Sonntag, 13. Mai 2018

[Rezension] Immerwelt

- Gebunden -

Autorin: Gena Showalter
Übersetzt von Katja Henkel
Verlag: HarperCollins

Erscheinungsdatum: 02. Mai 2018
Originaltitel: Firstlife

ISBN-13: 978-3959672092
Seitenzahl: 496 Seiten
Preis: 16,99€

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Tenley ist eine ganz normale Siebzehnjährige, rebellisch und eigensinnig. Nur dass ihre Eltern darauf bestehen, dass sie sich – wie alle anderen – zu einer der beiden verfeindeten Seiten bekennt: Entweder gehört man zu Myriad, dem dunklen Reich der Schicksalsgläubigen, oder zu Troika, dem hellen Reich der Erkenntnis. Vertreter beider Reiche versuchen mit allen Mitteln, Tenley für sich zu gewinnen. Aber sie versteht nicht, warum ausgerechnet sie so wichtig sein soll. Außerdem bemüht sich aus beiden Häusern ein Junge um sie. Sie verliebt sich in einen der beiden. Doch was, wenn sie sich für das Reich des anderen entscheidet?

Was habe ich mich lange lange Zeit auf dieses Buch gefreut. Seit gefühlt EWIG gucke ich es mir bereits im englischen Original an. Allerdings habe ich das Problem, das ich mir mit englischsprachigen Fantasyromanen so richtig schwer tue. Das erklärt vermutlich auch warum ich hin und weg war, als ich herausfand, das das Buch nun endlich auch ins Deutsche übersetzt werden soll.

Naja, das, und die Tatsache, das ich Gena Showalter einfach unglaublich großartig finde. Ich bin ein großer Fan ihrer Alice im Zombieland - Reihe und liebe nicht nur ihre genialen Ideen und ihr rasantes Erzähltempo, sondern ganz besonders ihren unglaublich tollen, frechen Humor, der schon recht oft ins sarkastische geht und wirklich knochentrocken daher kommt.

So beginnt auch Immerwelt. Der "Prolog" ist eine Aneinanderreihung von Emails, in der sich zwei Personen einen amüsanten Schlagabtausch liefern, was mir die Geschichte direkt schmackhaft gemacht hat, auch wenn man natürlich zunächst den Inhalt noch nicht erfassen kann.

Gena Showalter weiß aber zu fesseln und das ist ihr auch hier ziemlich schnell gelungen.

Mit Ten präsentiert sie mir eine taffe Protagonistin, die von ihren Eltern in eine, nennen wir es mal "Besserungsanstalt" eingewiesen wurde, wo man sie "bearbeitet", damit sie einen Vertrag mit Myriad unterschreibt, wo sie, wenn es nach ihren Eltern geht, ihr Zweitleben leben soll.

Kurz zur Erklärung. Das Setting ist ein Abklatsch unserer Welt, allerdings regieren hier auch höhere Mächte. Denn es gibt ein Erstleben und ein Zweitleben, das quasi dann beginnt, wenn man auf der Erde stirbt. Damit man zu Lebzeiten schon die richtige Entscheidung trifft, wo man sein Zweitleben verbringen möchte, stellen einem sowohl Troika ( Hell ) und Myriad ( Dunkel ) Agenten an die Seite, die versuchen dich ein Leben lang davon zu überzeugen, das du auf deren Seite gehörst. Sie kämpfen quasi um jeden Menschen. Mit Worten.

Im Fall von Ten müssen es allerdings härtere Bandagen sein, denn in Ten sehen beide Fraktionen etwas Besonderes. Deshalb schicken beide auch ihre besten Agenten um Ten zu überzeugen. Die zieht allerdings ein Zweitleben in EWIG LEBEN vor. Ein unbestimmter Raum, von dem keiner so genau weiß, was einen dort erwartet. Da man Ten aber schon ihr Leben lang versucht zu beeinflussen, scheint dies für sie die einzige Alternative zu sein, denn sie will ein unabhängiges Leben und verdammt nochmal eine eigene Wahl haben.

Das versucht sie auch den Agenten Archer und Killian klar zu machen, die plötzlich in der Anstalt auftauchen, sich an ihre Seite heften und sie versuchen von ihren Welten zu überzeugen....

Gena Showalter hatte mit Immerwelt keine neue Idee, denn Kämpfe zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, Licht und Dunkel, die gab und gibt es immer wieder mal. Trotzdem hätte sie das Talent aus Immerwelt etwas Großes und Besonderes zu machen, worauf ich im Vorfeld auch sehr gehofft hatte.
Doch ausgeschöpft hat sie ihr Potenzial dieses Mal überhaupt nicht.

Die Geschichte fing amüsant, spannend und wirklich stark an und flachte dann mit jeder Seite immer weiter ab, so das ich mich stellenweise zum Weiterlesen zwingen musste. Ich habe lange überlegt wie ich das Buch bewerten soll, denn die Geschichte ist nicht schlecht, sie ist aber auch nicht wirklich gut.

Es wird viel gefaselt, es gibt viele unlogische Handlungen, Dinge die zu schnell oder zu unübersichtlich passieren. Es gibt voraussehbare Zufälle und natürlich muss sich Ten auch in einen ihrer beiden Agenten verknallen, was ich völlig unnötig und vor allem ziemlich emotionslos geschrieben fand. Ich konnte ihr diese Verliebtheit nur sehr schwer abkaufen. Überhaupt sind auch die Figuren nach längerem Überlegen recht blass, da hätte deutlich mehr Charakter zutage treten dürfen.

Andererseits ist dieser Band natürlich auch erst der Auftakt einer Reihe, was bedeutet, das es noch mindestens ( aktuell ) zwei Folgebände geben wird. Von daher kann man also noch hoffen, das die Geschichte, die zum Ende von Band 1 tatsächlich doch noch Fahrt aufnimmt, sich in den nächsten Bänden also entfaltet und die vielen Fragezeichen ausmerzt, die man nach Band 1 so im Kopf hat.

Weiterlesen und der Reihe somit eine zweite Chance geben, werde ich definitiv, denn ich weiß das Gena Showalter geniale Geschichten schreiben kann und nach diesem gemeinen Ende muss ich außerdem schon auch wissen, wie es denn jetzt weitergeht.

Man darf also gespannt sein und einfach mal das Beste hoffen. Bis dahin gibt es erstmal nur


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