Samstag, 29. Juli 2017

If one more light goes out....über Depressionen, Chester Bennington und meine persönlichen Dämonen

Quelle: phoenixnewtimes.com

Über eine Woche ist es nun schon her, seit mich die schockierende Nachricht ereilte, das sich Chester Bennington, der Sänger einer meiner ultimativen Lieblingsbands, LINKIN PARK, das Leben genommen hat.

Seit diesem Moment und den nachfolgenden Tagen, in dem es immer wieder neue Berichte und viele, weltweit, richtig hässliche Kommentare dazu gab, überlege ich diesen Beitrag zu schreiben.

Einen Beitrag, den man von mir so vielleicht nicht kennt und auch nicht erwarten würde. Ich habe mit mir gehadert, denn es wird im Folgenden sehr persönlich und ich frage mich: Wie persönlich darf es eigentlich sein ?

Ich habe mich mit meinen engsten Bloggermädels besprochen und ihnen diese Frage gestellt und fühle mich nun, gerade auch durch ihre Ermutigung, bestärkt und bereit, meine Gefühle, meine Gedanken, hier frei und ungefiltert rauszuhauen.

Vorab möchte ich noch sagen, das es mir mit diesem Post nicht um Mitleid geht.
Es gibt nichts was ich schlimmer finden würde, als genau dieses zu bekommen. Ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben und komme klar. Trotz Depression und dunkler Momente, habe ich das Glück Menschen um mich zu haben, die mich so lieben und schätzen wie ich bin und die glücklichen Momente überwiegen mittlerweile die Schlechten ! 
Aber es gibt Menschen, die dieses Glück nicht haben und deshalb ist es mir so wichtig über dieses Thema zu schreiben und vielleicht auch ein wenig zu sensibilisieren.





CHESTER BENNINGTON war mein Freund ! 

Natürlich kannten wir uns nicht persönlich, aber er gab mir so VIEL ! Er war an meiner Seite, als es mir am Schlechtesten ging, tröstete mich mit seinen Worten und Lyrics, er gab mir Hoffnung und Mut und Kraft. Er war Teil meines Heilungsprozesses und ist Teil meiner dunkelsten Stunden.

Doch das ist längst nicht alles. Chester Bennington und ich teilten auch sehr ähnliche Dämonen. Erlebnisse die kein Mensch machen sollte und mit denen es unendlich schwer ist, zu leben. Dinge, über die Menschen nur dann bereit sind, hinter vorgehaltener Hand und ganz leise zu sprechen, solange es sie nicht selbst oder aber nur ganz entfernt betrifft.

DEPRESSIONEN und SEXUELLER MISSBRAUCH sollen und DÜRFEN aber KEINE Tabuthemen sein und bleiben !

Während Chester Bennington seine Dämonen im Lauf seines Lebens mit Alkohol und Drogen in Schach hielt, war es bei mir unter anderem das Ritzen. Ich fügte mir selbst Schmerzen zu, wenn die Gedanken und die Gefühle, die mich auch heute immer noch von einem Moment auf den Nächsten überrennen, zu viel für mich wurden.

Seit etwa meinem 15. Lebensjahr leide ich unter Depressionen, erkannt habe ich dies allerdings erst sehr viel später. Ich bin in NACH AUßEN in sehr "wohlbehüteten Verhältnissen" aufgewachsen, doch mein Martyrium began im Kleinen mit etwa 8 Jahren und ab da summierte sich ALLES:

Mobbing durch die erwachsenen Nachbarskinder, Vergewaltigung im Kindesalter, "Bodyshaming" mein Leben lang, das Gefühl nicht gut genug zu sein: mein Leben lang, tiefe Verluste mit circa 14, mit 17, mit 31, sexuelle Belästigung mit 18.
Die Offenbarung, das mein Vater nicht mein Erzeuger ist: mit 19; eine kaltherzige Mutter, die mir nur selten das Gefühl vermittelte, geliebt zu werden, sondern für die immer das Materielle und das Ansehen an erster Stelle stand und die es auch heute noch lieber vorzieht nicht mit mir zu sprechen und mich zu blockieren, statt endlich auch einmal den ersten Schritt zu tun und auf MICH zuzugehen.

