Mittwoch, 13. Juni 2018

[Bakery-Kaffeekränzchen] Gibt's denn wirklich gar nix Neues mehr ?


Oder bin ich einfach nur schrecklich übersättigt ???

Diese Fragen beschäftigen mich jetzt schon seit ein paar Wochen, denn egal wie viele verschiedene Bücher ich auch in die Hand nehme, der Großteil davon langweilt mich mittlerweile.

Und deshalb gibts heute mal ein Kaffeekränzchen bei dem ich mir meinen Lesefrust von der Seele schreiben mag.


Ich lese im Jahr zwischen 100 und 150 Büchern, je nach Zeit und Laune. Das war nicht immer so viel. Zwar habe ich als Kind schon gerne und wirklich sehr viel gelesen, doch "eskaliert" ist es eigentlich erst seitdem ich auch aktiv blogge. Und ja, ich liebe das Lesen. Sehr.
Doch mittlerweile habe ich immer mehr das Gefühl, das ich, wenn ich ein neues Buch beginne, alles schon mal in irgendeiner Form gelesen habe.

Manchmal ist es sogar so schlimm, das ich bereits zu Beginn schon weiß, wie das Buch ausgehen wird, weil es einfach so vorhersehbar ist.

Gerade passiert mit Iron Flowers von Tracy Banghart, auf das ich mich im Vorfeld tatsächlich gefreut hatte, weil es, obwohl ich der Thematik ( Frauen werden unterdrückt ) skeptisch gegenüberstand. Die vielen positiven Stimmen, die von starken Protagonistinnen und einer tollen Idee mit genialen Wendungen sprachen, haben mich über meinen Schatten springen lassen und ich habe es gelesen. Und nach 200 Seiten abgebrochen.

Warum ?
Weil es mich gelangweilt hat. Es kam keine Spannung auf, der Großteil war überflüssiges Blabla, darüber wie ungerecht alles ist, Beschreibungen der schönen Kleider und des Frühstücks das auf der Zunge zergeht. Und dann entwickelt sich alles in eine Richtung bei der es mir nicht schwer fiel zu erahnen, wie die Geschichte enden wird, wer sich als Bösewicht entpuppt und so weiter.  Lustigerweise haben mir drei Blogger diese Vermutung bestätigt, nachdem ich sie bat, mir das Ende zu verraten.

Ich bin irgendwie satt, ich habe genug, von dem immer gleichen Konstrukt und Aufbau. Ich habe keine Lust mehr, das Geschichten, von denen man viel erwartet, vielleicht auch weil sie gehyped werden, sich als oberflächlich erweisen. Da nutzt auch eine tolle und wichtige Message ( wie im Fall von Children of Blood and Bone ) nichts, wenn's am Ende doch wieder nur eine Geschichte von vielen ist.

Ich vermisse das Besondere, geniale und NEUE Ideen ! Oft habe ich das Gefühl, das auf den Autoren die schon etwas herausgebracht haben, ein immenser Druck liegt, schnell ein neues Buch zu schreiben, das dann auf mich als Leserin aber eben nur halb durchdacht oder unspannend wirkt. Und das tut mir unendlich leid, vor allem weil Autoren so viel Mühe, Zeit und Herzblut in ihre Geschichten fließen lassen :(

Hin und wieder ist ja dann in solchen Fällen, also als Leser, ein Genrewechsel ganz gut, aber selbst das scheint bei mir derzeit nur zu mäßigem Erfolg zu führen. Hin und wieder gibts mal ein Buch, das mich wirklich umhaut und mitreißt, doch die breite Masse ist mittlerweile eher so nach dem Motto: Kennste eins, kennste alle.

Und das macht mich so unfassbar traurig, weil ich doch auch so wahnsinnig gerne lese.

