Samstag, 2. April 2016

[Rezension] All die schönen Dinge

- Gebunden -

Autorin: Ruth Olshan
Verlag: Oetinger

Erscheinungsdatum: 22. Februar 2016

ISBN-13: 978-3789103711
Seitenzahl: 288 Seiten
Reihe: nein

Preis: 14,99€

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Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiss, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Das hat es sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.



Tammie hat eine tickende Zeitbombe in ihrem Gehirn. Ein Aneurysma, das jederzeit platzen und sie töten könnte. Da sie nicht weiß wann und vorallem wie schnell ihr Leben vorbei sein könnte, treibt sie sich auf der Suche nach einem passenden Grabspruch gerne auf dem Friedhof rum. Schließlich muss man sich ja beizeiten um solche Dinge kümmern. Bei einem ihrer Rundgänge stolpert sie über Fynn, der einen gelben Helm auf dem Kopf trägt und an Grabsteinen rüttelt. Und der schon bald ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Sowohl das irgendwie sommerliche Cover als auch der Klappentext haben mich total neugierig auf das Buch gemacht, das sich ja schon irgendwie ein bisschen bittersüß anhört. 

Der Einstieg gelang mir, Dank Ruth Olshans unglaublich tollem, humorvollen und mit reichlich sprühender Ironie unterlegtem Schreibstil ziemlich gut. Ich mochte Tammie auf Anhieb und fand schnell Gefallen an ihrem Friedhofstick. :) Auch Fynn hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein ziemlich cooler Charakter mit einer noch cooleren Mutter und einer sehr nervigen Tante.

Allerdings gings mit meiner guten Laune und meiner Euphorie dann im Verlauf reichlich bergab, denn Tammie und Fynn kommen sich nicht nur in rasendem Tempo näher, irgendwann beherrscht der Gedanke an ihr erstes Mal ihr ganzes Zusammensein. Ja, klar, jetzt könnte man sagen: Das Mädchen weiß nicht wielange es zu leben hat. Aber da frag ich mich ernsthaft ob Sex da dann der einzige Gedanke ist, den man noch hat. Desweiteren hat mich unglaublich gestört, das irgendwann Fynns Hund mehr im Fokus stand, als die Geschichte um die erste große Liebe und um Leben und Tod. Leider hat mich diese Entwicklung total gelangweilt, weil ich aus dem Alter für Tiergeschichten lange raus bin und zu sowas einfach null Bezug habe. Das Aneurysma rutschte irgendwann in den Hintergrund und die Angst, die Tammie vielleicht haben sollte, war für mich nicht wirklich spürbar.

Da tröstet auch das Geheimnis um Frau Blumentopfs Grabstein und den tanzenden Mann und die irgendwie unterhaltsame Verwandlung von Tammies Eltern nicht wirklich drüber weg.  

Leider sprang für mich der Funke nicht über. Eine wirklich schöne Idee endete in einer langweiligen Geschichte, die sich mehr um den Hund, als um die Protagonistin Tammie drehte. Sehr schade.


1 Kommentar:

  1. Hey meine Liebe,

    um dieses Buch bin ich doch tatsächlich auch schon herumgeschlichen, aber ich habe mir auch eine etwas intensivere Geschichte vorgestellt. So wie du es beschreibst ist es denke ich nicht genau das richtige für mich. Eigentlich schade.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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