In meiner Familie spricht man nicht über Gefühle ! Man sitzt Probleme lieber aus, wartet das sie sich verflüchtigen und nimmt in Kauf, das sich der eine vom anderen abwendet. Und "Müllers" heulen nicht, hat meine Mutter irgendwann einmal zu mir gesagt; so hab ichs gehalten. Meine Probleme mit mir selbst ausgemacht, GESCHWIEGEN, jahrelang.

Erst vor 6 Jahren began ich umzudenken. Ich erkannte, das es Menschen gibt, denen WIRKLICH etwas an mir liegt, die mich, trotz all meiner Probleme akzeptieren und gern haben.  Die mich BRAUCHEN und denen ich wichtig bin ! Die mich LIEBEN, mit all meinen Ecken und Kanten !
Zwar muss ich auch nach wie vor ganz allein mit meinen Dämonen und Ängsten klarkommen, das Erlebte verarbeiten, doch ich bin dabei nicht allein.
Vor 4 Jahren habe ich mich in eine Psychosomatische Klinik eingewiesen, der Aufenthalt tat mir gut und auch wenn ich durch die Therapie all mein Erlebtes gerade einmal angekratzt habe, so habe ich doch Werkzeuge an die Hand bekommen, die dafür sorgen, das ich einigermaßen klarkomme.

Ich bin innerlich zerbrochen, aber ich habe mich immer wieder aufgerichtet. Doch es kostet Kraft, sehr viel Kraft, die manche Menschen, egal wie viel Ruhm, Reichtum und Popularität ihnen widerfährt, irgendwann nicht mehr aufbringen können. Sie werden mit den Geistern der Vergangenheit einfach nicht fertig.

So wird es auch bei Chester Bennington gewesen sein und es schmerzt mich sehr, das ihm die Musik letzten Endes nicht mehr helfen konnte und er den letzten Ausweg aus seinem inneren Teufelskreis wählte und Suizid beging.



Umso wichtiger finde ich es nun, an Euch alle zu appellieren: SUCHT EUCH HILFE, wenn ihr Probleme habt !!! Bitte scheut nicht davor zurück, Euch jemandem anzuvertrauen. Ich weiß es ist schwer und ich weiß, das es auch trotz Hilfe ein langer langer Kampf ist, der vermutlich nie enden wird, doch es wird EINFACHER, wenn man seine Dämonen nicht mehr alleine bekämpft und wenn man lernt, wie man sich aus seinen Panikattacken und seinen dunklen und düsteren Gedanken lösen und diese wieder wegsperren kann, wenn sie ausbrechen !!! 

SPRECHT DARÜBER !!! IHR SEID NICHT ALLEIN !

Wenn ihr von solchen Dingen nicht betroffen seid, dann seid bitte trotzdem offen für Menschen mit Problemen. Urteilt nicht vorschnell über Menschen; denkt daran, das jeder eine Geschichte hat, die erklärt warum er so ist, wie er ist. Achtet auf die Mimik und die Zeichen, wenn Euch jemand sagt das es ihm GUT geht. Versucht, die Menschen nicht zu verurteilen, sondern habt ein offenes Ohr, bietet Eure Hilfe an, seid nett zueinander und lasst Euch vom Hass dieser Welt nicht beeinflussen.

Ich bin nicht besonders gut mit Worten, aber ich denke, es kommt an, was ich versuche Euch zu sagen !!! Falls nicht, dann hab ich hier noch ein Statement für Euch, das mir aus der Seele spricht. Es stammt von Michael Sweet, dem Frontmann der White Metal Band STRYPER und was er sagt, kann ich nur zu 100% unterschreiben.

Quelle: Michael Sweet - STATEMENT


NOTFALL-SEELSORGE
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Für Kinder und Jugendliche
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Persönliche Nachrichten gerne an: inaslittlebakery@yahoo.de

Kommentare:

  1. Wow! Das war ein Seelenstriptease der wirklich ans Herz geht und wahre Worte widerspiegelt !

    Hut ab für deinen Mut. Ich weiß selbst wie es ist depressiv zu sein.

    Ich wünsche dir alles gute <3

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    1. Danke für deine lieben Worte.
      Dir auch alles Gute 😘

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  2. Hallo mein Schuckel,
    ich bin sehr stolz auf dich, dass du dich deinen Dämonen stellst und sie mit uns teilst. Vielleicht schaffen wir es gemeinsam das sie kleiner werden :)

    Ich finde nach wie vor, das du es richtig machst indem du es ansprichst und darüber sprichst.
    Für DICH und für viele ANDERE die betroffen sind.
    Somit hast du ganz klar signalisiert, das du ein Mensch bist der genau die Kriterien an du appellierst, selbst besitzt.

