Dienstag, 19. Dezember 2017

[Rezension] Café Morelli

- Gebunden -
Autor: Giancarlo Gemin
Übersetzt von Gabriele Haefs
Verlag: Königskinder

Erscheinungsdatum:
Originaltitel: Sweet Pizza

ISBN-13: 978-3551560438
Seitenzahl: 272 Seiten
Reihe: nein

Preis: 16,99€
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Als der vierzehnjährige Joe erfährt, dass das Café seines geliebten nonno geschlossen werden soll, ist er entsetzt! Und schwört sich, alles zu tun, damit das nicht passiert. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die glorreichen Zeiten des "Morelli" scheinen vorüber. Zum Glück aber hat Joe nicht nur den italienischen Dickkopf seines Großvaters geerbt, sondern in seiner Cousine Mimi auch eine raffinierte Köchin, die mit ihren großartigen Gerichten die gesamte Straße in Verzückung versetzt. So weht durch das kleine walisische Viertel bald schon ein Hauch Dolce Vita. Und Joe muss feststellen: Familie, Freunde und die beste Pasta der Welt – manchmal braucht es einfach nur die richtigen Zutaten.
Das Café Morelli im kleinen walisischen Örtchen Bryn Mawr, hat seine besten Tage schon lange hinter sich. Großvater Morelli und seine Tochter haben das längst erkannt, doch Joe hält am Café fest, schließlich wird es einmal sein Erbe sein. Als Nonno ins Krankenhaus muss, da schmiedet der 14-jährige Joe Pläne, wie er das Café vielleicht noch retten kann und seine eigens aus Italien angereiste Cousine Mimi, die soll ihm dabei helfen. Sehr zum Missfallen seiner Mutter, denn die teilt ihre Kochlöffel wirklich sehr ungern. Schon gar nicht mit Mimi, die so viel besser kochen kann als sie selbst.

Was wie eine herzerwärmende Geschichte über Familie, die Rettung des Cafés und gutes italienisches Essen klingt, was sie zweifellos auch ist, ist aber auch noch so viel mehr als das !

Denn mit Café Morelli schafft G.R.Gemin erneut ein großartiges Werk, das unter der Oberfläche eine weit tiefer reichende Geschichte erzählt.

Während Joe nämlich versucht, das Café mit jeder Menge verrückter, aber lustiger Ideen zu retten, spricht Nonno die Geschichte der Familie Morelli auf Band. Er erinnert sich gut daran, wie seine Großeltern als Migranten nach Wales kamen, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben im Gepäck. Sie eröffneten das Café und einige Zeit lief alles sehr gut. Doch dann kam der Krieg, Mussolini sympathisierte mit Hitler und plötzlich sah man in den Morellis Verräter. Nonnos Großvater wurde verhaftet, aber seine Großmutter hielt das Café stets am Laufen, in der Hoffnung, das sich irgendwann alles wieder beruhigen und Finden würde.

Die Mischung aus Geschichte und den wirklich amüsanten Versuchen zur Rettung des Cafes machen dieses Buch zu einem weiteren besonderen Königskinderschatz.

G.R.Gemin konnte mich ja bereits mit seinem MILCHMÄDCHEN schon sehr begeistern, auf das wir in Café Morelli übrigens einen kurzen Blick erhaschen können, mit seinem neuen Werk setzt er für mich allerdings nochmal einen drauf.
Café Morelli ist warmherzig und lustig, die Atmophäre sehr italienisch und köstlich, wo doch Mimi so großartige Gerichte zaubert. Aber sie ist auch tiefgründig und das hat mir besonders gut gefallen.

Es geht nicht nur darum, das Café zu retten, sondern es ist eine Familiengeschichte mit vielen Facetten und buntgemischten Charaktereigenschaften, eine Geschichte über Freundschaft und über einen Zusammenhalt, der über mehrere Zeiten andauert.

Molto großartig !!!


Kommentare:

  1. Hi Ina,

    das Buch steht hier schon in den Startlöchern und ich hoffe, ich finde über Weihnachten Zeit für dieses und einige andere Herzensbücher. Deine Rezi bestätigt mir nochmal, dass ich nicht allzu lange damit warten sollte. Allerdings hoffe ich, dass der Appetit bei dieser Geschichte nicht ins Unermessliche wächst... die Waage ist nach diversen Keksorgien im Moment gemein zu mir. ;-)

    Liebe Grüße und schöne Festtage
    Alex

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  2. Hach ja, ich fand es auch großartig! Eine richtig schöne Familiengeschichte :-) Ich verlinke deine Rezi gleich mal.

    Liebe Grüße

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