Samstag, 28. Januar 2017

[Rezension] All the pretty lies: Erkenne mich


- Taschenbuch -

Autorin: M. Leighton
Übersetzt von Ursula C. Sturm & Julia Flynn
Verlag: Heyne

Erscheinungsdatum: 14. November 2016

ISBN-13: 978-3453419254
Seitenzahl: 352 Seiten
Reihe: Band 1

Preis: 9,99€

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Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?
Ich liebe New Adult Romane. Ich liebe sie wirklich. Das sie sich fernab jeder Realität bewegen ist mir klar, das man dort auch immer wieder auf Stereotypen und Klischees trifft ? Kein Problem.
Doch das was M. Leighton mit dem Auftakt ihrer neuen Reihe anstellt, geht wohl über jedes Maß der Erträglichkeit. Naja, zumindest über meines.
M. Leighton hat sich nämlich so derart an der Klischeekiste bedient und ausgetobt, das die Story schon beinahe unerträglich ist und ich mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen.

Zunächst einmal haben wir da die typische Konstellation an Protagonisten.
Er: Hemi ( exotischer Name ), tätowiert von Kopf bis Fuß, äußerst attraktiv, aber ein wandelndes Mysterium mit gequälter Seele. Ein Typ der polarisiert und direkt mal klarmacht, das er an Beziehungen nicht interessiert ist, sofern sie sich auf einen Zeitraum ausdehnen, der über eine Nacht hinausgeht.
Sein Gegenstück: Sloane. Blutjung, Naiv, natürlich Jungfrau ( mit 21, denn das prüde Amerika lässt grüßen ), schwerer Schicksalsschlag, drei überbehütende Brüder plus ein Vater, alles Cops. Yeah ! Wenn das unser heldensüchtiges Frauenherz nicht höher schlagen lässt, dann weiß ich auch nicht.

Allerdings sind diese vier Objekte allesamt, na gut bis auf den jüngsten, so ätzend und unsympathisch, das es mich schon nach wenigen Seiten nicht mehr interessiert hat, ob sie vielleicht sexy und immer um das Wohlergehen ihrer Schwester besorgt sind.
Sloane ist ebenfalls genervt und deshalb fest entschlossen, sich mit endlich 21, von den Männern freizuschlagen und endlich einmal das Leben so zu genießen wie sie das möchte. Erste Handlung ist ein Tattoo, das sie selbst gezeichnet hat. So lernt sie Hemi kennen und natürlich entwickelt sich zwischen der jungen, unschuldigen Schönheit und dem Bad Boy direkt ein Knistern. Hemi macht zwar direkt klar, das er kein Interesse an einer Beziehung hat und er auf keinen Fall mehr von Sloane möchte, doch die gibt nicht auf und sieht in Hemi irgendwie eine Art persönliche Rebellion oder so. Sie fühlt sich halt zu ihm hingezogen und spürt das dies auf Gegenseitigkeit beruht, also lässt sie es nicht gutsein und geht immer weiter.

Was dann folgt ist der klassische Lauf. Sloane verliebt sich, Hemi merkt das er ebenfalls Gefühle hat, aber da sind noch jede Menge Geheimnisse die im Weg stehen und Hemi ist außerdem in eine Sache verwickelt, die direkt mit Sloanes Familie verknüpft ist.

Zum sehr vorhersehbaren, überzuckerten Plot und den eintönigen Protagonisten kamen noch einige sehr gestellte Szenen und ziemlich nervige und grausige Dialoge, die besonders in den Momenten in denen es zwischen den beiden heiß hergeht, ins Vulgäre abdriften und völlig unpassend und fehl am Platz wirken.
Extrem genervt war ich außerdem von einer völlig übertriebenen Wendung gegen Ende der Geschichte, die es halt echt nicht auch noch gebraucht hätte. 

Ich habe wirklich versucht objektiv an diesen Roman heranzugehen, der Klappentext klang gut, sprach mich an, auch wenn mich die Autorin mit früheren Werken schon nicht wirklich begeistern konnte. Aber hey, Autoren entwickeln sich mit der Zeit weiter und nicht jedes Buch ist automatisch gut oder schlecht und deshalb verdient jeder eine zweite Chance. Leider war das Buch für mich dann aber doch alles andere als ein Glücksgriff und ich werde wohl künftig vermutlich einen großen Bogen um die Werke der Autorin machen.

Für mich war "All the pretty lies: Erkenne mich" ein klischeedurchtränkter und leider nur sehr mittelmäßiger Lückenfüller, den man durchaus lesen kann, wenn man das Genre mag, den man aber nicht lesen muss. Schade, aber wahr !


Kommentare:

  1. Hey meine Liebe,

    ich habe bei dem Buch 3 Sterne vergeben, weil ich die Idee eigentlich nicht schlecht fand. Aber leider konnte mich die Autorin auch nicht für diese Geschichte vollends begeistern, sodass ich diese Reihe definitiv nicht weiterverfolgen werde -.-
    Ich kann dich also vollkommen versteen. Eigentlich schade.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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  2. Ja da geb ich Dir Recht. Eigentlich schade. Ich finde New Adult Romane mittlerweile echt wahnsinnig abgedroschen und nur noch selten machen sie mir wirklich Spaß. Ich hab hier echt versucht,das Ganze objektiv zu betrachten, aber es war einfach "too much".

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