Montag, 14. November 2016

[Rezension] The Sun Is Also A Star


- Taschenbuch -

Autorin: Nicola Yoon
Verlag: Penguin Random House UK

Erscheinungsdatum: 01. November 2016

ISBN-13: 978-0553496680
Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: nein

Preis: 11,50€

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Natasha: I’m a girl who believes in science and facts. Not fate. Not destiny. Or dreams that will never come true. I’m definitely not the kind of girl who meets a cute boy on a crowded New York City street and falls in love with him. Not when my family is twelve hours away from being deported to Jamaica. Falling in love with him won’t be my story.

Daniel: I’ve always been the good son, the good student, living up to my parents’ high expectations. Never the poet. Or the dreamer. But when I see her, I forget about all that. Something about Natasha makes me think that fate has something much more extraordinary in store—for both of us.

The Universe: Every moment in our lives has brought us to this single moment. A million futures lie before us. Which one will come true?
Nachdem ich im letzten Jahr von ihrem Debütroman "Everything, Everything" 
( zu dt. Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt ) absolut nur begeistert war, war es natürlich gar keine Frage, das ich auch zu Nicola Yoon's neuem Roman greifen würde. Allerdings hatte ich mich schon auf eine längere Wartezeit eingestellt, denn der Titel erscheint erst im kommenden Frühjahr auf Deutsch.

Doch dann bot sich bei Lovelybooks, mit freundlicher Unterstützung von Penguin Random House UK, die Gelegenheit das Buch in einer Leserunde zu lesen und auch wenn ich aufgrund meiner Englischkenntnisse und der Tatsache, das hier das Universum eine gewissen Rolle spielt, was mich eine philosophisch und wissenschaftlich angehauchte Geschichte hat ahnen lassen, skeptisch war, ob ich alles verstehe und vorallem ob mir die Story gefällt, bin ich unvoreingenommen gestartet und wurde sehr sehr positiv überrascht :)

Universum: ja. Poesie und Philosophiererei: ja. Wissenschaft: anders als man denkt. 

Die Geschichte startet mit Natashas letztem Tag in New York. Hier lebt sie seit ihrem 8. Lebensjahr gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Peter, in einer 1 1/2 Zimmer Wohnung. Sie ist eine gute Schülerin und hat eigentlich jede Menge konkrete Pläne für die Zukunft. Doch die sind passé, denn ihr Vater, der wie der Rest der Familie illegal in den USA lebt, hat einen großen Fehler gemacht und nun bleiben nur noch einige Stunden Zeit, bis die Familie abgeschoben wird. Sie müssen zurück nach Jamaica.
Natasha will dies unbedingt verhindern, sie fühlt sich ungerecht behandelt, schließlich sind die USA mittlerweile ihre Heimat und sie sieht nicht ein, das sie für den Fehler ihres Vaters bezahlen soll. Hier hat sie Freunde, die Schule, eine Zukunft. In Jamaica erwartet sie nichts. Armut, Kriminalität, ein unbekanntes Leben. 

Auf ihrem Weg von einem Termin zum Nächsten, die allesamt dem Zweck dienen, die Abschiebung aufzuheben, da begegnet sie Daniel. Daniel ist Koreaner, aber in den USA geboren und auch er befindet sich in einer verfahrenen Situation. Wenn es nach seinen Eltern geht, dann ist sein weiteres Leben bereits durchorganisiert, er soll in Yale studieren und später erfolgreicher Arzt werden, doch Daniel hat darauf eigentlich keine Lust. Er liebt das Schreiben und ist ein verträumter Poet. Deshalb ist er auch überzeugt davon, das das Schicksal seinen Weg mit dem Natashas verknüpft hat und sie dazu bestimmt sind, sich zu verlieben. 

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und wir erleben als Leser einen irgendwie verrückten Tag in New York, der eine ganze Bandbreite an unterschiedlichsten Gefühlen und Themen bereit hält. 

