Sonntag, 20. Oktober 2019

[Kurz-Rezension] SAL

- Gebunden -

Autor: Mick Kitson
Übersetzt von Maria Hummitzsch
Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Erscheinungsdatum: 22. August 2019

ISBN-13: 978-3462051407
Seitenzahl: 352 Seiten
Reihe: nein

Preis: 20,00€

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Zwei Mädchen verstecken sich in den schottischen Highlands.
Sal ist 13, und sie weiß, wie man ein Kaninchen abzieht, ein Feuer macht und einen Unterstand baut, schließlich hat sie sich genug YouTube-Videos angeschaut und die Flucht in die Wildnis von langer Hand geplant. Jetzt muss sie zeigen, dass sie sich und ihre kleine Schwester Peppa durchbringen kann.
Sal ist zwar selbst noch ein Kind, doch als ihre kleine Schwester Peppa zehn Jahre alt wird, weiß sie genau, was sie tun muss: Sie muss sie vor dem Freund ihrer Mutter schützen, denn in diesem Alter hat es bei ihr angefangen. Ein Jahr hat sich Sal auf die Flucht vorbereitet, und nun versteckt sie sich mit ihrer kleinen Schwester Peppa bestens ausgerüstet im Wald. Die Einzige, die weiß, wo sie sind, ist die Deutsche Ingrid, die ebenfalls in der Natur lebt. Doch wer sagt, dass Hexen immer böse sind?
Ein Roman über die Liebe zwischen zwei Schwestern, die Verantwortung, die Kinder schon in jungen Jahren auf sich nehmen, die Schönheit der schottischen Landschaft und das Überleben in der Natur.

Mit SAL ist Mick Kitson ein großartiges und sehr eindringliches Debüt gelungen.
Er erzählt die Geschichte der 13-jährigen Sal, die auf ihre Schwester aufpasst, damit dieser nicht das gleiche Schicksal widerfährt, wie ihr selbst. Um Peppa zu schützen, haut sie mit ihr ab und die Schwestern schlagen sich durch die raue Wildnis der schottischen Highlands.

Recht schnell kann man erahnen, welch schlimme Dinge der 13-jährigen widerfahren sind, ohne dass der Autor großartig deutlich wird. Das muss er auch gar nicht, denn von der ersten Seite an liegt so eine enorm schwere Atmosphäre auf der Geschichte, die dem Leser direkt unter die Haut geht.

Ich habe Sal unglaublich bewundert, nicht nur ihren grenzenlosen Mut und die selbstlose Liebe zu ihrer Schwester, sondern auch, weil sie so grausame Dinge wie Missbrauch und die Vernachlässigung der eigenen Mutter scheinbar "so gut" wegsteckt. Es widerstrebt mir, das so zu schreiben, aber man kann es nicht anders erklären.

Es ist eine unglaublich intensive Geschichte, die mich regelrecht gefesselt hat. Ich schwankte beim Lesen immer zwischen Bewunderung für die Stärke der Kinder und Wut darüber, dass es Erwachsene gibt, die so furchtbar sind.

Sollte man das Buch lesen ? Ich meine: Ja, unbedingt !

1 Kommentar:

  1. Hallo Ina,

    mit diesem Buch habe ich auch bereits geliebäugelt. Irgendwie bin ich immer noch unentschlossen, denn Missbrauch und Vernachlässigung sind doch sehr grausame Themen, die man auch beim Lesen verkraften muss.

    Immerhin sind deine lobenden Worte mir jetzt schon einmal bewusst und vielleicht kommt das Buch ja doch noch in mein Regal.

    Liebe Grüße
    Barbara

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