    Wahnsinnig stolz macht mich, das ich mich deine Freundin nennen darf und nicht nur ich für dich sondern auch immer du für mich ein offenes Ohr hast - auch wenn meine Probleme im Vergleich hierzu Mäusefürzchen sind :)

    Ich freu mich so unglaublich wenn wir uns im Oktober endlich wieder sehen!
    Hab dich lieb, vergiss das nie-
    fetten Knutsch
    Nicole

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    1. Danke mein Herz, das macht mich grade sehr sehr glücklich und ich bin so dankbar dafür das du Teil meines Lebens bist und wir uns getroffen haben.

      Hab dich auch lieb. Mehr kann ich grad nicht schreiben,der Kloß im Hals blockiert den Kopf. Aber es ist ein schönes Gefühl 😘

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  3. Respekt Ina für diesen Artikel.
    Für manche läuft das Leben scheiße und die müssen mit inneren Dämonen kämpfen.
    Den Satz "Den Selbstmord hat er sich so ausgesucht" kann selbst ich als Nicht Betroffene nicht mehr lesen oder hören.
    Man weiß nicht, was er genau für Probleme hatte, aber man hört einiges in den Songs. Damit ist die Band bekannt geworden.
    Und wenn ein Mensch diesen Schritt geht, dann müssen die Stimmen der Dämonen schon sehr stark gewesen sein. Es ist und bleibt eine Krankheit!
    Fühl dich gedrückt
    Deine Julia

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    1. Danke meine Liebe,

      Ja diese Kommentare haben mich auch absolut angekotzt. Ich finde es unmöglich zu sagen, jemand sei feige wenn er diesen Weg geht und vielleicht, wie Chester, noch Menschen zurücklässt, die ihn lieben. Das er sich selbst aber vielleicht als große Belastung für seine Familie empfand, statt als Bereicherung kann ein gesunder Mensch nur schwer nachvollziehen. Fakt ist, das seine Dämonen stärker waren und das macht mich unendlich traurig und ich wünsche mir das endlich mehr Leute verstehen, was du schon gesaht hast: Es ist eine Krankheit.
      Drück zurück.

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  4. Hallo meine Liebe,

    Ich kann mich Nicole da nur anschließen. Ich bin auch sehr stolz auf dich. Es gehört sehr viel Mut dazu sich seinen inneren Dämonen zu stellen und diese auch nach außen zu tragen und zu bekämpfen.

    Du gehst deinen Weg und machst es auch richtig so. Ich freue mich, dass wir uns kennengelernt haben und ich dich auf diesen Weg einen Stück begleiten darf. Ich werde immer da sein, wenn du mich brauchst.

    Drück ganz doll!
    Deine Caro


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    1. Ach was wäre ich nur ohne Euch. Vielen Dank mein Hase, für deinen Kommentar und deine Ermunterung im Vorfeld. Ich bin sehr froh,das du meine Freundin bist. 😘

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  5. Liebe Ina, das ist ein sehr guter Artikel- da ich selber gerade mitten drin in Depression und Angst stecke, um so mehr. Ich stehe zwar dazu und mache da keinen Heel daraus, dennoch gibt es Zeiten in denen ich gern den Kopf in den Sand stecke und mich nur mit mir beschäftigen will und muss- und die Umwelt ausblende.
    Meine wichtigste Lektion bisher: "es" ist und bleibt ein Teil von mir, mal präsenter mal versteckter. Und in den Präsenzphasen ist es eben wie es ist und es dauert so lang es eben dauert. Ich habe gelernt mehr (fast ausschließlich) auf mein Gefühl zu achten, was Situationen und Menschen angeht. Und du hast Recht, allein ist es fast unmöglich den Weg zu gehen, ich bin äußerst dankbar für meine Familie und auch meine Therapeuten!

    Drück dich!

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  6. Danke meine Liebe,

    Ich weiß genau wie du dich fühlst und schick dir einen Drücker aus der Ferne. Ich hoffe sehr das es dir bald wieder etwas besser geht und wir uns mal wieder sehen. Ja, das Wissen wie man mit diesem Mist umgeht ist natürlich wichtig und erleichtert es einem ein kleines bisschen, weil man dadurch bereiter ist, es hinzunehmen. :-/

    Gut das wir beide ein Umfeld haben, das uns zu nehmen weiß, auch das macht es erträglicher.

