Freitag, 3. März 2017

[Rezension] Überlieben in 10 Schritten

- Gebunden -

Autorin: Rachel McIntyre
Übersetzt von Jessika Komina & Sandra Knuffinke
Verlag: Magellan

Erscheinungsdatum: 18. Januar 2017
Originaltitel: The Number One Rule for Girls

ISBN-13: 978-3734850141
Seitenzahl: 304 Seiten
Reihe: nein

Preis: 17,00€

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„Er beugte sich vor und ich beugte mich vor und dann BÄM! Nur wir zwei und die dunkle Nacht und wir küssten uns und waren uns ausnahmsweise mal einig. Es fühlte sich absolut richtig an – mein ganzer Körper kribbelte, so richtig war es.“
 
Daisy könnte nicht glücklicher sein! Toby, der begehrteste Typ am College hat sich ausgerechnet sie ausgesucht – Wolke sieben lässt grüßen! Und er ist ja auch zu süß: Ständig fragt er nach Selfies (sogar mit Oma), schickt ihr Blumen (riesige) und taucht aus dem Nichts auf, um sie zu überraschen. Wobei, irgendwie übertreibt er vielleicht doch ein bisschen …
Die erste Trennung schmerzt wohl am meisten. Diese Erfahrung muss Daisy machen, als ihr ihre große Liebe Matt eröffnet, das er mit seiner Mutter nach Spanien zieht. Obwohl es Daisy ist, die sich deshalb von ihm trennt, sitzt der Schmerz tief, aber Daisy wäre nicht Daisy, wenn sie nicht einen Plan hätte, um nach vorne zu blicken und Matt zu vergessen.
Sie stürzt sich ins Collegeleben und erlebt prompt die ersten Bauchlandungen, doch dann taucht da plötzlich Toby auf.
Der unfassbar schöne, großartige, wundervolle Toby und Daisy verknallt sich Hals über Kopf. Oder ?
So ganz sicher ist sie sich nicht, denn auch wenn Toby sie auf Händen trägt, ihr dauernd sagt wie schön sie ist und sie umgarnt, so hat er doch auch eine andere Seite, die Daisy, zu Recht, gar nicht in den Kram passt...

Nachdem mir das Buch bereits in der Verlagsvorschau durch sein extrem knalliges Cover, aber auch ganz besonders durch den ansprechenden Klappentext aufgefallen ist, war ich sehr gespannt auf Daisy's Geschichte und vor allem auf den Stil der Autorin, denn ihr Debütroman "Sternschnuppenstunden" hat von allen Seiten viel und großes Lob kassiert.

Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch, konnten aber nur bedingt erfüllt werden. Denn so sehr ich Daisys Geschichte auch mögen wollte, gab es einige Handlungen und Wendungen die mich nicht überzeugen konnten.

Zunächst einmal muss ich jedoch loben, nämlich den großartigen Stil, der vor Originalität nur so sprüht. Rachel McIntyre weiß mit Worten zu jonglieren und haut mir als Leserin unglaublich amüsante Phrasen und witzige Ausdrücke um die Ohren, die mich immer wieder zum Lachen brachten.
Dieser Stil spiegelt Daisy absolut wider, denn sie ist eine quirlige und irgendwie manchmal etwas schräge Protagonistin, die man eigentlich einfach nur gern haben kann.
Sie liebt ihre Familie, kümmert sich immer rührend um ihren kleinen Bruder, wenn die Eltern mit ihrer Arbeit für "Something Borrowed", ihrer eigenen Hochzeitsplaneragentur beschäftigt sind, in der Daisy sie tatkräftig unterstützt. Außerdem hat sie eine Schwäche für die selbstgenähten Vintage-Klamotten ihrer Mutter und die Torten ihres Vaters.

Der Plot erzählt aus dem Alltag der 17-jährigen. Sie erlebt den ersten heftigen Liebeskummer, Streit mit ihren besten Freundinnen, muss sich an einer neuen Schule zurechtfinden, sie schließt neue Freundschaften und verliebt sich.
Als Leser erlebt man so EIGENTLICH eine absolute Berg- und Talfahrt an Emotionen und Gefühlen. Eigentlich deshalb, weil mich die Story nicht so mitgenommen hat, wie ich mir das erhoffte. Die Autorin hat es irgendwie nicht geschafft die Emotionen so zu transportieren, das ich sie Daisy abnehmen kann.
Alles bleibt immer sehr oberflächlich, das fand ich sehr schade, denn so konnte das Buch bei mir letztendlich nicht richtig punkten.

Als Toby, den man zunächst als echten Charmeur erlebt, sein anderes Gesicht zeigt, das Daisy immer wieder ins Grübeln bringt, da dachte ich: Jetzt kommt der erhoffte Tiefgang ins Spiel. Jetzt nimmt sich die Autorin einem Thema an, das der Geschichte noch etwas Interessantes verleiht, das zum Nachdenken anregt oder bei dem es um eine Thematik geht, über die man vielleicht nicht so gerne spricht. Aber: Pustekuchen ! Auch hier wird alles nur sehr oberflächlich und wesentlich weniger dramatisch angeschnitten, als ich vermutete.

Leider führen diese letzten beiden Punkte und das etwas seltsame und irgendwie abrupte Ende dazu, das ich das Buch eher mittelmäßig bewerten muss. Die Idee war wirklich süß, es war eine nette Geschichte, die mich einerseits gut unterhalten konnte, aber die mir andererseits leider nicht auf ewig in Erinnerung bleiben wird.

1 Kommentar:

  1. Heijeijei! Da bin ich jetzt doch ein bisschen froh, dass ich mir dieses Buch nicht gekauft habe.

    LG

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