Klar, man kann natürlich auch gar nicht erwarten, das jetzt plötzlich jeder Autor neue, bahnbrechende Ideen hat, die noch nie dagewesen sind. Aber müssen es denn die immer gleichen Klischees und Aufbauten sein ? *seufz*

Schwieriges Thema.
Ich möchte hier auch nochmal kurz sagen, das das jetzt mein persönliches Empfinden ist, nicht das jemand denkt, ich fände jetzt alle Bücher schlecht. Nein, um Gottes Willen, natürlich nicht. Es gibt viele tolle Bücher und es gibt auch echte Schätze und Perlen, doch MIR fällt es derzeit wirklich schwer, diese in der Masse an Buchneuerscheinungen und angehäuften SuB-Bücher zu finden.
Ich denke, es ist einfach die Menge, die ich auch so lese. Da merkt man dann den Unterschied zwischen Qualität und Quantität. Vielleicht sollte ich also einfach mal ein bisschen weniger und dafür gezielter lesen, was ich aber, um ehrlich zu sein, auch schon eine Weile tue. Ich suche mir die Bücher mittlerweile wirklich genauer aus.

Wenn ich beispielsweise meine Must Haves Posts schreibe ( der Juli wird so schlimm ), dann schau ich die Neuerscheinungen immer nochmal genau durch und dabei fliegen dann ganz oft wieder Bücher von der Liste, andere kommen dafür hinzu. Zwischendurch entdeckt man dann auf anderen Blogs oder in der Facebooktimeline vielleicht noch etwas, das einen interessieren könnte, was dann wiederum auf die Wunschliste wandert. Also ich gucke mittlerweile schon genauer hin, lass mich aber natürlich trotzdem auch ganz gerne noch vom Hype um ein Buch infizieren.

Schwierig, schwierig.
Zwischendurch hab ich schon versucht, einfach mal was anderes zu machen, da hab ich dann beispielsweise mal eben 8 Staffeln SHAMELESS geguckt...


Allerdings braucht man DANACH auch dringend wieder ein paar gute Bücher 😅

Ich für meinen Teil versuche jetzt aktuell, mich mit dem Lesen nicht mehr so unter Druck zu setzen, denn auch das dämpft natürlich die Lust, wenn du schon von vornherein weißt, das du dieses und jenes Buch lesen MUSST, weil es beispielsweise auf dem Rezensionsstapel liegt.
Naja und ich wechsel immer mal, Genretechnisch. Gerade heute morgen hab ich mir einen Stapel Bücher bereitgelegt, der wirklich eine bunte Mischung verschiedenster Themen und Genre ist und ich hoffe sehr, das mich die Bücher aus meiner kleinen Flaute holen können und ich dann wieder Lust auf Geschichten habe, die ich vielleicht schon tausendmal gelesen habe ( in irgendeiner Form ).

Wie geht es Euch damit ? Findet ihr auch, das es an neuen Ideen fehlt ? 
Oder seht ihr das alles ganz anders ?

Buchtipp ? Gerne her damit ! 

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen und freue mich auf einen regen Austausch. 

Alles Liebe 





Kommentare:

  1. Hi liebe Ina,

    ich glaube über dieses Phänomen stolpern Vielleser immer mal wieder und ich kann das total gut nachvollziehen. Mir hat tatsächlich jetzt mal ein Romantic Thrill von Karen Rose geholfen, einfach mal wieder etwas "anderes" zu lesen.
    Es ist aber sehr selten geworden, wo mich eine Geschichte wirklich komplett komplett vom Hocker haut und etwas ganz Besonderes ist. Es ist eben auch für Autoren schwierig, etwas komplett Neues zu schaffen.

    Einen richtigen Tipp habe ich leider nicht und wünsche dir aber, dass du ganz bald wieder tolle Bücher für dich entdeckst.

    Liebe Grüße
    Desiree

    PS: Iron Flowers hat mir übrigens gut gefallen. Ich habe es als gekürztes Hörbuch gehört und vermute, dass die gestraffte Handlung dem Ganzen zu Gute gekommen ist ;-)

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    1. PPS: Ich habe gerade gesehen, dass sich die Timeline meines Blogs bei dir gar nicht aktualisiert. Kannst du mir einen riesen Gefallen tun und bei Gelegenheit die URL mal so eingeben: https://romanticbookfan.de?
      Danke! <3

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    2. Oh, ups. Werd ich gleich mal ändern :) Danke für den Hinweis und deinen Kommentar.

