Donnerstag, 10. Januar 2019

[Rezension] All In - Full tilt Book2 - englische Ausgabe

- Taschenbuch -

Autorin: Emma Scott 
Verlag: Create Space Independent Publishing Platform

Erscheinungsdatum: 07. Oktober 2016

ISBN-13: 978-1539408451
Seitenzahl: 280 Seiten
Reihe: ja, Band 2

Preis: 10,51€





Achtung ! Diese Rezension enthält schon im Klappentext den ersten Spoiler. Jemand der Band 1 noch nicht gelesen hat, der sollte hier auf keinen Fall weiterlesen, wer ihn schon gelesen hat und nicht wissen möchte, was in Band 2 passiert, der sollte es auch lassen. Wem egal ist, das er gespoilert wird, der darf gerne weiterlesen :) 

Im Endeffekt wird das hier keine wirkliche Rezension, sondern eher ein Beitrag für mich selbst, in dem ich meine Gedanken zum Buch einfach sammeln kann, denn irgendwo müssen sie einfach hin.

Reeling from her loss, Kacey Dawson is grieving and heartbroken, her addictive demons hauling her back into the alcohol-soaked abyss she worked so hard to crawl out of. Kacey teeters on the edge of oblivion, and must fight her way through the pain, to build a new life for herself with her music, and somehow fulfill the promise she made to Jonah…one she feels is impossible to keep. Theo Fletcher has a secret burning in his heart, one that he holds close, while he struggles to keep strong for his family that is falling apart. His mother’s health is fragile and his father’s disapproval is breaking him down. Theo is afraid if he follows his heart, he’ll fail, and not just himself, but his brother who believed in him when no one else did. Drawn together by their pain, Theo and Kacey slowly build a friendship, re-forge old ties, help each other to heal, and give one another the courage to reach for their dreams. Together, from the depths of grief and guilt, they learn to laugh again, to trust again, and quite possibly find something beautiful and lasting amid the shattered pieces of their broken hearts. 


Band 1 der All In Dilogie hat mich emotional leider nicht so sehr berührt, wie das bei vielen anderen Leserinnen der Fall war. Ich denke, das war einfach dem Umstand geschuldet, das man weiß auf was es letzten Endes hinausläuft. Die Autorin bereitet einen eigentlich von Anfang an darauf vor, das es kein Happy End geben wird und auch wenn der Eintritt des Worst-Case-Szenarios einen doch trifft, hat es mich nicht fertig gemacht.

Ein weiterer Umstand warum ich das alles eher nüchtern empfand, könnte aber auch sein, das ich beim Lesen des ersten Bandes richtig dumm in einen Spoiler gelaufen bin. Ich wollte nur nachsehen, wann Band 2 auf deutsch erscheint und habe den Fehler gemacht, direkt den Klappentext zu lesen. Eine Notiz an den Verlag: Eigentlich geht sowas gar nicht !!! Dicke Spoiler im Klappentext :(

Für mich wars allerdings gut, denn es geht in Band 2 um Jonahs Bruder Theo, in dem ich in Band 1 schon recht viel Potenzial gesehen hab. Er ist einfach mein Typ von Book-Boyfriend. Tätowierer, irgendwie ein bisschen innerlich gebrochen, etc. Ich mags halt so. Deshalb war er für mich auch von Anfang an der interessantere Bruder. Hinzu kommt, Achtung jetzt kommt ein fetter Spoiler, das die weibliche Protagonistin in Full-Tilt 2 genau die gleich ist, wie in Band 1. Haha, ja genau, es geht um Kacey ! Meine Neugier war durch den Klappentext so groß, das ich keine Lust hatte, auf die deutsche Ausgabe zu warten und mir stattdessen das englische eBook gekauft habe.

Naja und ich habs verschlungen.
Der Inhalt ist eigentlich ganz simpel: Kacey hält es nach Jonahs Tod nicht mehr in Vegas. Sie will und kann sich nicht bei jedem Stein an ihn erinnern. Also haut sie in einer Nacht und Nebel Aktion ab nach New Orleans, wo sie als Sängerin durch kleine Clubs zieht und komplett abstürzt. Dank eines wirklichen Freundes ihrerseits, erfährt Theo davon. Weil er seinem Bruder am Sterbebett versprochen hat sich um Kacey zu kümmern, fliegt er ohne zu Zögern quer durchs Land um sie aus ihrem eigenen Sumpf zu ziehen, in dem sie gerade versinkt.

Doch nicht nur das Versprechen bewegt Theo zum Handeln, auch seine Gefühle für Kacey, die schon ziemlich lange in ihm gären. Doch natürlich kann er ihr nicht davon erzählen. Er kann niemandem davon erzählen. Kacey ist die Freundin seines toten Bruders.

Der Tod verbindet die Beiden trotzdem und es ist überhaupt kein Wunder, das zwischen den Trauernden eine tiefe und innige Freundschaft entsteht, und auch nicht, das daraus noch ganz andere Gefühle entstehen. Auf beiden Seiten. Der Rest des Buches ist ein emotionales und aufwühlendes, nervenzehrendes Zueinanderfinden, denn obwohl sie wissen, das sie sich brauchen und das sie sich lieben, wird all ihr Denken von Schuldgefühlen und Was-wäre-Wenns überschattet. Es dauert unglaublich lange bis sie sich endlich eingestehen, das sie ihr Leben nur weiterführen können, wenn sie endlich, aller Widrigkeiten zum Trotz, zueinander stehen.

Dieser zweite Band hat mich emotional viel mehr gefangen genommen, als der Vorgänger. Ich fand diese Bindung zwischen Theo und Kacey unglaublich intensiv und herzzerreißend, das sie sich die Liebe verwehren, weil sie denken, das sie es müssen. Das hat mich ganz fertig gemacht.

Ich bin wirklich froh, das sich der LYX Verlag dieser Dilogie angenommen hat, die im Englischen scheinbar nur im Selfpublishing erschienen ist. So kommen nämlich auch deutsche Leser in den Genuss einer wirklich großartigen, herzzerstörenden New Adult Geschichte, wie ich sie schon lange nicht mehr gelesen habe.

Richtig gut also ! Und deshalb volle Punktzahl !


1 Kommentar:

  1. Hallo Ina,
    ich sage gleich vorweg, ich habe die Rezi jetzt nicht gelesen, da ich erst den ersten Band noch lesen möchte. Ich hab aber die letzten Wochen so viel über "All in" gehört, dass ich nun neugierig war, wie du es bewertet hast und das klingt echt vielversprechend :) Ich hoffe, dass ich schnell dazu komme, den ersten Band zu lesen :) auch auf deutsch lässt der zweite Teil ja nicht mehr so lang auf sich warten.
    Lg Dana

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