Montag, 19. August 2019

[Rezension | Werbung] The Black Coats - ...denn wir vergeben keine Schuld

- Gebunden - 

Autorin: Colleen Oakes
Übersetzt von Friederike Levin
Verlag: Gulliver

Erscheinungsdatum: 21. August 2019

ISBN-13: 978-3407789983
Seitenzahl: 397 Seiten
Reihe: nein

Preis: 16,95€

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Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?
THE BLACK COATS ist eine Neuerscheinung, die KOMPLETT an mir vorbeigegangen wäre, hätte sich der Verlag dazu nicht eine supermysteriöse Blogger-Aktion ausgedacht, die eines Morgens in meinem Briefkasten lag. Und dafür bin ich sehr dankbar !

Alleine der Klappentext und die Tatsache, dass es in Theas Geschichte darum geht, dass sich eine Gruppe von Frauen an gewalttätigen Männern rächt, hat mich schon direkt gecatched, auch wenn ich im Vorfeld mal klar erwähnen muss, das auch Selbstjustiz der völlig falsche Weg zur Gerechtigkeit ist.

Mein Interesse war also geweckt und ich durfte schon bald ein Rezensionsexemplar in den Händen halten. 

Jetzt aber zum Buch.

In The Black Coats geht es in allererster Linie um Thea, deren Cousine Natalie einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Für Thea war Natalie immer wie ein Schwester und sie empfindet es als absolute Ungerechtigkeit, dass man den potenziellen Mörder aus Mangeln an Beweisen freigesprochen hat. Thea verliert sich in ihrer Trauer, bis sie eines Tages ein schwarzer Umschlag auf eine mysteriöse Schnitzeljagd schickt und sie zu den BLACK COATS führt.
Eine Gruppe von Frauen, die Selbstjustiz üben, an Männern, die die verschiedensten Verbrechen begangen haben. Es gibt dort verschiedene Gruppen, dies alles zu erklären, würde hier aber den Rahmen sprengen und ich würde euch möglicherweise spoilern.

Im Wesentlichen kann ich sagen, dass die Black Coats in Grüppchen agieren und verschiedene Codes für die Schwere der Verbrechen benutzen, die sie an den Verbrechern verüben. Nichts anderes ist es, was sie tun.

Und damit bin ich leider auch schon beim ersten Kritikpunkt. So gut ich die Idee auch fand, so nachdenklich hat sie mich auch gemacht, denn ich sage es noch einmal: Selbstjustiz ist nicht der richtige Weg. Das muss auch Thea irgendwann erkennen, denn die Aktionen, die die Black Coats ihr und ihrer Gruppe aufträgt, werden immer gefährlicher und auch brutaler und auch unter den Black Coats spitzt sich die Lage immer weiter zu, denn hier sind sich nicht alle Gruppen so richtig grün.

Den Ansatz den Colleen Oakes mit ihrem Jugendthriller verfolgt finde ich gut, denn wir leben in einer Gesellschaft, in dem die Opfer von Gewaltverbrechen häufig mit dem Erlebten alleingelassen werden, während die Täter mit einer zu milden Strafe davonkommen. Das ist ein absolut unmenschlicher Zustand, der dringend geändert werden muss. Die Lösung, auch wenn sie durchaus spannend und manchmal sogar amüsant zu lesen war, war aber halt nur suboptimal.
Erst gegen Ende, da verstehen Thea und die anderen Mädchen, dass das was sie tun, nicht der richtige Weg ist. Aber ob sie da noch aus der Nummer rauskommen ? Das gilt es herauszufinden :)

Im Gesamten betrachtet hat mir das Buch wirklich gefallen und ich war auch relativ schnell durch, obwohl sich die erste Hälfte ein bisschen zieht und auch wenn Theas Verhalten für mich manchmal echt unlogisch war. Ein weiterer Kritikpunkt den ich habe, sind die Zeitsprünge, die es immer wieder gibt. Da hatte ich oft das Gefühl, dass mir jetzt etwas Grundlegendes entgangen ist.

In der zweiten Hälfte wirds dann richtig spannend und am Ende überschlagen sich die Ereignisse förmlich und es gibt eine Wendung, die ich so nicht vermutet hätte.

THE BLACK COATS waren für mich durchaus lesenswert, aber leider nicht das erhoffte Highlight.


Vielen Dank an den Beltz Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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