    Ich drück dich und wünsch dir viele positive Momente.

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  7. Brigitte Thürnau29. Juli 2017 um 12:42

    Ina ich bin so stolz auf dich :)
    Ich gehe ja nun schon eine weile mit dir durchs Leben und habe auch ein paar dunkle stunden mit dir geteilt.
    Diesen Artikel von dir zu lesen macht mich auch ein bißchen sprachlos das du dich das traust hätte vor ein paar jahren noch niemand gedacht. Ich bin froh das du auch ein Teil in meinem Leben bist und möchte dich nicht missen. Du weißt ich bin immer für dich da. Sei du jetzt auch stolz auf dich das dein weg dich hierher gebracht hat.
    Fühl dich fest gedrückt

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    1. Biggi 💜

      Danke für alles. Mehr brauch ich dazu wohl nicht sagen, wir verstehen uns ja blind. Aber ich Danke dir, das du so eine tolle Freundin bist auf die ich immer bauen kann. Du hast, wie ich, gesehen wie viele Freunde ich durch diesen ganzen Kram hinter mir gelassen und wer mich allein gelassen hat, aber DU warst immer für mich da und du weißt ja das das andersrum genau so ist ;)

      Haha, ja, wer hätte das vor ein paar Jahren mal gedacht, das ich mich so etwas zu schreiben traue. Verrückt.

      Drück dich.

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  8. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  9. Liebe Ina,

    eigentlich gibt es keine Worte, um diesen Post zu kommentieren, aber es ist einfach ein Beitrag, der nicht unkommentiert bleiben darf.

    Deswegen möchte ich dir sagen, dass ich es sehr mutig finde, wie offen du über deine Vergangenheit sprichst. Du hast einfach recht: diese Themen sollten nicht tabuisiert werden, sie sind einfach zu wichtig und ein offener Umgang damit könnte Leben retten - wortwörtlich.

    Ich selber habe auch Erfahrungen mit SVV (nach einer schweren Trennung) und einer meiner Lieblingsmenschen hat mit Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen. Ich kann also sehr gut nachvollziehen, wie schwer es ist, sich wieder zu berappeln und ein möglichst normales Leben zu leben.

    Ich wünsche dir alle Kraft, Unterstützung und Liebe der Welt!

    Liebe Grüße
    Sas

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    1. Danke liebe Sas,

      Gerade von Menschen die so etwas selbst schon durch haben oder in irgendeiner Form betroffen sind, bedeuten solche Worte noch einmal besonders viel. Ich danke dir dafür.

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  10. Wow, deine Worte haben mich tief berührt. Es ist so unglaublich, wie viele Menschen nach außen hin ein bestimmtes "Bild" abgeben und deshalb geglaubt wird, alles sei okay ... aber in Wahrheit sieht es ganz anders aus. Es gibt da auch so ein Zitat, das ich wunderschön finde. Da heißt es: Sei immer freundlich zu deinen Mitmenschen, die tragen stille Kämpfe aus, von denen du nichts bemerkst. Und deshalb finde ich es wichtig, dass man nie über Themen/Dinge/Menschen urteilt, die man nicht kennt. Ich habe den größten Respekt vor deinem Post, er macht dich für mich als die liebenswerte Bloggerin, die ich bereits kennenlernen durfte, zu einem noch stärkeren und sympathischeren Menschen. Keine Worte der Welt können aufwiegen, was du für ein schweres Los in deinem Leben gezogen hast, aber ich bewundere deine Einstellung, die Hoffnung niemals aufzugeben. Starke Worte, von einem starken Mädchen! <3

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    1. Liebe Tanja,

      DANKE. Danke, danke. Deine Worte haben mich so sehr berührt, ich hab selbst gar keine mehr. Ich hab deinen Kommentar gestern während meiner Pause gelesen und war froh das außer mir niemand im Pausenraum war, denn er hat mich so berührt das mir ein paar Tränchen kamen.

      Dieses Zitat trifft hundertprozentig zu. Ich denke der Mensch ist dazu bestimmt immer erst einmal vorschnell zu urteilen. Es steckt in unserer Natur, aber man kann das tatsächlich abstellen. Seit meiner Therapie frage ich mich ganz oft welches Schicksal wohl hinter einzelnen Gesichtern und Menschen steckt. Da hat mich die Therapie sehr für sensibilisiert.
      Ich hoffe und wünsche mir das es mehr Menschen gibt bei denen es funktioniert und die statt zu urteilen auch einfach einmal hinterfragen.

