Montag, 1. April 2019

Auf dem Wasser treiben

[Werbung | Rezension]

- Gebunden -

Autorin: Theresa Prammer
Verlag: List

Erscheinungsdatum: 08. Februar 2019

ISBN-13: 978-3471351680
Seitenzahl: 256 Seiten
Reihe: nein

Preis: 18,00€

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Jede von Stefans Beziehungen scheitert. Die Frauen verlassen ihn entnervt, weil er nie spricht. Schon gar nicht über die große Leere, die seit dem Weggang seines Vaters in ihm ist. Stefan war erst acht, als nach einem Tag an der Donau seine Familie auseinanderbrach. Jetzt weiß er nicht, wie er auf die Frau zugehen soll, die er bewundert. Als seine Mutter Hannah von ihrer Geburtstagsfeier wegläuft und unauffindbar bleibt, ist das für ihn der nächste Schlag. Gibt es für Beziehungen ein Geheimnis, das er nicht kennt? Stefan beginnt nach Hannah zu suchen, der Gedanke, noch jemanden zu verlieren, ist für ihn unerträglich. Es ist auch eine Suche danach, was Menschen verbindet und zusammenhält.
"Auf dem Wasser treiben" von Theresa Prammer ist ein unglaublich fesselndes Werk über eine Familie, die sich im Lauf der Zeit immer weiter voneinander entfernt. Erst als ein, von der Mutter lange gehütetes Geheimnis an die Oberfläche zu kommen scheint, da finden die Geschwister Stefan, Fred und Emma wieder zueinander.

Als sie Kinder waren, da hielten Stefan, Emma und Fred zusammen wie Pech und Schwefel. Doch dann verschwindet ihr Vater plötzlich spurlos und über Nacht, was zum Zusammenbruch der Mutter und später auch dazu führt, das die Geschwister sich komplett auseinander leben. Als Hannah, die Mutter, nun ihren Geburtstag feiert und plötzlich ein Fremder auftaucht, der unglaubliche Ähnlichkeit mit dem verschwundenen Vater hat, da löst das eine ganze Kette an Ereignissen aus und es scheint als würde sich alles wiederholen. Denn plötzlich verschwindet auch Hannah und während die Geschwister herauszufinden versuchen, wo ihre Mutter steckt und was eigentlich passiert ist, stoßen sie nicht nur auf lang gehütete Geheimnisse, sondern finden auch wieder zueinander und werden wieder Teil im Leben der anderen.

Das ist eine sehr vage und hölzerne Zusammenfassung und ich entschuldige mich schon einmal dafür, aber die Gedanken, Gefühle, Geheimnisse, die die drei Geschwister und auch Hannah mit sich herumtragen, sind unglaublich komplex und sind tatsächlich auch alle irgendwie miteinander verknüpft. Einst waren sie eine ganz normale Familie, doch das Verschwinden des Vaters löst etwas aus, das sich durch das komplette Leben aller zieht.

Man bekommt Einblick in das Leben der Geschwister, wobei der Älteste, Fred, immer ein wenig außen vor bleibt. Warum das so ist, erschließt sich dem Leser erst gegen Ende des Buches. Stefan lebt für seine Wissenschaft, er ist sonst ein sehr stiller, in sich gekehrter Mann, der nie über Gefühle spricht, weshalb auch all seine Beziehungen bisher gescheitert sind. Emma hat an ihrer gescheiterten Ehe und den Gründen, die zum Bruch geführt haben, zu knabbern. Und Hannah hat wohl das größte Geheimnis von allen. Sie leben ihre Leben und haben sich dabei völlig verloren und entfremdet.

Ich fand die Protagonisten und deren Entwicklungen absolut authentisch, habe mich im ein oder anderen Charakter auch ein bisschen wieder erkannt und konnte mir für mich persönlich sehr viel aus der Geschichte mitnehmen. Denn nicht immer sind die Dinge wie sie scheinen und manchmal ist es vielleicht besser, anders zu handeln als das Herz es möchte, um jene zu schützen die man liebt.

Theresa Prammer hat mich mit diesem Roman, unglaublich fesseln können. Sie erzählt aus vier unterschiedlichen Perspektiven und ich fand es spannend zu sehen, wie sich die Puzzleteile der verschiedenen Leben ineinander fügen und am Ende ein Gesamtbild ergeben.
Ihr Schreibstil ist leicht, aber auch so spannend, das man das Buch nicht zur Seite legen wollte.

Für mich war "Auf dem Wasser treiben" ein unglaubliches mitreißendes und emotionales Buch und ich würde mich sehr freuen, wenn ich es dem/der ein oder anderen von Euch mit dieser Rezension schmackhaft machen konnte.




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