      Ja, ich denke auch, das das tatsächlich das Los der Vielleser ist. Man hat ja nun auch einfach mal bevorzugte Genre und da nicht jeder Autor was komplett Neues erfinden kann, wiederholt sich das Meiste und man ist nicht mehr ganz so euphorisch. Aber das nächste Highlight kommt bestimmt irgendwann. Hoff ich zumindest.

      LG Ina

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  2. huhu liebe Ina,
    Ohja du sprichst mir gerade voll und ganz aus der Seele, denn auch ich bin in manchen Punkten einfach völlig übersättigt und mag bestimmte Bücherthemen nicht mehr lesen.
    Gerade was das vererben von Häusern/Strandhäusern angeht, am Ende ist es doch eh das gleiche und nur eine Geschichte unter vielen.
    Um für mich wieder etwas Abstand zu bekommen, lese ich dann einfach ein paar Mangas und dann passt es wieder =)

    LG Sheena

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    1. Oh ja, bei mir sind es Eliteschulen und Internate, die mittlerweile gar nicht mehr gehen. Vom unbändigen Luxus, über den die meisten Protagonisten ja meistens verfügen, fangen wir besser gar nicht erst an. Aber ich glaube, das liegt daran, das wohl niemand lesen will, wie Leute ums Überleben kämpfen müssen, weil sie kein unerschöpfliches Vermögen zur Verfügung haben.

      LG Ina

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  3. Hallo Ina!

    Ich kann seht gut nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst auch wenn ich zum Glück selbst noch nie so stark davon betroffen war. Aber auch bei mir gibt es immer mal wieder Bücher, die mir zu vorhersehbar sind und bei denen schnell klar ist, dass sie wieder nach demselben Schema ablaufen (bei Jugendbüchern gibt es das meiner Ansicht nach besonders oft). Manchmal gefallen mir diese aber dann trotzdem total gut, weil ich zum Beispiel die Charaktere total spannend finde oder so.
    Wichtig ist wohl wirklich einfach, dass du dich nicht so sehr unter Druck gesetzt fühlst.
    Als Buchtipp kann ich dir Die Blutkönigin von Sarah Beth Durst empfehlen. Auch wenn es ein paar kleinere Längen hat, fand ich hier den Weltenaufbau extrem gelungen und auch die Handlung konnte mich immer wieder überraschen. Auch wenn man eine Ahnung hat, wie es sich entwickeln wird, kommt es doch immer wieder anders und besonders das Ende hat mich geflashed.

    Liebe Grüße
    Jessy

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    1. Liebe Jessy,

      vielen Dank für den Tipp. Ich hatte das Buch schon auf der Wunschliste, war dann aber unsicher. Jetzt pack ichs einfach nochmal wieder drauf, vielleicht kann es mich überraschen ;)

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  4. Hallo Ina,
    ich denke wie Desiree, dass Vielleser dieses Problem Hin und wieder haben.

    Mir hilft es dann entweder ein Highlight Buch nochmal zulesen, um wieder Lust am lesen zu bekommen. Oder ein völlig anderes Genre zu lesen , mal etwas, was ich sonst nie oder schon sehr lange nicht mehr gelesen habe.

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Ja, da habt ihr sicher Recht. Ich denke, das bleibt auch einfach nicht aus, wenn man so eine Masse an Büchern verschlingt.

      Mal sehen, ob mich die nächsten Bücher mehr fesseln können.

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  5. Hi Ina,

    ja, das seh ich teilweise ähnlich. Gerade wenn ich in diese Jugend-Fantasy Sparte gucke, da hört sich irgendwie jeder Klappentext gleich an *lach* Deshalb halte ich mich da momentan etwas zurück.

    Allerdings lese ich sehr viele unterschiedliche Genre und vielleicht merke ich deshalb nicht, wenn sich vieles ähnelt?
    Probier doch mal Bücher aus die fern der Hypes kursieren, gerade die Selfpublisher haben einen völlig anderen Stil (vielleicht weil sie nicht verlagslegitim lektoriert werden? Ich hab ja manchmal das Gefühl, dass da immer der gleiche Lektor dransitzt und der Stil komplett verloren geht *lach*) und da findet man wirklich oft großartige Bücher!

