Mittwoch, 19. September 2018

[Rezension] Redwood Love 02: Es beginnt mit einem Kuss

- Broschiert -

Autorin: Kelly Moran
Übersetzt von Vanessa Lamatsch
Verlag: Rowohlt KYSS

Erscheinungsdatum: 19. September 2018
Originaltitel: Tracking You

ISBN-13: 978-3499275395
Seitenzahl: 368 Seiten
Reihe: ja, Band 2

Preis: 12,99€
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Alte Freunde, neue Liebe?

Redwood, Oregon. Eine kleine Stadt zwischen Bergen und Meer. Hier betreibt Flynn O’Grady gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Tierarztpraxis. Da er von Geburt an taub ist, muss Flynn sich bei der Arbeit mit den Tieren auf seine anderen Sinne verlassen. Und auf Gabby, seine Assistentin. Die beiden sind ein perfekt eingespieltes Team und auch privat beste Freunde. Deshalb ignoriert Flynn sein Herzklopfen, wann immer er sie zu lange ansieht. Nur lassen sich manche Dinge nicht für immer ignorieren. Vor allem, wenn man in einer Kleinstadt voller schamloser Kuppler wohnt …
Nachdem ich mein Herz bereits im ersten Band der Redwood-Love-Trilogie an Flynn verloren habe, war ich natürlich sehr gespannt auf seine eigenen Geschichte.

Ich hatte mich sehr auf diesen Teil gefreut und fand sehr süß, wie Gabby und Flynn langsam erkennen, das da zwischen ihnen noch viel mehr ist als Freundschaft. Die beiden kennen sich seit der Grundschule und genau so lange sind sie auch schon die besten Freunde. Sie verstehen sich blind und können sich immer aufeinander verlassen.

Doch so großartig ihre Verbindung auch ist, sie sorgt auch dafür, das sie beide für die Single-Welt um sich herum komplett unsichtbar bleiben. Besonders Gabby hat daran zu knabbern, das jeder Mann in Redwood scheinbar nur das nette Mädchen von Nebenan in ihr sieht, mit dem man vielleicht mal ein Bierchen trinken und tratschen kann, mit dem man aber keine Beziehung eingeht.
Eine entscheidende Tatsache, warum Flynn so wenig Chancen hat, ist tatsächlich seine Taubheit, denn damit kommen die meisten Frauen wohl einfach nicht klar. Sie sind nicht bereit, sich überhaupt nur ansatzweise die Mühe zu machen, Gebärdensprache zu lernen. Das hat mich beim Lesen unendlich traurig und auch ein bisschen wütend gemacht, weil er wirklich einen tollen Charakter hat und zudem auch noch gut aussieht. Trotzdem wird er auf sein Handicap reduziert.

Aber im Endeffekt ist es auch egal, ob ihn andere Frauen wahrnehmen, denn sein Herz schlägt ohnehin schon viel zu lange für Gabby. Doch Flynn verbietet sich diese Gefühle, aus Angst diese innige und einmalige Freundschaft zu gefährden.

Und das ist der Knackpunkt um den sich die ganze Geschichte in Band 2 dreht.
Beide Charaktere werden immer wieder von der Angst heimgesucht und gehemmt, diese besondere Freundschaft zu verlieren und das Band zu zerreißen, das sie doch zusammenhält. Dabei verwehren sie sich ihre Gefühle und das wiederum macht den Umgang miteinander plötzlich schwierig. Eine Situation die für beide neu und richtig schwierig ist.

Ich fand es schön zu sehen, wie sie sich aber dann doch nach und nach öffnen und die Gefühle zulassen. Sie sind einfach das perfekte Paar und das sieht auch ganz Redwood so. Naja fast ganz Redwood, denn natürlich gibt es auch negative Stimmen, die beispielsweise behaupten, Gabby hätte ihr Leben vergeudet, weil sie es unbewusst immer nach Flynn ausgerichtet hätte.

Ein bisschen genervt war ich dieses Mal leider vom Schreibstil, bzw. von der Übersetzung, denn es gibt einige Wiederholungen von Handlungsabläufen und auch in der Wortwahl. Ich glaube Flynn hat Gabby gefühlt 30 mal an eine Tür oder Wand gepresst um sie zu küssen. Da hätte man sicher etwas einfallsreicher sein dürfen. Auch das viele Hin und Her kostete einige Nerven, denn Flynn und Gabby brauchen wirklich lange bis sie endlich zu ihren Gefühlen stehen.

Nichtsdestotrotz hat mich auch dieser Band wieder super unterhalten und ich fand es gut, das die Autorin hier auch ein paar spannende Elemente mit eingebracht hat, die mich wirklich kurz den Atem haben anhalten lassen.

Jetzt freue ich mich auf Drakes Geschichte, der in diesem Teil ebenfalls reichlich Fortschritte gemacht hat.

Überhaupt fand ich es gelungen, das die Autorin alle bereits bekannten Anwohner von Redwood mit in die Geschichte einbringt, so hat man als Leser das Gefühl nichts zu verpassen und freut sich wenn man alte Bekannte wiedertrifft und erfährt was aus ihnen geworden ist. Oder vielleicht auch noch werden wird.



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