Mittwoch, 28. Dezember 2016

[Rezension] Witch Hunter

Herz aus Dunkelheit

- Gebunden -

Autorin: Virginia Boecker
Übersetzt von Alexandra Ernst
Verlag: dtv

Erscheinungsdatum: 11. November 2016
Originaltitel: King Slayer

ISBN-13: 978-3423761512
Seitenzahl: 382 Seiten
Reihe: ja, Band 2/2

Preis: 17,95€
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HINWEIS: Da es sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Reihe handelt, sind Spoiler nicht ausgeschlossen !

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?
Elizabeth hat John gerettet, indem sie ihm ihr Stigma übertragen hat. Doch dies hat weitreichende Konsequenzen für beide. Elizabeth ist nun nicht mehr geschützt und zum ersten Mal seit langer Zeit verletzlich und verwundbar. John dagegen hält sich für unbesiegbar und ist fest entschlossen gegen Blackwell, der sich selbst zum König ernannt hat, in den Krieg zu ziehen.
Elizabeth versucht ihn vor Schaden und vor allem vor Blackwell zu bewahren und setzt dabei ihre Liebe aufs Spiel....

So sehr ich mich auch auf dieses Buch gefreut habe und so sehr mich der erste Band dieser Dilogie auch begeistern konnte, so enttäuscht bin ich leider vom zweiten und finalen Band. Das war für mich einfach mal gar nix.

Elizabeth muss vor den Rat treten und ihre "Strafe" empfangen, dafür das sie jahrelang Hexen und Magier verfolgt und getötet hat und nun Schutz in Harrow sucht. Doch noch bevor dieser ein Urteil fällen, geschweige denn, sie überhaupt anhören kann, dringen Blackwells Schergen in Harrow ein und töten einige Menschen. Elizabeth, und auch der Rat, wissen, das dies nur der Anfang ist, denn Blackwell will sein Stigma zurück, das Stigma, das Elizabeth auf John übertragen hat um sein Leben zu retten.
Sie weiß das sie nur eine Chance hat ihre große Liebe erneut zu schützen und die Freiheit für alle Menschen zu erlangen: Sie muss Blackwell töten.

Bis hierhin beginnt der zweite Band von Boeckers Dilogie eigentlich recht spannend, auch wenn man sich manch eine Handlung aus Band 1 noch einmal kurz in Erinnerung rufen muss. Gar nicht so einfach, denn die Autorin verzichtet auf jegliche Art von Rückblick und knüpft wirklich komplett nahtlos an den ersten Band an. Einerseits gut, aber eine kurze Gedächtnisauffrischung wäre doch toll gewesen.
Egal, es beginnt spannend und das sind eigentlich recht gute Voraussetzungen, doch schon nach kurzer Zeit flacht die Handlung so extrem ab, das ich mich einfach nur noch gelangweilt habe.

Elizabeth hat mit ihrem Stigma ihre Zähheit, ihren Biss und ihre Kraft verloren, zurückgeblieben ist eine schwache und irgendwie auch naive Protagonistin. John dagegen gewinnt durch das Stigma an Kraft und leider auch an Dunkelheit, die ihn einhüllt und sich tief in seine Seele frisst. Boecker kehrt die Stärken und Schwächen ihrer Protagonisten jetzt um und so tauschen sie mehr oder minder die Rollen und Charaktereigenschaften. Für den ein oder anderen mag diese Entwicklung sicher spannend zu beobachten sein, mir jedoch war das viel zu unrealistisch und ich mochte es einfach überhaupt nicht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Plot, der sich eigentlich nur auf die Vorbereitung eines Krieges und auf das Töten von Blackwell konzentriert. So richtig vorwärts gehts aber irgendwie nicht. Elizabeth läuft, oft in Begleitung von Skyler von einem Ort zum anderen oder verbringt Zeit damit für den bevorstehenden Kampf zu üben.
Die Magie die ich im ersten Band so großartig fand, kommt hier kaum zur Geltung oder verläuft recht fix im Sande. Stattdessen verschwendet die Autorin viel mehr Aufmerksamkeit auf unnötige Details und Namen. Herrje, so viele Namen, die sich als total unwichtig erweisen. :P

In der zweiten Hälfte gehts ein bisschen besser, da kommt nochmal sowas wie Spannung auf, aber rausreißen kann das zu diesem Zeitpunkt leider auch nichts mehr.
Sehr schade, ehrlich. Ich bin total enttäuscht, denn Virginia Boecker hatte mit ihrer Geschichte eine wirklich großartige Idee, sie hat ein tolles Setting erschaffen und uns in eine völlig andere Zeit versetzt, aber mit diesem zweiten Teil und der damit verbundenen Langeweile, schafft sie einen echt schwachen Abschluss.

Kommentare:

  1. Huhu Ina,

    ich verstehe, wieso du so enttäuscht bist. Ich fand Teil 2 definitiv auch schlechter als Teil 1, aber das Ende hat mich dann trotzdem zufriedengestellt, sodass ich nicht ganz so enttäuscht war. Aber Potential hat die Autorin damit auf jeden Fall verschenkt..

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezaube

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  2. Hey liebe Ina,

    ich mochte diese Reihe ja unheimlich gerne und auch wenn ich dir zustimme, dass der zweite Teil der Reihe nicht so stark war wie der erste empfand ich ihn dennoch als total angenehm. Sie hätte auf alle Fälle noch mehr rausholen können, dennoch war ich zufrieden mit der Umsetzung und dem Ausgang. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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