    Du magst Tipps?
    Ungewöhnlich und ganz anders ist auf jeden Fall

    im Genre Mystery-Grusel die Vakkerville MYsteries von Anton Serkalov
    die Fantasy-Krimi Trilogie von Melanie Meier "Venit", "Vidit" und "Vicit"
    wunderschöne Fantasy "Die Stadt der verbotenen Träume" von Emmi Itäranta
    sehr abgefahren auch "Das Mondmalheur" von Anette Kannenberg
    kurios und witzig: "Lasst uns schweigen wie ein Grab" von Julie Berry oder auch "Gray" von Leonie Swann
    Genauso "Dunkelsprung" von Leonie Swann
    Historische Fantasy auch sehr ungewöhnlich, die Reihe Lady Trents Memoiren von Marie Brennan
    Dazu passend auch sehr originell "Die Schlange von Essex" von Sarah Perry
    und was ich immer empfehle ein genial geschriebener, historisch angehauchter, Liebesroman mit sehr ungewöhnlichen Charakteren "Der Dornengarten" von Eva Wahrburg

    Vielleicht ist da ja was für dich dabei :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Achja, von Antonia Michaelis, also die Bücher finde ich immer sehr speziell und anders :)

      Ich hab z. B. auf meinem Blog die Seite mit Geheimtipps
      https://blog4aleshanee.blogspot.com/p/geheimtipps.html
      die nicht jeder kennt, ich aber wirklich toll fand

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    2. Du sagst es, meine Liebe. Gerade im Bereich Jugendbuch bin ich derzeit sowas von satt, weil ich wirklich das Gefühl habe, das sich ständig alles wiederholt. Klar, diese Geschichten verkaufen sich gut, weil es genau das zu sein scheint, was die Leser haben wollen, aber ich fühle mich davon im Moment wirklich ein bisschen gelangweilt. Wobei natürlich Jugendbuch auch nicht gleich Jugendbuch ist, denn auch da gibts natürlich verschiedene Genre.

      Vielen Dank für die vielen Tipps, die werd ich mir gleich mal alle in Ruhe ansehen.

      LG Ina

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    3. Guten Morgen Ina!

      Ich hab deinen Beitrag heute in meiner Stöberrunde verlinkt ;)

      Liebste Grüße und einen schönen Tag!
      Aleshanee

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  6. Liebe Ina :)

    Ich kenne das Problem und es hat mich gerade im April auch sehr erwischt. Gefühlt wusste man sofort wie das Buch endet und irgendwie fühlte sich alles gleich an. Obwohl man doch das Lesen so liebt, fühlte es sich an wie ein alter Trott. Ich hoffe du kommst bald aus dem Lesetief wieder raus. Mir hat tatsächlich geholfen einmal wirklich alle Bücher beiseite legen und sich einem anderen Hobby widmen. Um den Kopf auch wieder frei zu bekommen und ein Genrewechsel.

    Ich drück die Daumen, dass es bald wieder besser wird. Denn Lesen ist doch eigentlich Liebe <3

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Danke :) Ja, ich denke ein bisschen Abstand tut hin und wieder wirklich gut. Mal sehen, vielleicht sollte ich einfach mal wieder ein bisschen Zocken oder so.

      Lesen ist Liebe, das stimmt. Definitiv. Ein Leben ohne Bücher und Lesen kann ich mir gar nicht vorstellen, von daher hoff ich sehr, das sich meine Flaute bald wieder einstellt.

