Donnerstag, 10. Oktober 2019

[Rezension] Never too close

- Broschiert -

Autorin: Morgane Moncomble
Übersetzt von Ulrike Werner-Richter
Verlag: LYX

Erscheinungsdatum: 30. September 2019
Originaltitel: Viens, on s'aime

ISBN-13: 978-3736311220
Seitenzahl: 464 Seiten
Reihe: ja, Band 1

Preis: 12,90€
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Wenn aus besten Freunden plötzlich mehr wird ...

Seit sie gemeinsam in einem Aufzug eingeschlossen waren, sind Loan und Violette beste Freunde. Das zwischen ihnen ist vollkommen platonisch - zumindest bis jetzt. Denn als Violette beschließt, dass sie nicht länger Jungfrau sein will, ist es Loan, den sie bittet, ihr auszuhelfen. Schließlich vertraut sie niemandem so sehr wie ihrem besten Freund. Loan ist von der Idee zunächst alles andere als begeistert, doch schließlich willigt er ein. Es ist ja nur dieses eine Mal ... oder?
Überraschungspost ist immer fein. Besonders dann, wenn sie mit einem persönlichen Empfehlungsschreiben aus dem Verlag kommt und es sich dabei um ein Buch handelt, das man zwar schon ins Auge gefasst hatte, bei dem man sich aber auch ein wenig unsicher war, ob man es nun wirklich lesen muss.

So geschehen mit NEVER TOO CLOSE von Morgane Moncomble, dass schon alleine deshalb etwas Besonderes ist, weil es, zumindest für mich, das erste New Adult Buch einer französischen Autorin ist. Tatsächlich fällt mir, auch nach langem Überlegen, keine andere französische Autorin des Genres ein, die mir ein Begriff wäre. Also in dem Fall schon mal etwas Neues. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich französische Literatur wirklich sehr liebe, weil die Franzosen einfach so einen ganz eigenen Charme besitzen, der auch in ihre Bücher einfließt. Ist einfach wirklich so und auch bei Morgane Moncomble ist dies definitiv der Fall.

Aber zunächst erzähle ich Euch vielleicht erst einmal, um was es in dem Roman überhaupt geht.

Nämlich um Violette und Loan, die in der Silvesternacht im Aufzug ihres Mietshauses stecken bleiben. So lernen sich die beiden kennen und es entsteht eine unglaublich enge Freundschaft. 
Ein Jahr später leben die beiden, gemeinsam mit Violettes bester Freundin Zoè und dem Kaninchen Mistinguette in einer WG. Dauergäste sind Loans Freunde Jason und Ethan, die die Clique komplettieren und alles ist, wenn man von ein paar Kleinigkeiten die spoilern würden, absieht, harmonisch. Aber nur bis zu dem Tag, an dem Violette jemanden kennenlernt. 

Denn jetzt will sie zum ersten Mal eine richtige Bindung eingehen, schämt sich aber dafür, immer noch Jungfrau zu sein und will diesen Punkt unbedingt loswerden, bevor sie mit Clément intim wird. Allerdings will sie nicht mit irgendjemandem schlafen, weshalb Zoé die glorreiche Idee kommt, das doch Loan...

Der fällt aus allen Wolken als ihm Violette ihre Idee unterbreitet, lässt sich schließlich aber auf einen Kompromiss ein. Denn es ist ja schließlich nur einmal...

Und das Drama nimmt seinen Lauf...

Die Idee, das man seinen besten Freund um eine Entjungferung bittet, ist eigentlich komplett absurd, wenn man mich fragt. Andererseits, wenn man Loan und Violette kennen lernt, dann merkt man schnell, dass zwischen den beiden viel viel mehr ist, als nur "Freundschaft". Mag sie auch noch so eng sein. Man muss kein Kenner von New Adult Romanen sein, um schon nach wenigen Seiten zu checken, dass die beiden eigentlich längst hoffnungslos ineinander verknallt sind, es aber selbst noch nicht kapieren.

Bis sie es schließlich tun, vergeht ein bisschen Zeit und es gibt viele Irrungen und Wirrungen zwischen den beiden. Sie stehen sich quasi selbst im Weg, weil sie nicht erkennen, was ihr Umfeld längst weiß. Genau dieser Punkt ist mein einziger Kritikpunkt: Dieses lange Hin und Her. Andererseits war genau das aber auch authentisch, denn beide haben tief reichende Gefühle für den anderen und wissen darum, haben aber Angst, diese enge Freundschaft zu zerstören, weil sie nicht abschätzen können, wie es dem anderen geht. Das ist im wahren Leben ja oft genau so, dass wir viel zu viel denken und zu wenig handeln und riskieren, aus Angst, dass es am Ende vielleicht daneben geht. Dass die beiden dann tatsächlich miteinander schlafen, macht die Sache natürlich nicht einfacher.

Wie gesagt, ist das aber auch schon mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten habe ich diese Geschichte absolut genossen. Herrje, ich habe die beiden um ihre enge Bindung und ihre Zärtlichkeiten regelrecht beneidet, haha. Sie sind so ein unglaublich tolles und intensives Paar, dass man einfach lieben muss. Dies gilt im Übrigen für alle Charaktere, die so großartig in ihrem Auftreten sind, dass ich mich schon jetzt unglaublich auf Band 2 freue. Man verliebt sich in jeden Einzelnen und hat das Gefühl dazu zu gehören und ein Teil der Clique zu sein.

Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend und die Autorin flicht nicht nur reichlich Humor ein, sondern auch eine ordentliche Portion Ernsthaftigkeit und Tragik, denn ganz ohne Drama geht es halt einfach nicht. Ein paar Themen hätte sie wohl durchaus ausführlicher beschreiben können, aber ich denke, dass das eigentliche Ziel war, die Liebesgeschichte in den Vordergrund zu stellen. Alles andere ist da nur "schmückendes" Beiwerk und das war für mich absolut okay.

Im Nachhinein bin ich sehr froh und dankbar, dass man mir das Buch ans Herz gelegt und mich quasi damit überfallen hat, denn sonst hätte ich diese wirklich süße Geschichte vielleicht verpasst.

Band 2 erscheint im März 2020 und dreht sich um Zoé und "wird nicht verraten". Wer Band 1 liest, der kommt allerdings schnell drauf :D Die Bände dürften unabhängig voneinander lesbar sein, ich würde dennoch immer empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten, damit man sich nicht vielleicht doch selbst spoilert.


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