Donnerstag, 16. Februar 2017

[Rezension] Dying Wish


- Taschenbuch -

Autorin: Margaret McHeyzer

Erscheinungsdatum: 03. Januar 2017

ISBN-13: 978-0994646026
Seitenzahl: 400 Seiten
Reihe: nein

Preis: 17,17€
eBook: 3,72€

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I have three major loves in my life: my family, my best friend Becky, and ballet. Elijah Turner is quickly becoming the fourth. He's been around as long as I can remember. But now he's much more than just the annoying guy at school. My life was working out perfectly...until it got turned upside down.
Margaret McHeyzer hat ein unglaubliches Talent. Ein unglaubiches Talent dafür, mein Herz mit den schönsten Gefühlen zu füttern und es mir dann rigoros und grob aus der Brust zu reißen, darauf herumzutrampeln, es wieder zusammenzusetzen und mir wieder einzupflanzen.

Ernsthaft, diese Frau macht mich mit jedem ihrer Bücher fix und fertig.
Sie wählt immer ein sehr ernstes Thema, das sie in den Fokus der Geschichte stellt, und das sie dann so gekonnt verpackt, das man es nicht in all seiner Hässlichkeit sieht, sondern plötzlich einen anderen Blickwinkel auf die Dinge bekommt. Einen, in dem vielleicht Hoffnung und Freude liegen können. Herrje, ich weiß gar nicht wie ich das verständlich beschreiben soll. Nehmen wir doch einfach mal das Beispiel "UGLY", der erste Roman, den ich von ihr gelesen habe. In UGLY geht es um häusliche Gewalt, die wir durch die Erfahrungen der Protagonistin hautnah miterleben. Ganz schlimmes Thema, doch Margaret McHeyzer hat irgendwie das Talent, aus diesem Schrecklichen etwas Gutes zu machen, da sich die Protagonistin irgendwann aus ihrer Situation befreien kann und die Geschichte dann von Freude und Hoffnung und Liebe erfüllt wird.

Ich sage ja, es ist schwer zu erklären, am besten liest man einfach ihre Bücher, dann wird man mich verstehen.

Zurück aber zu Dying Wish, denn auch hier steht ein ernstes Thema im Vordergrund.
Dabei beginnt die Geschichte wie so ein typischer klischeehafter Jugendroman: Talentiertes, unschuldiges, sehr sehr zielstrebiges Mädchen, Alice, das einen ganz großen Wunsch hat, nämlich als Primaballerina die Hauptrolle des Schwanensees zu tanzen, eine unglaublich gute und innige Beziehung zu ihren Eltern hegt und ihre beste Freundin liebt, wie eine Schwester, trifft auf einen gutaussehenden Jungen mit sehr schlechtem Ruf, Elijah, der verrufen ist, jedes Mädchen flachzulegen, sich aber nur für Alice ändert und sie auf Händen trägt. Zuckersüß, les ich gerne, ist aber auf Dauer einfach nicht ertragbar, weil zu perfekt. DANN jedoch kommt ein Schnitt. Und plötzlich dreht sich die Geschichte in eine ganz ganz andere Richtung und zieht mir den Boden unter den Füßen weg. Auch wenn ich sowas in der Art durchaus habe kommen sehen, denn es war einfach alles zu gut, zu rund, zu perfekt.

Die Wende hat mich emotional wohl am Allermeisten berührt, dummerweise kann ich hier nicht darauf eingehen, weil das ohne Spoiler nicht machbar ist.
Sie nimmt jedenfalls sehr aufwühlende Züge an und ich war fest davon überzeugt, das da nun nicht mehr viel kommen kann. Mein eBook-Reader hat da aber was ganz anderes gesagt, denn ich war zu dem Zeitpunkt erst bei knapp über 50 %. Ein Zeichen dafür, wie komplex ihre Geschichten immer sind.

Tatsächlich hat mich die Autorin dann mit einem 2. Part überrascht, in dem die Geschichte sich noch einmal dreht und mich am Ende halbwegs glücklich und zufrieden zurücklässt, sofern man das nach all dem Kummer überhaupt so sagen kann und obwohl es gerade im zweiten Teil ein paar Dinge gab die mir zu konstruiert wirkten.

Aber das ist egal, denn Margaret McHeyzer hat mich trotz aller zuckersüßen und bitteren Vorhersehbarkeiten mal wieder voll und ganz überzeugt und ich hab sicher ne ganze Packung Taschentücher verbraucht.

Ich kann es kaum erwarten, mehr von ihr zu lesen.


1 Kommentar:

  1. Hey Ina,

    das klingt anch einem vielversprechenden Buch, welches ich wohl aber nicht lesen werde. Denn so gut ich es auch finde, dass solche Themen in Büchern angesprochen werden muss ich immer extrem mitfühlen. Und das macht ein Buch umso besser, aber mich dafür umso gefühlsduseliger :D

    Liebe Grüße,
    Ruby

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