      LG Ina

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  7. Hallo Ina,

    genauso bin ich überhaupt erst zum Bloggen gekommen! Ich habe früher so gut wie nur Thriller gelesen und das Genre hat sich über die Jahre abgenutzt. Dann habe ich in Bestsellerlisten gestöbert und Empfehlungen vom großen A angenommen. Mich hat alles gelangweilt. Erst als ich die damalige Community Buchgesichter entdeckt hatte, habe ich mich mit der Zeit auf ganz neue Sachen eingelassen (zuerst Panem, die Edelsteintrilogie, ... usw.). Und schwups, das Lesen hat mir wieder ganz großen Spaß gemacht. Seither ist es bei mir Zeit für neue Genres - davon leitet sich eben mein Blogname ab. Und so ging die Reise weiter bis zum eigenen Blog. Ich versuche mich auf alles einzulassen, was auf irgendeine Art für mich ansprechend klingt. So wurden mir bisher wunderschöne Lesemomente geschenkt. :) Vielleicht solltest du auch mal komplett gegen den eigenen 'Lesegeschmack' rebellieren. Nur neue Genres sind natürlich auch keine Lösung - und du schreibst schon, es hat bei dir nicht viel gebracht - aber wenn man "Die Seele des Mörders" mit der Edelstein-Trilogie vergleicht, dann hat man wirklich mal was gewagt. XD Lange Rede, kurzer Sinn: lass' dir von dir selbst keinen Druck machen (und schon gar nicht von Außen) sondern strecke mal die Lesefühler aus.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Meinst du ? Komplette Rebellion. Oh je. Und das wo ich doch so eingefahren bin, wobei das auch irgendwie Quatsch ist, denn ich lese ja doch schon quer durch ein paar Genre.

      Vielleicht sollte ich es aber einfach mal wieder mit etwas Erwachsenerem versuchen :) Ich bin gespannt ob mir das weiterhilft.

      LG Ina

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    2. Vielleicht hilft eine Rebellion gegen das eigene Leseverhalten ja wirklich. XD Du kannst es ja versuchen bzw. ab und an mal zu ganz ungewöhnlichen Büchern für dich greifen. Ich hätte zB nie gedacht, dass mir manches Buch aus der Sparte Gay Romance gefällt. Die paar, die ich bisher gelesen habe, fand ich klasse. Oder Lucinda Riley! Früher hätte ich mit einer sehr undamenhaften Geste reagiert, wenn mir jemand ihre Bücher nahe gelegt hätte ... :D

      Ich hoffe, dass du wieder richtig Freude am Lesen findest.

      LG Nicole

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  8. Hallo Ina,

    ich kann das Gefühl absolut verstehen. Oft gibt es auch bei neuen Büchern so einen Hype einfach nur, weil es neu ist. Erst mit der Zeit zeigt sich, ob das Buch den Hype wirklich wert war.

    Hast du mal versucht, in die andere Richtung zu gehen - keine Neuerscheinungen sondern ältere Klassiker? Ich habe noch sowas auf der Liste wie Jane Eyre, Wuthering Heights, Perks of being a wallflower, Tale of two cities, Little Women, ... (Ich kenne leider die ganzen deutschen Titel nicht aus dem Kopf.) Die genannten gehen jetzt leider nicht in die Fantasy-Richtung. Den Versuch wäre es vielleicht wert.

