Dienstag, 30. August 2016

[Rezension] Worte für die Ewigkeit

- Hardcover -

Autorin: Lucy Inglis
Übersetzt von Ilse Rothfuss
Verlag: Chickenhouse

Erscheinungsdatum: 01. September 2016
Originaltitel: Crow Mountain

ISBN-13: 978-3551520876
Seitenzahl: 400 Seiten
Reihe: nein

Preis: 19,99€

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Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird. Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet. Zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.
Ich gebe zu, das ein Cover oftmals ein ausschlaggebender Punkt ist, warum ich mich für ein Buch entscheide, allerdings war es bisher niemals so, das ich bei einem Buch einer mir bisher unbekannten Autorin einfach zugegriffen habe, ohne auch nur einen Blick auf den Klappentext zu werfen.

Bei "Worte für die Ewigkeit" war aber genau das der Fall. Irgendwas an dem Cover hat mich so dermaßen fasziniert, das ich es einfach lesen wollte, dabei sagt es auf den ersten Blick nicht das Geringste über den Inhalt aus und genau deshalb hatte ich irgendwie was Thrillermäßiges erwartet. Bekommen habe ich dann allerdings eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich wohl je gelesen habe. Ich bin, auch einige Wochen nach Beenden des Buches noch immer hin und weg und bin wirklich froh, das mich das Cover so magisch angezogen hat.

In "Worte für die Ewigkeit" erzählt Lucy Inglis gleich zwei wunderbare Geschichten, die auf besondere Art miteinander verknüpft sind.

In der Gegenwart reisen wir mit der 16-jährigen Hope und ihrer Mutter auf eine Pferderanch ins staubige Montana:

Hope hat eigentlich überhaupt keine Lust ihre Ferien irgendwo im Nirgendwo auf einer verlassenen Pferderanch zu verbringen, doch ihre Mutter will sich irgendwelchen Studien widmen und da sie ihre Tochter stets bevormundet, hat Hope keine Chance sich zu wehren. Nach einigen Tagen jedoch gewöhnt sie sich ein, sie findet ein altes Tagebuch auf dem Dachboden, das sie unglaublich fasziniert. Außerdem widersetzt sie sich endlich einmal ihrer Mutter und sie begibt sich gemeinsam mit dem Rancher-Sohn Cal auf einen Trip, der zum Abenteuer ihres Lebens werden wird.

Die zweite Geschichte erleben wir aus Sicht der 16-jährigen Emily, die sich im Jahre 1867 auf der Reise von England nach Montana befindet, wo man sie mit einem gut betuchten Mann verheiraten will, den sie nur durch den Austausch durch Briefe kennt.
Die Reise durch das staubige und raue Gebiet, in dem es von Goldgräbern und Indianern nur so wimmelt, findet ein jähes Ende, als Emilys Kutsche von einer Brücke stürzt.
Obwohl Emily wenig Hoffnung hat, das ihr in dieser Einöde jemand zu Hilfe kommt, taucht wie aus dem Nichts ein junger Mann auf, der sie mit in seine Hütte nimmt und sich um sie kümmert.

Trotz der verschiedenen Zeitebenen auf denen die Geschichte ihren Lauf nimmt, sind sich die beiden jungen Frauen in manchen Dingen sehr ähnlich, sie müssen sich von ihren Gepflogenheiten verabschieden und sich auf die wilde Natur einstellen, sie müssen immer wieder über ihre Schatten springen und Ängste überwinden. Dabei finden sie Stück für Stück zu sich selbst und vor allem finden sie beide eine unerschütterliche Liebe.

Lucy Inglis hat so eine ganz besondere Art, diese beiden Geschichten zu erzählen, so das sie mir nach wenigen Seiten schon unter die Haut ging und mein Herz und meine Gedanken fest im Griff hatte. Ich hab das Buch in einem Rutsch gelesen und konnte mich ehrlich nie entscheiden, welchen der beiden Handlungsstränge ich nun schöner fand.

Ihr Schreibstil ist, ich möchte fast sagen, ruhig, wobei es das nicht wirklich trifft, denn es ist permanent Bewegung im Plot. Sei es durch den Einsturz der Brücke, durch das Durchschlagen und harte Überleben in der Wildnis, durch das Treffen auf einen Indianerstamm und Kämpfe gegen die Weißen, durch eine uralte Familienfehde oder auch durch zunächst sehr zögerliche Gefühle und Annäherungen.
Trotz vieler spannenden und actionreichen Szenen entwickelt sich alles sehr sehr besonnen und gut überlegt. Die Liebesgeschichten sind zart, nachvollziehbar und völlig unkitschig gestaltet, trotzdem zielen sie total ins Herz und jagten mir immer mal wieder kleine Glücksschauer über die Haut.

Besonders gut haben mir die Passagen gefallen, in denen Emily und Nate, ihr Retter, auf die Indianer treffen und Emily mehr über die Kultur dieser lernt. Sie reift von einem unbedarften, überbehüteten Mädchen, zu einer starken jungen Frau heran, die zwar lange braucht um zu erkennen was sie will, die sich dann allerdings durchbeisst und für genau diese Dinge kämpft.

Es gäbe noch so viel mehr zu sagen, doch ich denke es ist besser an dieser Stelle zu enden und Euch einfach nur dazu zu animieren, Euch dieses Buch zu schnappen und loszulesen. Ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen, denn Lucy Inglis vereint hier wirklich ergreifende Liebesgeschichten mit großartigen, aufregenden Abenteuern. Für mich war "Worte für die Ewigkeit" wirklich ein ganz großes Highlight.


Kommentare:

  1. Ging mir ähnlich wie dir. Das war ein neues Monatshighlight für mich.

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  2. Hey :)

    Als ich das Buch das erste Mal gesehen habe, da wusste ich noch nicht genau, was ich davon halten soll, deshalb habe ich es nicht gekauft. Aber deine Rezension klingt so begeistert, dass es wohl bei meinem nächsten Einkauf in der Tasche landet ♥

    Liebe Grüße
    Jenny ♥

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  3. Hallo Ina,

    auf dieses Werk bin ich auch gespannt. Ich packe es mal auf meine Wunschliste. Mal schauen, ob ich dazu komme ^^

    LG,
    Conny

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