaublich hibbelig auf den zweiten Band, der erst im September erscheint, was bedeutet: Noch soooo lange warten :-O

Obwohl ich null Erwartungen an "Eversea - Ein einziger Moment" hatte und gar nicht sicher war, ob ich es überhaupt lesen möchte, hab ich Feuer gefangen, bin total in der Geschichte abgetaucht, war hin und weg vom Setting, angetan von den Protagonisten und dem lockeren Schreibstil und kann kaum erwarten, das es im September weitergeht.
Ganz klare Leseempfehlung meinerseits ! :)


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