Sonntag, 8. Januar 2017

[Rezension] Cache

- Hardcover -

Autorin: Marlene Röder
Verlag: Fischer

Erscheinungsdatum: 28. Juli 2016

ISBN-13: 978-3737340267
Seitenzahl: 256 Seiten
Reihe: nein

Preis: 14,99€

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>KLICK<
Liebe, die das Herz verbrennt.
Leyla und Max sind seit einem Jahr ein ungleiches Paar. Max, der gutaussehende Typ aus gutem Hause, und Leyla, "Mauerblümchen mit Migrationshintergrund", wie sie sich selbst charakterisiert. Dennoch scheint alles perfekt, bis der geheimnisvolle Red auftaucht. Red, der Geocacher, der sich ständig aufregende Caches ausdenkt. Red, der Romantiker, der nachts bei Gewitter im See badet. Red, der so anders ist als Max: spontan, verrückt, leidenschaftlich. Leyla verliebt sich Hals über Kopf und gegen ihren Willen in Red. Was Leyla nicht ahnt: Max, dem es so schwer fällt, seinen Gefühlen Ausdruck zu geben, liebt sie über alle Maßen, verzweifelt, mehr als sein Leben. Was Leyla ebenfalls nicht ahnt: Red ist ein Spieler, ein Jäger und ein Blender. Leyla lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, das in einer Katastrophe endet.
 
Schon vor einer ganzen Weile habe ich diesen Jugendroman von Marlene Röder gelesen und lange grübel und brüte ich nun schon über dieser Rezension, denn "Cache" hat mich wirklich sehr sehr zwiegespalten zurückgelassen und auch viele Woche nach beenden des Buches fehlen mir ein bisschen die Worte. 

Max und Leyla sind ein ungleiches Paar, doch das stört Max nicht. Für ihn ist Leyla perfekt und genau deshalb überlegt er sich eine besondere Überraschung für sie, die er ihr nach seinem Urlaub in Spanien, wo er den Sommer mit seinem Schwimmteam verbracht hat, feierlich überreichen will. Doch bevor er dazu kommt, erreicht beide eine geheimnisvolle SMS von Red, einem Geo-Cacher den Leyla vor einigen Wochen kennengelernt hat und mit dem sie ziemlich viel Zeit verbracht hat, als Max nicht da war.
Red, der ein einziges Mysterium ist, schickt beide auf eine besondere Jagd. Er hat sich einen Cache ausgedacht, der vor allem Max' Leben komplett verändern wird.

Mehr will ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht zum Inhalt verraten, denn das Buch ist mit seinen 256 Seiten nicht gerade dick und so kann ich also Spoiler nicht unbedingt ausschließen.

Stattdessen konzentriere ich mich also lieber auf die Charaktere und die Erzählweise, die ich als erstaunlich gut, aber auch unglaublich nüchtern und beinahe kalt empfand. Marlene Röder schreibt in kurzen Sätzen und wechselt mit jedem Kapitel die Zeit oder die Sicht, zunächst nur zwischen Leyla ( in der dritten Form ) und Max ( in der Ich-Form ), später kommt auch noch ein Kapitel aus Red's Sicht hinzu. Ihre Ausdrucksweise ist besonders, aber auch gewöhnungsbedürftig.

Zu den Figuren:
Leyla fühlt sich von Max unbeachtet. Sie hat das Gefühl, das er sich gar nicht richtig für sie und ihre Hobbies interessiert. In Red, der plötzlich in ihr Leben platzt, sieht sie ein Abenteuer. Er ist aufmerksam, hört ihr zu und denkt sich einen aufregenden Multi-Cache für sie aus. Während Max in den Sommerferien ist, verbringt sie so reichlich Zeit mit ihm. Nicht ohne Folgen.

Max wächst in guten, sehr geordneten Verhältnissen auf. Er ist überbehütet, fühlt sich manchmal allerdings wie im Goldenen Käfig. Seine Eltern interessieren sich nur oberflächlich für ihn und seine Kumpels haben nur das Schwimmen im Kopf. Einzig Leyla bedeutet für ihn das pure Glück und deshalb will er sie mit einem besonderen Geschenk überraschen. Doch Red funkt ihm dazwischen

Red ist ein wandelndes Mysterium. Er benutzt ausschließlich seinen Cachernamen und gibt kaum etwas von sich preis, was Leyla auf besondere Weise imponiert.
Doch seine Handlungen haben schwerwiegende Folgen, die niemand erahnen kann.

Ich fand die Thematik eigentlich ganz gut, denn es geht hier um weit mehr als nur einen Cache ! Es geht darum wie man Menschen manipulieren und sie gegeneinander ausspielen kann und auch darum, welche Folgen so etwas haben kann.
Ein guter Ansatz und eine neue Idee, zweifellos, doch in der Umsetzung hat mich das Buch einfach wenig überzeugt. Mir blieb dabei zu vieles im Dunkeln, es gab zu wenig Emotionen und das Ende hätte ich mir aufklärender und nachvollziehbarer gewünscht, deshalb vergebe ich jetzt, nach wirklich langem Überlegen:

1 Kommentar:

  1. Hey meine Liebe,

    die Grundidee finde ich ja wirklcih spannend, wobei ich nach deiner Rezi durchaus sagen muss dass es nichts für mich wäre. Schade, dass es nicht so gut umgesetzt wurde :(

    Liebe Grüße,
    Ruby

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