Montag, 5. Oktober 2015

[Rezension] All About A Girl

- Paperback -

Autorin: Caitlin Moran
Verlag: carl's books

Erscheinungsdatum: 08. September 2015
Originaltitel: How to build a girl

ISBN-13: 978-3570585429
Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: nein

Preis: 14,99€

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England 1990, die Happy Mondays sind in den Top of the Pops, Margaret Thatchers Regierungszeit neigt sich dem Ende zu, und das Land ächzt unter der Arbeitslosigkeit: Wie soll man bloß in einer Sozialsiedlung in Wolverhampton inmitten einer chaotischen Familie erwachsen werden – mit einem Vater, der seit zwanzig Jahren von einer Karriere als Rockstar träumt und einer Mutter, die, obwohl sie schon drei Kinder hat, eine erneute Schwangerschaft bis zum Geburtstermin als Magenverstimmung deutet? Reicht Johanna Morrigans Trickkiste aus schwarzem Eyeliner, Doc Martens, derben Sprüchen, einem wilden Partystil und einem immensen Wissen über angesagte Popmusik aus, um sich neu zu erfinden, endlich Sex zu haben und die Familie aus der Misere zu retten? Ein intelligenter, sprühend witziger Roman über das Erwachsenwerden, trügerische Rollenbilder und das Glück, ein Kind der Neunzigerjahre zu sein.


Als ich das Buch zum ersten Mal entdeckt habe, war ich aufgrund des Covers direkt angefixt, denn sowohl die Farbwahl, als auch das Motiv strahlen für mich puren Rock aus und genau das versprach dann auch der Klappentext.
Es wanderte umgehend auf die Wunschliste und erreichte mich überraschenderweise genau einen Tag später.


Die 14-jährige Johanna Morrigans kommt aus einer sozial am Abgrund lebenden Familie. Ihr Vater ist ein Trinker mit unerfüllten Träumen, ihre Mutter ist nach der Geburt von Zwillingen schwer depressiv. Hoffnungslosigkeit soweit das Auge reicht. Mittendrin lebt Johanna, einer Teenager in der Blütezeit ihrer Pubertät, auf der Suche nach Anerkennung und Liebe (!?). Sie sehnt sich nach ihrem ersten Kuss, nach Sex und vorallem nach ihrem Traum berühmt zu werden.
Sie erfindet sich neu, erschafft sich ein zweites Ich und als sich ihr die Chance bietet, ihr Wissen rund um die Musik einzusetzen und als Musikkritikerin für ein Londoner Magazin zu arbeiten, greift sie nach den Sternen. Was folgt sind Sex, Partys, Drogen und Alk.

Sex ist es, was Johannas Gedanken dominiert und mir schwierig machte einen Zugang zu ihr zu finden. Sie ist eine abgedrehte Persönlichkeit die oft zu extremen Handlungen tendiert, die mich das ein oder andere Mal fassungslos den Kopf schütteln ließen. Sie bahnt sich ihren Weg durchs Leben, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne darüber nachzudenken, was sie mit ihren Handlungen stellenweise bewirkt. Sie ist rotzfrech, hat eine sehr derbe Ausdrucksweise und macht eigentlich was sie will.
Ich konnte mich leider kein Stück mit ihr identifizieren und fand sie für eine Pubertierende schon ziemlich häufig ziemlich krass.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und liest sich gut, wenn man davon absieht, das sie das ein oder andere Mal ein bisschen abschweift und wir uns in Johannas verqueren Gedanken verlieren. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Musikauswahl die wir, leider zu oft im Hintergrund erleben. Denn die ist, für meinen Geschmack, wirklich sehr gut und versetzt mich ein ums andere Mal doch ein Stück weit in meine eigene Jugend zurück.

"All about a girl" war anders als ich es erwartet hatte, dennoch hat mich der Roman auf seine ganz eigene Art sehr gut unterhalten und mich stellenweise, vorallem aufgrund der guten Musik, zurück in meine eigene Jugend in den 1990ern versetzt, auch wenn es mir schwer fiel mich mit der Protagonistin, ihren Gedanken und Handlungen anzufreunden, die mir nicht immer nachvollziehbar schienen.

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