Donnerstag, 21. April 2016

[Rezension] Dark Touch

- eBook -

Autorin: Aimee L. Salter
Verlag: Alloy Entertainment ( powered by Amazon )

Erscheinungsdatum: 23. Februar 2016

ISBN-13: 978-1939106636
Seitenzahl: ca. 239 Seiten
Reihe: nein
Preis: 4,31€

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I received a copy of this story from Net Galley. Thanks a lot.




Tully isn't alone in her skin. Whenever she touches someone, they feel everything she feels. All her ugliness. All her darkness. All her pain.
The only thing she wants is to be left alone--and to finally get out of her small Oregon town.
But then she meets Chris. He's everything she's not. Light. Trusting. Innocent. And he wants Tully.
Tully knows she should spare him the heartache of being with her. But when he touches her, she's not sure she'll have the strength to push him away--until he learns about her dark past, and what really goes on in her ever-decaying home.

Dark Touch von Aimee L. Salter ist das erste englische Rezensionsexemplar das ich bisher gelesen habe. Ja, anfangs war ich ein kleines bisschen skeptisch, ob das alles so klappen würde, wie ich mir das vorgestellt habe, ob ich die Handlung verstehe, ob ich die Emotionen spüre, die die Autorin in ihre Worte legt, all sowas. Denn: mein Englisch ist nicht das Schlechteste, aber ich bin weit davon entfernt ein Profi zu sein, sowohl beim Verständnis als auch beim Sprechen. Aber man fordert sich ja gerne mal selbst heraus und da mich der Klappentext wahnsinnig angesprochen hat, habe ich es gewagt.

Und bin im Nachhinein überrascht, wie gut mir das Lesen gelungen ist.
Aber wahrscheinlich interessiert Euch das alles weniger als die Story selbst, deshalb widme ich mich also jetzt endlich dem Inhalt.

Tully hat eine besondere, aber auch erschreckende Gabe. Wann immer sie einen Menschen berührt oder berührt wird, spürt das Gegenüber all ihre Emotionen. All ihre innere Düsternis, Zerrissenheit und all die Schlechtigkeit die in ihr wohnt. Weil es in einer Kleinstadt keine Geheimnisse gibt, weiß natürlich jeder Einwohner von dieser Gabe und die Menschen meiden Tully wo sie nur können. Das und die Tatsache, das sie von ihrem Alkoholikervater weg will, sind die Gründe warum Tully es kaum erwarten kann die Highschool zu beenden. Sie will nur noch weg. All ihr Sein dreht sich um die Zukunftspläne. Doch dann begegnet sie Chris und er ist der erste Mensch, der Tully wirklich wahrnimmt und der keine Angst vor ihrer Berührung hat. Genau das reißt Tully in einen Strudel widersprüchlichster Gefühle. Einerseits möchte sie seine Gefühle und seine Nähe zulassen, da es ihr noch nie vorher so gut ging, andererseits möchte sie Chris von sich stoßen um ihm all ihre Dunkelheit zu ersparen. Doch Chris gibt nicht auf und findet schon bald heraus, was Tully so sehr quält.

Aimee L. Salter schafft hier eine wahnsinnig emotionale und berührende Young Adult Geschichte, die mich echt von der ersten Seite an fesseln und in ihren Bann schlagen konnte, auch wenn sowohl die Handlung als auch die Figuren schon ein bisschen klischeehaft und stereotyp daherkommen. Egal. Ich habe sie geliebt.

Tully lebt seit dem Tod der Mutter mit ihrem Alkoholikervater in einem ziemlich heruntergekommenen Haus. Permanent ist sie seinen unberechenbaren Launen ausgesetzt. Hat er einen "guten Tag" dann trauert er nur, hat er einen schlechten, dann schlägt er seine Tochter. Man kann also verstehen warum Tully unbedingt raus will.

Durch Chris ist da plötzlich jemand an ihrer Seite, der ihre Gefühle und den Ärger den sie zuhause hat, zur Kenntnis nimmt und egal wie oft Tully ihm einen Korb verpasst, er gibt einfach nicht auf, was ihn wahnsinnig sympathisch macht. Ganz davon abgesehen, das er auch noch wirklich gut aussieht und einen tollen Charakter hat.

Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher kommen Tullys wirkliche Probleme und Geheimnisse ans Licht, die Gründe warum sie sich selbst für so unglaublich schlecht und böse hält.
Aber auch sie selbst verändert sich mit jeder Seite. Wirkt sie anfangs noch kratzbürstig und wie ein echtes Bad Girl, lernt sie im Verlauf, das sie nicht alleine ist, das es ein Licht gibt, das sie aus ihrem dunklen Loch leitet und das sie Hilfe zulassen kann und muss. Sie fasst Vertrauen, nicht nur zu Chris, sondern auch zu ihrer Lehrerin Miss Pine, die in meinen Augen ein wirklich toller Charakter war.

Der Schreibstil ist einfach zu lesen, aber unfassbar gefühlvoll. Es gab einige Momente in denen mich eine Gänsehaut schüttelte oder in denen ich wirklich weinen musste. Es gab aber auch Situationen die mich wütend gemacht haben und in denen ich Tully gerne mal angeschrieen hätte, sie solle endlich mal ihre Augen aufmachen.

Der einzige Kritikpunkt den ich habe und für den ich der ansonsten wirklich runden Geschichte abziehen muss, ist der, das die Sache mit Tullys Berührungen irgendwann untergeht. Es wird nicht erklärt warum und wieso sie andere spüren lassen kann was sie selber fühlt. Und genau diese Erklärung hätte ich mir gewünscht.

Ansonsten bin ich rundum glücklich mit dem Buch und kann es Euch, sofern ihr englische Bücher lest, wirklich nur ans Herz legen.

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