    Liebe Grüße,
    Franziska

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  9. Huhu Ina,

    so ein bisschen hatte ich das im April auch. Ich war wegen einer Depression im Krankenhaus und hatte auch Lesestoff dabei und egal was ich angefangen hatte, nach gequälten 50 Seiten habe ich sie immer auf die Seite gelegt. Einfach weil ich mir solch einen Druck gemacht habe. Ich hatte dort Ausgang und bin mit anderen in eine Buchhandlung habe mir einfach mal 5 Bücher gekauft und wieder mit dem Lesen angefangen. Einfach Bücher, die ich zwar vorher schon gesehen hatte, aber doch nicht so richtig angeschaut. Ich habe es gewagt und war kaum von den Büchern weg zu bekommen (natürlich nur in der Freizeit die ich dort hatte). Und durch einen Zufall war dort auch noch eine Patientin in meinem Alter, die auch gerne mal was liest und hat sich drei der Bücher nachgekauft, sodass wir sie parallel gelesen haben und uns austauschen konnten. Ich hatte es einfach mal mit etwas ganz seichtem und leichtem versucht (naja und Klischee war auch dabei :D) so "Mignight Sun", "Royal Hearts" und "When it's real". Nur letzteres konnte mich so richtig umhauen, aber unterhalten haben sie mich alle. Und jetzt vor der Reha im Juli lese ich ein Buch nach dem nächsten. Aber bekomme auch mehr Lust aufs Lesen, weil ich mir selbst den Druck auch mehr rausgenommen habe. Zu viele Rezensionsexemplare und zu hoch angesetzte Leselisten haben mich einfach nur runtergezogen und so habe ich seit Mai keine mehr und mir geht es besser damit. Auch schaue ich mal in andere Genre rein und habe mir auf Arvelle gerade erst letzte Woche "Ein ungezähmtes Mädchen" bestellt, weil es mich vom Klappentext total ansprach. Ich lese normalerweise keinen historischen Romane, aber irgendwie hat mich das Buch angezogen und so versuche ich mal mein Glück.
    Vielleicht hilft dir ja auch einfach mal ein Wechsel mit einem oder zwei Büchern und dann wieder zurück zu kommen und bunt durch die Genre zu lesen. Ich merke auch immer, wenn ich zu viel Fantasy oder New Adult hintereinander lese. Ich muss dann immer mal was anderes dazwischen schieben und dann geht es wieder.

    Liebe Grüße
    Jenny

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  10. Das ist ein Beitrag, den ich nur unterschreiben kann. Dieses Jahr habe ich bisher wieder so vieles gelesen, das mich so gut wie gar nicht überraschen oder mitreißen konnte - und dabei lese ich nur etwa die Hälfte von deinen Büchern (Wahnsinn übrigens!). Ich sehe, dass es dir zum Beispiel mit "Children of Blood and Bone" ähnlich ging wie mir - das fand ich abgesehen von der Diversität nämlich auch eher mittelmäßig. Es ist schade, dass Autoren, und Verlage natürlich, immer nur auf den aktuellen Zug aufspringen wollen, anstatt mal etwas Neues zu probieren. Lange Zeit waren es die Dystopien, die immer absurder wurden, momentan stehen psychologische Thriller und Jugend-High Fantasy ja sehr weit oben im Kurs. Und dabei wird dann immer versucht, das nachzuahmen, was schon einmal gut lief. Auf die Dauer kann das aber eben ganz einfach nicht funktionieren.

    Ich hoffe sehr, dass sich das in der Zukunft wieder ändert, sodass man auf dem Markt mal wieder etwas findet, das einem wirklich, wirklich originell erscheint.

    So oder so wünsche ich dir weiterhin viel Spaß beim Lesen ;)

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    1. Wenn man mal nicht aus der breiten Masse auswählt, kann man bei nicht so bekannten Büchern sehr geniale Geschichten finden, die eben nicht aus dem eintönigen Topf stammen ;)

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  11. Hallo Ina,

    bin gerade auf deinen Blog gestoßen und muss sagen, dass mir gerade dieser Beitrag aktuell aus der Seele spricht. Genau wie du gesagt hast, sind ganz viele Bücher vorhersehbar und auch sehr ähnlich im Aufbau. Nachdem ich die ersten ein zwei Kapitel in Kombination mit dem Klappentext gelesen habe, mache ich die Augen zu und stelle mir vor wie das Buch weiter geht und endet. Dann lese ich weiter und in den meisten Fällen ist es dann nicht anders als gedacht. Also danke für deinen Beitrag! Schön zu sehen, dass es anderen auch so geht.
    Mittlerweile lese ich ganz oft Bücher von eher unbekannten Autoren. Da ist es oft ein anderes Leseerlebnis, da man deren Stil noch nicht so im Blut hat. Man kann zwar auch mal richtig daneben greifen, aber auch immer mal wieder auf echte Perlen treffen.
    Vor kurzem ist mir mal wieder über eine Empfehlung einer Freundin ein tolles Buch in die Hände gefallen und da du Buchtipps magst, empfehle ich es dir auch sehr gerne weiter. Das Buch heißt TRUDE von Rose Marie Gasser Rist und ist ein Frauenroman, der das aufregende Leben von Trude erzählt und der mich sehr berührt und mitgerissen hat.

    LG
    Steffi

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