Dienstag, 2. Juni 2020

[Rezension] Daisy Jones & The Six

Autorin: Taylor Jenkins Reid
Übersetzt von Conny Lösch
Verlag: Ullstein

Erscheinungsdatum: 02. Juni 2020

ISBN-13: 978-3550200779
Seitenzahl: 368 Seiten
Reihe: nein

Preis: 19,99€

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Daisy Jones, jung, schön, von ihren Eltern vernachlässigt, hat eine klare Stimme und einen starken Willen: Sie möchte mit ihren eigenen Songs auf der Bühne stehen. Als sie zum ersten Mal gemeinsam mit THE SIX auftritt, ist das Publikum elektrisiert von ihr und Billy, dem Leadsänger der Band. Die beiden zusammen sind nicht nur auf der Bühne explosiv und führen die Band zu ihrem größten Erfolg, auch Backstage sprühen die Funken …
Daisy Jones & The Six haben mein Herz im Sturm erobert.
Zwar hat das Buch bereits beim Durchstöbern der Neuerscheinungen direkt mein Interesse geweckt, aber was mich dann tatsächlich erwartet, war mir da noch nicht bewusst.

Und wenn ich es heute nach dem Lesen, in Worte fassen soll, dann würde ich sagen: Es ist definitiv eines dieser Bücher, die für mich nicht nur zu den Besten des Jahres 2020 zählen, sondern vor allem eines, dass ich in mein Regal stelle und nie wieder hergeben werde.

Dabei könnte man aufgrund des Klappentextes denken, dass es gar nichts so Besonderes ist. Aber BÄÄÄÄM, ist es.

Warum?

Nun, es beginnt schon mit dem außergewöhnlichen und brillanten Erzählstil, denn dieser ist aufgebaut wie ein langes Interview. Erst dachte ich: Oh, ob sich das flüssig lesen lässt, aber schon nach wenigen Seiten war ich total begeistert und fand das einfach nur großartig.
Weiter geht es mit der Idee, eine fiktive Geschichte über eine fiktive 70er Jahre Rock Band zu erschaffen, die so authentisch ist, dass man ständig das Bedürfnis hat, die Vita der einzelnen Charaktere, sowie sämtliche Songs zu googlen. Immer wieder musste ich mich beim Lesen daran erinnern, dass es Daisy Jones & The Six gar nicht gab.

Natürlich gab es unzählige andere Rockbands in den 70ern, die sicher einen ähnlichen Weg bestritten haben, und der Autorin vermutlich als Vorbild dienten. Das ist eine reine Mutmaßung meinerseits, die wohl verständlich ist, wenn man das Buch gelesen hat.

Nächster Punkt sind die Charaktere, ich hab deren Authentizität ja oben schon angesprochen, aber sie sind echt so phänomenal ausgearbeitet, dass es eine pure Freude war, Zeit mit ihnen zu verbringen. Wie in der realen Welt, haben sie alle ihre Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen. Sie haben, jeder für sich, prägnante Eigenschaften.

Ehrlich gesagt, weiß ich bei den Charakteren gar nicht so recht, wo ich mit der Beschreibung anfangen soll, damit diese Rezension hier nicht so ausufert. Vielleicht konzentriere ich mich am besten nur auf Daisy und Billy, die die meiste Zeit im Fokus stehen. Wobei auch alle anderen Charaktere, sei es nun die Band oder aber auch Billys Frau Camila, Daisys beste Freundin Simone, der Manager Rod und viele weitere, einfach so toll waren und nie zu kurz kamen.

Daisy ist eine junge Frau, die sich auf der Suche nach Liebe und Anerkennung, die sie in ihrem Elternhaus nie erfahren hat, dem Drogenrausch hingibt. Ihr Konsum gleicht einem permanenten Exzess, sie lässt sich durchs Leben treiben, ist auf der anderen Seite aber auch eine wirklich starke junge Frau, die sich zu behaupten versteht.
Billy ist der Bandleader der Six, die Musik bedeutet ihm, neben seiner Familie alles. Er ist ein begnadeter Musiker und Songtexter, bei dem es oft wirkte, als WOLLE er unbedingt im Mittelpunkt stehen, was durchaus immer mal wieder zu Unmut und Missverständnissen mit dem Rest der Band führt. Das er einen ganz anderen Blickwinkel auf manche Dinge hat, wird durch den Interviewstil richtig gut sichtbar und manchmal tat er mir regelrecht leid, weil er die Dinge gar nicht so beabsichtigt hat, wie die Anderen sie wahrgenommen haben.

Fakt ist, um es kurz zu machen, dass die Charaktere alle sehr vielschichtig sind und ich sie alle liebe.

Ebenso wie die Musik, die logischerweise, eine tragende Rolle spielt. Für Rockbands bin ich ja, schon aus privaten Gründen, immer empfänglich. Wenn es dann noch um die 60er und 70er geht, dann bin ich sowieso dabei, denn die sind mein absolutes Guilty Pleasure. Das war einfach noch richtig gute, handgemachte Musik, dreckiger Rock, mit drogengeschwängerten Texten und tiefsinnigen Weisheiten.

Die Handlung befasst sich mit der Entstehung von The Six, erzählt zeitgleich Daisys Weg in die Songtexterei, entwickelt sich dann zur Zusammenführung der Musiker, die es bis ganz an die Spitze schaffen, bevor irgendwann der tiefe Fall kommt und alles auseinanderbröckelt.

Hier stimmt einfach ALLES. Und deshalb ist DAISY JONES & THE SIX schon jetzt ein All Time Favorit für mich, den ich euch ganz dringend ans Herz legen will.



1 Kommentar:

  1. Hallo!
    das Buch ist mir schon vor Monaten aufgefallen und muss unbedingt bei mir einziehen. Ich liebe alles, was mit Musik zu tun hat und bin schon mega gespannt!
    Liebe Grüße
    Martina

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