Donnerstag, 12. September 2019

[Rezension | Werbung] EVE OF MAN: Die letzte Frau

- Gebunden -

Autoren: Tom Fletcher, Giovanna Fletcher
Übersetzt von Friedrich Pflüger
Verlag: dtv, Reihe Hanser

Erscheinungsdatum: 23. August 2019

ISBN-13: 978-3423640558
Seitenzahl: 448 Seiten
Reihe: ja, Band 1

Preis: 18,95€

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Sie ist die letzte Frau. Das Schicksal der Menschheit liegt in ihren Händen: EVE

Sie ist die Antwort auf alle Gebete der Welt, die Hoffnung auf den Fortbestand der Menschheit: Nach einem halben Jahrhundert wird endlich wieder ein Mädchen geboren - Eve. Isoliert von der Außenwelt wächst sie in einem goldenen Käfig auf. Jetzt, mit 16 Jahren, soll sie aus drei Kandidaten ihren Partner wählen. Eve war sich ihrer Verantwortung immer bewusst und hat widerspruchlos die schwere Bürde für den Fortbestand der Menschheit getragen. Doch nun trifft sie Bram, und die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive ihrer »Beschützer« wachsen. Eve will die Wahrheit wissen, über die Welt, über ihre Familie, über die Liebe, die sie für Bram fühlt. Sie will Kontrolle über ihr Leben, sie will Freiheit. Doch darf sie für ihr privates Glück die Zukunft der Menschheit aufs Spiel setzen?
EVE OF MAN und ich waren scheinbar eine Konstellation, die nicht funktioniert hat, denn leider kann ich mich den Lobeshymnen die im Netz kursieren, nicht anschließen.

Eve ist die letzte Frau.

Wobei das so eigentlich schon mal gar nicht stimmt. In dieser dystopischen Welt, die mich immer ein bisschen an ein futuristisches London erinnert hat ( oder vielleicht sogar auch London war ), gibt es immer noch Frauen. Eve ist jedoch das erste Mädchen, dass seit langer Zeit geboren wurde und damit wird sie zur Rettung der Menschheit, denn Eve ist die letzte Frau, die ( mit einem großen Vielleicht ) wieder Mädchen gebären und somit den Fortbestand der Menschheit sichern kann.

Weil Eve so wichtig ist, hält man sie natürlich unter Verschluß und sperrt sie wie Rapunzel im Märchen, in den höchsten Turm der Stadt. Sie wächst in dem Glauben auf von den Frauen um sich herum, die sich mütterlich um sie kümmern, geliebt zu werden. Und eine Zeitlang kann ich ihr das tatsächlich auch nachfühlen und ihr ihr naives Verhalten nachsehen. Doch dann entwickelt sich das Szenario plötzlich in eine Kuppelshow. Drei Männer hat man auserwählt, mit einem davon soll Eve möglichst schnell, möglichst viele Kinder, bevorzugt natürlich Mädchen, zeugen. Sie kennt die Kandidaten bisher nur vom Papier und eigentlich, so stellt sich im Verlauf der Geschichte heraus, ist auch egal, mit wem sie intim wird, denn ihr einziger Lebenszweck scheint für das System zu sein, endlich Kinder zu bekommen.
Als sie auf den zweiten Kandidaten trifft, da kippt plötzlich die Stimmung und Eve gerät in Gefahr, was Bram, den männlichen Protagonisten der Geschichte, dazu veranlasst, ihr sein wahres Gesicht zu zeigen, was sie wiederum dazu veranlasst, nach 16 Jahren, zu hinterfragen, ob das eigentlich alles so richtig ist, was in ihrem Leben passiert. 

Ganz ehrlich, ich hatte mir im Vorfeld sehr viel von der Geschichte versprochen, war beim Lesen aber mit jeder Seite zunehmender genervt. Eve ist so unglaublich naiv gestrickt, nimmt ihr Schicksal einfach so an, lebt damit, dass man ihr keine echte, sondern ein Hologram als Freundin zur Verfügung stellt. Einerseits kann ichs vielleicht sogar ein Stück weit nachvollziehen, weil sie es nicht anders kennt, aber andererseits wird sie mir hier als ansich clevere Protagonistin verkauft, weshalb dieses Verhalten dann einen ziemlich schalen Beigeschmack hatte.

Die Idee ansich fand ich toll und spannend und ich bin sicher, dass man da viel hätte herausholen können. Leider hat man sich aber auf Lösungen, hervorgerufen durch eine ganze Kette sehr praktischer und gelegen kommender Zufälle, beschränkt, weshalb meine Enttäuschung beim Lesen immer größer und größer wurde.

Auch der Weltentwurf ist so eine Sache, da sind die Ansätze ganz gut, aber auch da wäre mehr drin gewesen.

Ich wollte das Buch wirklich mögen, aber am Ende gab es dann einfach viel zu viele Dinge die mich wahnsinnig gestört haben, weshalb ich auch jetzt schon weiß, dass ich die Reihe auf keinen Fall weiter verfolgen werde.

Schade, aber manchmal soll es einfach nicht sein.
Für die Grundidee und die guten Ansätze, sowie den recht flüssigen Schreibstil gebe ich 2,5 Cupcakes und weil ich immer runde, sinds



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