Freitag, 1. Februar 2019

[Rezension | Werbung] Der Welten-Express

- Gebunden -

Autorin: Anca Sturm
Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 31. August 2018

ISBN-13: 978-3551654113
Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: ja, Band 1

Preis: 14,99€

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Nacht für Nacht sitzt die schüchterne Flinn Nachtigall am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel, dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug herbeirollt, mit einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn ... ... stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Kinder, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, in dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Denn der Welten-Express birgt mehr Geheimnisse, als sie sich je hätte träumen lassen ...
Ursprünglich wollte ich DER WELTENEXPRESS eigentlich gar nicht lesen. Zwar sprang mir das Buch in der Vorschau 2018 aufgrund des wirklich schönen Covers ins Auge, aber es fiel nicht in die empfohlene Altersgruppe zu der ich sonst so greife.

Umso besser also, das mir der Verlag im vergangenen August Überraschungspost inklusive einer persönlichen Empfehlung zukommen ließ. Das Bloggerteam hat mir das Buch so schmackhaft gemacht, das ich ihm eine Chance geben wollte.

Der Klappentext klang interessant und löste direkt den Gedanken: POLAREXPRESS MEETS HOGWARTS bei mir aus. Beides liebe ich sehr, weswegen ich noch gespannter auf die Geschichte von Flinn war.

Und tatsächlich wurde ich in Bezug auf das "Magische" das ja bei beidem vorhanden ist, nicht enttäuscht. Anca Sturm hat ein ganz wundervolles und faszinierendes Setting geschaffen. Der Weltenexpress erschien mir wie ein fantastischer Ort voller Leben. Immer wieder gibt es beim Lesen kleine, feine Dinge zu beobachten, das hat mir unglaublich gut gefallen.

Auch die Protagonisten schloss ich schnell ins Herz, wobei ich sagen muss, das mir Flinn als Hauptprotagonistin fast ein wenig zu fad erschien. Vielleicht war das von der Autorin aber auch so gewollt, denn Flinn ist eher ein unscheinbares Kind, das auch von ihrer Familie nicht wirklich wahrgenommen wird. Als ihr Bruder Jonte vor zwei Jahren verschwand, da wurde es für sie nur noch schlimmer, denn die Mutter versank in ihrer Trostlosigkeit und ich hatte bei Flinns Erzählung das stete Gefühl, das sie selbst im Lauf der Jahre immer blasser für ihre Umgebung wurde. Das tat mir unglaublich leid und umso mehr habe ich mich gefreut, als sie im Weltenexpress Freundschaften zu schließen.

Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gerne, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle vielleicht ein wenig holprig wurde und die Autorin, besonders die erwachsenen Figuren, hat zu nachlässig wirken lassen. Auch die eigentliche Grundidee könnte noch ein bisschen mehr ausgebaut und spannender werden. Man darf allerdings auch nicht außer Acht lassen, das es sich bei dem Buch sowohl um ein Kinderbuch, als auch um ein Debüt handelt. Kinder sehen Dinge oft mit ganz anderen Augen, als wir Erwachsenen, weniger engstirnig und streng. Anca Sturm hat einen wirklich tollen Auftakt geschaffen und ich bin sicher, das es ihr mit der Fortsetzung gelingen wird, noch ein bisschen ausführlicher und detaillierter in der Handlung und auch in Bezug auf die Figuren zu werden. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf, Flinns Suche nach ihrem Bruder und auch nach sich selbst, weiter zu verfolgen.


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