      Liebe Grüße Ina

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  11. Wow... Ich... Mir fehlen die Worte... Ich wollte jetzt auch nicht wieder kommentarlos gehen.

    Fühl dich einfach ganz doll gedrückt!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi
    www.angeltearz-liest.de

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    1. Danke liebe Steffi.

      Deine Blogparade war ein Teil meiner Ermutigung, denn du ermunterst zu zeigen, das hinter jedem Blog auch ein Mensch mit ureigenen Schicksalen und Problemen steckt. Das sollten wir alle niemals vergessen. Danke dafür. Und fürs Drücken.

      Liebe Grüße Ina

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  12. Hut ab vor deinem Mut und dass du dein Inneres hier nach Außen kehrst!
    Ich bin ebenfalls Linkin Park Fan, aber durch den Tod meiner Mutter am genau denselben Tag, ist Chesters natürlich in den Hintergrund gerückt. Ich habe einige sehr schwere Tage hinter mir und finde es toll, dass viele Menschen Chesters Tod als Anlass nehmen und das Thema Depression diskutieren und versuchen Hilfe anzubieten. Auch bei uns in Österreich hat ein Radio-Moderator aufgerufen besonders aufmerksam zu sein und Menschen zu helfen, die diese Hilfe dringend benötigen.
    So...ich tu mir etwas schwer meine eigenen Emotionen hier niederzuschreiben, aber ich bewundere deinen Mut und lass dich wissen, dass du hier jede Menge Unterstützer und Freunde hast!
    Liebe Grüße
    Martina
    http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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    1. Vielen Dank Martina, für deine lieben Worte.

      Das mit deiner Mama tut mir sehr sehr leid. Ich wünsche dir ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit. :(

      Liebe Grüße Ina

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  13. Ina... Danke! Einfach nur Danke! Deine Worte sind so roh. So fesselnd und so wahr. Dieses Loch kenne ich gerade nur zu gut. Und darüber zu schreiben ist so schwer. Das zeigt daher größe! Danke!

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    1. Ach liebe Anna, DANKE. Besonders von dir tun die Worte richtig gut, denn du hast grad selbst ein so hartes Los gezogen, für das es gar keine Worte gibt und das ich als tausendfach schlimmer empfinde als all meine Probleme. Die sind zwar nicht wegzukriegen, aber im Vergleich zu dir und deiner Kraft komme ich mir da winzig klein vor :(

      Ich drücke jeden Tag ganz fest die Daumen,das sich bei euch alles zum Guten wendet und glaube ganz fest daran.

      Drück dich.

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  14. Was für ein mutiger, persönlicher und bewegender Post. Ich kommentiere nur selten, ich denke, dass weiß man unter Bloggern, hier möchte ich dir aber meinen größten Respekt aussprechen !!!!

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    1. Danke Nicole,das weiß ich sehr zu schätzen und freue mich umso mehr über deine lieben Worte.

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  15. Hallo Ina,

    vielen Dank für diesen sehr emotionalen, persönlichen und mutigen Post. Ich finde es toll, dass du dich getraut hast. Deine Worten haben mich wirklich sehr berührt. Ich kenne selbst Menschen - sogar einige - die unter Depressionen leiden oder gelitten haben, die sich geritzt haben und zu Drogen gegriffen haben. Ich selbst gehöre nicht dazu, weiß aber dadurch, wie schlimm es für die Betroffenen und manchmal auch ihren Angehörigen ist.

    Fühl dich ganz doll gedrückt und bleib so, wie du bist. Du bist ein toller Mensch und genau so richtig! Sei du selbst und sei stolz auf dich.

    Liebe Grüße
    Charleen

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    1. Danke Charleen. Am Schritt auf mich selbst stolz zu sein arbeite ich noch :(

      ABER es wird. Danke für deine lieben Worte.

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  16. Liebe Ina,

    großen Respekt für deine offenen und ehrlichen Worte, bei denen mir nun einfach die richtigen Worte fehlen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen psychische Krankheiten oft nicht als Krankheit akzeptieren können, weil sie einfach nicht so offensichtlich sind, wie z.B. ein gebrochener Arm. Und gerade das ist es ja, was meiner Meinung nach diese Krankheit so heimtückisch macht.

