Dienstag, 1. März 2016

[Rezension] Ein Sommer ohne uns


- Klappenbroschur -

Autorin: Sabine Both
Verlag: Loewe

Erscheinungsdatum: 15. Februar 2016

ISBN-13: 978-3785582220
Seitenzahl: 240 Seiten
Reihe: nein

Preis: 12,95€

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Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?

Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage.
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?


Seit ihrem 13. Lebensjahr sind Verena und Tom ein Paar. Sie sind unzertrennlich, gehen im Haus des jeweils anderen ein und aus, sie lieben sich und können es kaum erwarten nach dem Abi endlich zusammen zu ziehen. Doch kurz bevor es soweit ist, kommen Verena plötzlich Zweifel. Was, wenn das zwischen ihr und Tom nur deshalb so gut ist, weil sie so vertraut miteinander sind ? Was, wenn es da draußen irgendwo noch einen anderen Mann gibt, der für sie der Richtige sein könnte ? 
Verena möchte sich ausprobieren, möchte erfahren wie es ist, mit einem anderen Mann intim zu werden, doch Tom aufgeben, das will sie nicht. Tom geht es genauso, auch er hatte noch nie eine andere Freundin als Verena und als Isabelle in sein Leben tritt, ist die Verlockung auf einen Seitensprung groß. Tom und Verena beschließen eine Auszeit von drei Monaten zu nehmen. Danach soll alles so sein wie vorher. Doch sie haben nicht damit gerechnet, das Gefühle unberechenbar sind und das sie diese Auszeit zutiefst verletzten könnte...

Der Klappentext und auch das wunderschön gezeichnete Cover erregten in der Verlagsvorschau direkt meine Aufmerksamkeit und ich war sehr gespannt, auf diesen Jugendroman der Autorin Sabine Both alias Franziska Moll von der ich bisher noch kein Buch ( und das obwohl zwei in meinem Regal stehen ) gelesen habe. 

Der Einstieg in die Geschichte die in drei Teile gegliedert ist ( Fünf Jahre vorher, Jetzt und Ein Jahr später ), gelang mir, trotz des sehr nüchternen und irgendwie, bedingt durch sehr kurze Sätze, abgehackt wirkenden Schreibstils sehr gut.
Sabine Both erzählt in dritter Person immer abwechselnd aus Sicht von Verena und Tom, verwendet dafür unterschiedliche Schrifttypen, und sorgt so dafür, das wir einen Einblick in beider Gefühls- und Gedankenwelt erhalten.

Sie sind jung, sie sind verliebt, doch während des Abistresses zeichnen sich nicht nur Probleme in den miteinander befreundeten Familien ab, sondern vorallem in ihrer Beziehung. Beide wollen sich ausprobieren, wollen Erfahrungen sammeln und so schließen sie schließlich einen Pakt: Drei Monate Auszeit und danach soll alles sein wie vorher. Tom lässt sich auf ein gefährliches Spiel mit Isabell ein und Verena lernt Jesse kennen. Doch je näher sie den beiden "Neuen" kommen, desto mehr entfernen sie sich voneinander. Was folgt ist eine Zeit voll Schmerz und Unbehagen, Zweifel und Angst, den anderen komplett zu verlieren.

Ich muss sagen, das ich die Idee wirklich toll fand, doch leider hatte die Umsetzung für mich einige Schwächen. Ich weiß nicht ob es nur am sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil lag oder vielmehr an der Tatsache, das die Geschichte nicht wirklich viel Spannung oder Emotionen mitbringt. Sie plätschert so vor sich hin und auch wenn man wirklich in einem Rutsch durch ist, hat man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl etwas zu verpassen, wenn man das Buch kurz zur Seite legt.
 
Leider hat mich Sabine Both mit "Ein Sommer ohne uns" nicht wirklich begeistern können. Die Protagonisten sind durchaus authentisch, aber der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig und der Handlung fehlte es definitiv an Spannung und Emotion.

Kommentare:

  1. Hey!
    Ich kann deine Rezension sehr gut nachvollziehen. Ich bin jetzt etwa auf der Hälfte und bisher ist das eigentliche Thema, warum ich mir das Buch gekauft habe, nämlich die zeitliche Trennung, noch nicht einmal ansatzweise zur Sprache gekommen. Ich finde, dass der Klappentext einfach etwas völlig anderes verspricht, als das Buch jetzt hält und bin deswegen ziemlich enttäuscht.
    LG
    Yvonne

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  2. Hier kann ich dir nur voll und ganz zustimmen, denn so habe ich es auch empfunden.

    LG nicigirl85

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  3. Ich bin wirklich froh zu lesen, das es nicht nur mir so ergangen ist. Sehr schade, denn ich denke aus der Idee hätte wirklich etwas Tolles entstehen können.

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