Mittwoch, 3. April 2019

[Rezension | Werbung] Niemalswelt

- Gebunden -

Autorin: Marisha Pessl
Übersetzt von Claudia Feldmann
Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 22. März 2019
Originaltitel: Neverworld Wake

ISBN-13: 978-3551584007
Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: nein

Preis: 18,00€
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Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen ihrer Freunde mehr gesprochen. Als sich die fünf ein Jahr später in einem noblen Wochenendhaus an der Küste wiedertreffen, entgehen sie nachts nur knapp einem Autounfall. Unter Schock und vom Regen durchnässt kehren sie ins Haus zurück. Doch dann klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen das Unfassbare: Der Unfall ist wirklich passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Die Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Tod und Leben gefangen, in der sie dieselben elf Stunden immer wieder durchlaufen – bis sie sich geeinigt haben, wer von ihnen überlebt. Der Schlüssel zur Entscheidung scheint Jims Tod zu sein – in ihrer Verzweiflung beginnen die Freunde nachzuforschen, was wirklich mit ihm passiert ist, in jener Nacht, in der er in den Steinbruch stürzte. Und langsam wird klar, dass sie alle etwas zu verbergen haben …
Ein Jahr ist vergangen seit Bee ihren Freund Jim verloren hat, ein Jahr seit sie ihre Freunde zum letzten Mal sah.

Um mit der Vergangenheit abschließen zu können, entschließt sie sich, noch einmal in der Wochenendhaus ihrer Freundin Whitley zurückzukehren und die Freunde zu sehen.

Was niemand der Fünf ahnt: sie werden in dieser Nacht nur knapp dem Tod entgehen, sie werden von einem Fremden heimgesucht und in eine Zeitschleife befördert, die immer 11 Stunden dauert. Am Ende der Zeitschleife müssen sie entscheiden, wer von ihnen leben darf und wer nicht. Zunächst sind sie völlig verwirrt und wollen sich auf keinen Fall auf eine Abstimmung einlassen, doch je länger sie in der "Niemalswelt" festhängen, desto verzweifelter wird ihre Situation. Bee versucht herauszufinden, warum ihnen das passiert ist und landet dabei immer wieder unweigerlich bei Jims Tod. Je mehr Nachforschungen anstellt, desto deutlich er erkennt sie, das jeder ihrer Freunde etwas zu verbergen hat...

Obwohl ich keine große Freundin von Jugendthrillern bin, hat NIEMALSWELT bereits im letzten Jahr meine Aufmerksamkeit erregt, denn der Klappentext und dieses Konzept mit einer sich immer wiederholenden Zeitschleife hat mich sofort angesprochen.

Von Verlagsseite aus wurde die Neugier dann noch mehr angefacht, als mich ein Päckchen mit dem Buch und einem geheimnisvollen Gruß eines grimmig dreinblickenden Wächters erreichte, der mich zu einer Lesewache auf Twitter aufrief. Ziel war es, das Buch innerhalb einer Zeitschleife von 672 Minuten, gemeinsam mit anderen Interessierten, zu lesen.

Gesagt, getan. Ich schnappte mir das Buch und dann passierte etwas, womit ich wirklich nicht gerechnet hatte: Ich wurde förmlich in die Geschichte hineingezogen, konnte und WOLLTE nicht mehr aufhören zu lesen ! Und das bereits nach wenigen Seiten.

Marisha Pessl schreibt auf sehr einnehmende Art, legt über die komplette Geschichte eine ganz eigentümliche, düstere Atmosphäre und schaffte es mich mit immer neuen Wendungen und Geheimnissen komplett zu überraschen.

Auch mit den Figuren konnte sie mich überzeugen, obwohl ich am Anfang noch dachte: Naja, alles klischeebehaftete, schnöselige Eliteschüler mit reichen Eltern. Aber je weiter man in der Geschichte vorankommt und je mehr man über die einzelnen Charaktere erfährt, desto besser gefielen sie mir. Den größten Bezug hatte ich allerdings zu Beatrice, also Bee, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben.

Die Idee mit der Zeitschleife konnte mich ebenfalls komplett überzeugen. Ich habe bereits Romane gelesen, in denen sich bestimmte Tage für die Protagonisten immer wiederholten, so lange, bis sie gemerkt haben, was sie anders machen müssen, um der Schleife zu entkommen. Hier ist es ganz ähnlich und irgendwie doch auch ganz anders. Die Zeitschleife, auch genannt Wache, hat immer eine Zeitspanne von 11 Stunden, dann beginnt die Welt um Bea mit einmal zu bröckeln und bekommt Risse und sie weiß: gleich beginnt alles von vorne.
Um dieser Schleife zu entkommen müssten die Freunde eigentlich zusammenarbeiten, doch natürlich will zum Einen niemand sterben und zum anderen, will auch niemand seine Geheimnisse offenbaren, von denen es in diesem Roman unglaublich viele gibt.

Bei mir hat das Buch unglaublich großen Eindruck hinterlassen, das muss ich ganz ehrlich so sagen. Ich hatte mich darauf gefreut, hätte aber niemals damit gerechnet, das mir die Geschichte so sehr unter die Haut, mich so fesseln und unterhalten würde. Besonders toll fand ich, das man bis zum Schluß wirklich nicht ahnt, auf was es hinausläuft.

Noch eine kurze Anmerkung zum Ende: Im Buch gibt es einen Roman, von dem vor allem Martha, die Intelligenteste der Freunde, immer wieder spricht. Während der Lesewache auf Twitter, kam immer wieder die Frage auf, ob irgendjemand schon einmal von dem Buch gehört hätte. Es hat uns alle gleichermaßen angesprochen und wir waren reichlich enttäuscht, das es tatsächlich nur ein ausgedachter Roman ist. Sollte Marisha Pessl jemals beschließen "Das dunkle Haus an der Anderswokurve" zu schreiben: Ich kaufe es !!!

Ich hoffe ich konnte euch mit dieser Rezension einen kleinen Einblick in die Geschichte geben und euch vielleicht auch zum Kauf animieren. LEST ES UNBEDINGT ! Es ist so unbeschreiblich gut

Kommentare:

  1. Hi Ina!

    Ich lese darüber ja echt nur begeisterte Meinungen - ich habs mir jetzt auf jeden Fall auf der Wunschliste notiert :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Sehr gut, ich hoffe, das es dich dann ebenso begeistern kann, wie mich und viele andere :)

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  2. Hallo liebe Ina,

    ich bin auch noch total geflasht von dem Buch und wäre auch gleich mit dabei wenn das fiktive Buch "Das dunkle Haus an der Anderswokurve" geschrieben und veröffentlicht werden würde!

    Habe deine schöne Rezension gleich bei meiner verlinkt ;)

    Liebe Grüße
    Bella

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    1. Oh vielen Dank :)

      Ja, das wäre doch mal richtig großartig, wenn es das Buch geben würde, oder ?!

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  3. Hallo Ina,

    ich habe schon das eine oder andere kritische Stimmchen dazu gehört, wobei meine Neugierde nach wie vor sehr ausgeprägt ist. Bei der begeisterten Rezension wird's dann doch mit "Niemalswelt" und mir was werden - es klingt gut!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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