    Als Angehörige eines Betroffenen leide auch ich immer wieder mit, und ich kann mir kaum vorstellen, wie schwer es für denjenigen selbst immer wieder ist.

    Ich wünsche mir, dass über dieses Tabuthema einfach mehr gesprochen wird und die Betroffenen nicht mit einem Stigma versehen werden, was sie nur noch mehr leiden lässt.

    Und ich wünsche dir, dass du immer an dich und deine Stärken glaubst und dir immer der Liebe und Hilfsbereitschaft deiner Familie und Freunde bewusst bist.

    Fühl dich ganz fest umarmt und bleib, so wie du bist.

    Alles Liebe,
    Janine

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    1. Danke liebe Janine

      Ja tatsächlich ist es ein riesiges Problem das die Leute Krankheiten so schwer anerkennen, die sie nicht sehen. Man urteilt viel zu schnell und tut die Aussagr, das man an Depressionen leidet zu oft ab.

      Doch es tut sich ja was. In dem man darüber spricht, auch offen spricht, sensibilisiert man zumindest sein direktes Umfeld. Meistens jedenfalls, ein paar Hartnäckige Menschen gibt es ja immer. :(

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  17. Huhu,
    ich habe selbst depressive Episoden. Mein Problem ist, dass ich Angst habe an meiner Vergangenheit zu arbeiten. Was passiert, wenn das Loch in das ich falle zu groß wird? Ich finde es immer wieder erschreckend, wie hässlich wir Menschen zueinander sein können. Die Lieblosigkeit meiner Mutter und die Gewalt und der Alkoholkonsum meines Vaters belasten mich oft immer noch.
    Lass dich mal drücken. Dein Beitrag war so toll, dass ich dich jetzt noch viel lieber mag ♥
    GLG

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    1. Liebe Mel,

      Erst einmal danke für das noch viel lieber mögen. Ich würde dir gerne Mut machen. Ich kann deine Ängste total gut verstehen, aber wenn du dir Hilfe suchst, dann fängt man dich auf, wenn dieses schwarze Loch kommt. Es ist natürlich hart sich seinen Problemen zu stellen, davor darf man deshalb auch ruhih Angst haben. Man soll schließlich sein Inneres nach außen kehren, so die Therapeuten. Und das ist megaschwer. Ich war während meiner Therapie zweimal kurz davor abzubrechen, aber da haben mir dann Gespräche geholfen und heutw gehts mir sehr viel besser.

      Ich wünsche dir von Herzen, das du irgendwann vielleicht doch den Mut findest. Du bist eine tolle Frau, die es verdient hat, das sich die dunklen Wolken verziehen. Ich drück dich.
      Ina

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  18. Liebe Ina,

    ich drück dich mal für deinen Mut, hier offen und ehrlich alles herauszulassen.

    Es ist erschreckend, was so vielen passiert ist und wie viele mit den Dämonen der Vergangenheit kämpfen. Mich hat der Tod von Chester sehr geschockt und die Reaktionen teilweise noch viel mehr. Wenn die Seele blutet, merkt es niemand, denn man sieht es nicht. Ich bewundere jeden, der es schafft, sich zu öffnen.

    Ganz liebe Grüße

    Silke

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    1. Liebe Silke,

      Vielen Dank. Ja, tatsächlich ist das ein echt langer Prozess bis man an einen Punkt kommt, an dem man offen mit diesen Dingen umgehen kann. Vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht das ich mich so etwas jemals trauen würde.

      Ich hoffe und wünsche mir sehr, das ich vielleicht einigen Betroffenen Mut machen konnte, sich ebenfalls ein Stück weit zu öffnen.

      Was Chester angeht: es ist immer noch unglaublich für mich. Wenn ich jetzt eine Linkin Park Scheibe einlege,dann ist die Tatsache das er nicht mehr lebt irgendwie total unwirklich :(

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  19. Jetzt habe ich es doch gelesen. Oder zumindest überflogen.

    Und ich möchte auch nicht viel sagen. Nur so viel: Ich bin stolz auf Dich. Und sehr froh, dass Du immer noch "da" bist.

    Sei umarmt und gehalten.

