Donnerstag, 26. Juli 2018

[Rezension] Witchborn

- Gebunden -

Autor: Nicholas Bowling
Übersetzt von Eva Riekert
Verlag: Chickenhouse

Erscheinungdatum: 31. Mai 2018

ISBN-13: 978-3551521057
Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: nein

Preis: 18,99€

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Deiner Gabe kannst du nicht entkommen!

England 1577

Die Hexenjagd hält das Land in Atem und auch die 14-jährige Alyce wird zur Zielscheibe. Nur knapp kann sie den Jägern entkommen, die auch ihre Mutter ermordet haben. Seitdem ist Alyce auf der Flucht und versucht ihre magischen Kräfte zu verstehen und zu beherrschen. Und obwohl sie ihre Verfolger nicht abschütteln kann, kommt sie einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur: Sie soll zum Spielball einer königlichen Intrige zwischen Elizabeth I. und Maria Stuart werden. Und dabei trifft weiße Magie auf die dunkelste, die man sich vorstellen kann.

Gejagt vom Tod, getrieben von dunkler Magie, getäuscht von rivalisierenden Königinnen!
Hexen und Hexerei sind von jeher zwei Dinge, die mich unglaublich interessieren. Sowohl historisch gesehen, als auch im Fantasybereich. Mein Interesse war also bereits beim ersten Blick auf den Titel und das samtige, im düsteren Gothiclook gehaltene und an Poe erinnernde Cover, schon angefacht.

In der Geschichte geht es um die 14-jährige Alyce, die Zeugin wird, wie man ihre Mutter der Hexerei bezichtigt und diese auf dem Scheiterhaufen verbrennt.
Alyce kann sich retten und flieht nach London, wo sie nicht nur auf wohlgesinnte Menschen trifft, sondern sich vor allem vor Hexenjägern verstecken muss.
Doch nicht nur die Jäger sind hinter ihr her. Alyce wird außerdem zum Spielball zweiter mächtiger Frauen: Maria Stuart und Elizabeth I.

Nicholas Bowling paart hier historisch belegte Gegebenheiten und Fehden mit sehr viel eigener Fantasie und magischen Elementen, was mir unglaublich viel Lesefreude beschert hat, besonders auch deshalb weil er über seinen Plot eine ganz eigene, düstere und perfekt zur Tudorzeit passende Atmosphäre gelegt hat. Seine Figuren sind gut herausgearbeitet und teilweise schön skurril, manchmal auch ein bisschen seltsam und ja, fast schon gruselig. Solch einem Jäger zum Beispiel wollte ich im wahren Leben nicht begegnen. Auch die Beschreibungen der Kulisse haben mir gefallen, denn ich fühlte mich wirklich unbeschönigt ins England des 16. Jahrhunderts katapultiert.

Nicholas Bowlings Schreibstil ist angenehm zu lesen und sein Tempo bleibt konstant, allerdings aber auch nur mäßig spannend. Mich hat es nicht gestört, da in der Geschichte trotzdem ständig irgendwelche Dinge passieren, die man in dem Moment nicht unbedingt erwartet hat. Erst gegen Ende da legt er dann doch ein kleines bisschen zu und kann mit einer gekonnten Wendung überraschen.

Das Ende ist ein Thema für sich. Ich meine mich daran zu erinnern, das dieses Buch ein Einzelband ist und auch bleiben soll. Und für mich persönlich war das Ende ansich rund und gut abgeschlossen, mit Raum für eigene Interpretationen in Bezug auf Alyce' Zukunft. Aber andererseits bleiben doch auch einige Dinge offen und der Autor hat es so geschickt gelöst, das er die Geschichte vielleicht auch durchaus weitererzählen könnte. Ich bin also mal gespannt, was passiert, kann persönlich aber mit beiden Möglichkeiten leben.

Egal, wie er sich entscheidet, mich hat er mit seinem Debüt auf jeden Fall weitestgehend überzeugen können und ich würde mich sehr freuen, bald mehr von ihm lesen zu dürfen.

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