Mich hat "The sun is also a star" wirklich sehr überrascht und auch wenn nicht alles immer ganz nachvollziehbar oder realistisch war, gerade wenn es um die Schnelligkeit geht in der sich eine Beziehung zwischen den beiden Protas entspinnt, oder es einfach auch zu viele Zufälle gab, so hat mich das Buch doch berührt und ich hab so viel zu sagen, das ich trotz meiner Notizen nicht weiß wo ich ansetzen soll und will. 

Vielleicht beginne ich deshalb einfach mal mit dem Plot. 
Ich war auf eine süße Liebesgeschichte eingestellt und die habe ich auch bekommen, doch die Handlung ist wesentlich vielschichtiger. Es geht um die Konflikte, die die Protagonisten mit sich selbst, mit ihren Familien, ihrer "Misch-Nationalität" oder aber auch mit den Behörden ausfechten. 

Natasha ist eine Pragmatikerin, sie glaubt nicht an Gott oder an Poesie, sondern sie sieht das Leben klar. Daniel dagegen ist ein Träumer, er glaubt daran, das es höhere Mächte und ein Schicksal gibt. Alles hat einen Grund, warum es ist wie es ist. Als die beiden aufeinandertreffen wird ihm deshalb ziemlich schnell bewusst, das diese Begegnung einen tieferen Sinn hat und er ist überzeugt, das sie füreinander bestimmt sind, wovon er Natasha den Rest des Tages zu überzeugen versucht. Die sieht das allerdings völlig anders.

Im Verlauf der Geschichte ändern sich die Denkweisen von beiden, sie beginnen unbewusst durch den jeweils anderen herausgefordert, darüber nachzudenken welche Möglichkeiten das Leben für sie bereithält. Das lässt sie wachsen und sorgt für Veränderung. 
Der Wechsel zwischen ihren Gedanken sorgte dafür das ich mich in beide gut hineinversetzen und nachvollziehen konnte was sie so umtreibt. 

Doch es gibt nicht nur die Perspektiven von Natasha und Daniel. Hier gibt es ein ganzes Potpourri von verschiedensten Figuren und Charakteren, die zwischendurch zu Wort kommen und einen anderen Blick auf die Geschehnisse ermöglichen. So treffen wir beispielsweise auf Natashas Vater, der von seinen Entscheidungen im Leben erzählt, aber auch das Universum meldet sich zu Wort. 
Anfangs hat mich dieser Wechsel und die Tatsache, das die Kapitel auch sehr kurz sind, total genervt, weil ich es gerade im Englischen erst nicht so leicht fand, dem roten Faden zu folgen, doch je weiter man vorankommt, desto besser fand ich diese verschiedenen Eindrücke und Perspektiven. 
Alle Stränge sind außerdem miteinander verknüpft und ergeben am Ende ein komplettes Bild, das sich perfekt ineinanderfügt. Wie das Cover, das aus genau diesem Grund perfekt zum Buch passt und auch die deutsche Ausgabe zieren wird. Es sind viele Fäden die zu einem Muster verwoben sind, so wie die verschiedenen Stränge in der Geschichte miteinander verwoben sind oder die Dinge in unser aller eigenem Leben. Denn auch da gibt es doch immer mal wieder "Zufälle" und jede Menge Verbindungen die uns zusammenschweißen und uns ausmachen.

Ich muss zum Schluß kommen, auch wenn ich noch so viel zu sagen hätte, aber ich kann hier ja schlecht einen ganzen Roman schreiben ;) 

Für mich war "The sun is also a star" eine wirklich positive Überraschung. Nicola Yoon setzt sich mit brisanten und aktuellen Themen auseinander, erschafft zeitgleich aber eine süße Liebesgeschichte, in der das Schicksal eine Menge zu sagen hat. Ich fand das Buch großartig und vergebe deshalb


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