    Jess

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  20. Liebe Ina, Respekt dafür, dass du deine Dämonen und deine Vergangenheit offen teilst in soclhen Zeiten, und andere aufwecks und zu zeigst, hey, wenn es euch kacke geht, ihr seit nicht alleine und holt euch Hilfe! Was du durchgemacht hast kann ich natürlich nicht im Ansatz nachvollziehen, habe aber eine beste Freundin, die ähnliches hinter sich hat und sich Hilfe zu holen war das Beste, was sie hatte machen können. Und das beste was Außenstehende machen können, zumindest in den mir bekannten Fällen - zu Hören, signalisieren das man für einen da ist und immer ein offenes Ohr hat und nicht mit sprüchen wie "reiß idhc mal zusammen" oder ähnlichem kommt, nur weil man nicht weiß, wie sich das anfühlt. Zwar hat es mich nicht so schlimm getroffen, aber auch ich habe in letzter Zeit einfach zu viel bei allem was familiär und beruflich so abgeht und merke, wie ich immer mehr Schwierigkeiten habe fröhlich zu sein und zu funktionieren. Ein Thema also, dass so viele betrifft und die die es nicht betrifft müssen dafür Sensibilisiert werden. Vielen Dank und Hut ab, dass du dich geöffnet hast! lg Franzi

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  21. Liebe Ina,

    ja, dass du stark bist, habe ich schon lange gewusst. Alle Redbugx! Irgendwie wird jetzt auch klar, warum wir dich so cool finden, denn wie du dir sicher denken kannst, haben wir auch schon in einige dunkle Abgründe gesehen und wissen, wie fies das Leben einen herausfordern kann.
    Für mich, als jemand, der selbst nicht im entferntesten depressiv ist, aber mit Jemanden lebt, der extrem gefährdet und depressiv ist, finde ich es so wichtig und gut, dass ihr/du sprichst! Sogar öffentlich. Denn wie du selber sagst, wird oft nicht darüber geredet. Krank sein, ist offenbar okay, aber seelisch krank sein gilt immer noch als Makel. Darüber spricht man nicht. Bullshit! Wir müssen - alle - darüber reden, euch/ allen helfen, zuhören, lernen, euch halten, Kraft geben. Fühl dich gedrückt. Von mir - und den Redbugx!
    xoxo Katrin

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  22. Hey Ina,
    der Tod hat dafür gesorgt, dass viele darüber berichten und das finde ich gut. Es zeigt, dass es keine Seltenheit ist und vor allem, dass man sich nicht dafür schämen muss. Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus, habe aber das Gefühl, dass viele sich davor schämen. Du hilfst diesen Menschen und machst ihnen Mut.
    Mich hat der Beitrag sehr berührt, gerade weil ich dich ja auch persönlich kenne. Ich finde es so mutig von dir und zeigt wie stark du bist! Mich freut es sehr, dass du einen Weg gefunden hast und Leute um dich hast die dich lieben und dir helfen!
    Fühl dich gedrückt!
    Ganz liebe Grüße
    Lena

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  23. Liebe Ina,

    wow, ich kann mich den anderen nur anschließen. Ich hatte deinen Beitrag schon nachdem du ihn veröffentlicht hast gelesen, aber hatte vergessen, auch zu kommentieren.

    Es ist wirklich ein sehr berührender Text geworden, der zeigt, dass man um Himmels willen niemals über die Menschen urteilen sollten, wenn man sie nicht kennt. Denn man weiß nicht, welchen inneren Kampf sie ertragen müssen, welcher Schmertz und welche Ängste in einem verborgen sind. Darum möchte ich dir sagen, dass du mit diesem Beitrag meinen höchsten Respekt verdient hast.

    Ich selber kann natürlich als Außenstehender absolut nicht nachempfinden, wie schwer dein Weg war, den du durchmachen musstest. Aber es zeigt, dass du unglaublich viel Kraft hast und auch Menschen, die mit dir gemeinsam die Dämonen nach und nach besiegen.

    Auch wenn ich selber nicht unter Depressionen leide, kann ich mittlerweile ganz gut verstehen, was das mit einem Menschen ausmacht. Ich habe ein Jahr in einer Tagesgruppe gearbeitet, teilstationäre Jugendhilfe, und das was die Kinder da teilweise mit sich herumtragen, hat mich nicht nur einmal schockiert. Umso dankbarer bin ich, dass es Menschen da draußen gibt, die einem helfen, die auch dir geholfen haben. Und das finde ich beachtlich.

    Danke für deinen Mut, dass du hier so öffentlich über dieses Thema schreibt.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Liebe Grüße,
    Caterina

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