Freitag, 11. September 2020

[Rezension] Blue Sky Black

- Broschiert -

Autorin: Johanna Danninger
Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 03. September 2020

ISBN-13: 978-3551584359Seitenzahl: 384 Seiten
Reihe: nein

Preis: 14,00€

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In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt und alles verändert. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …


Was für ein optisch atemberaubendes Schätzchen der neue Carlsen-Roman von Johanna Danninger doch ist. Das Cover ist zwar irgendwie schlicht und trotzdem so edel und wie ich finde, auch ein wenig extravagant designed, dass man es immerzu ansehen möchte.

Doch nicht nur durch das Äußere ist schlicht schön, vor allem der Inhalt, auf den es ja ankommt, hat es in sich und konnte mich fast vollständig überzeugen.

Die Autorin hat hier ein erschreckend realitätsnahes Szenario geschaffen, welches mich, trotz des Wissens um die Missstände dieser Welt und unseren Umgang mit der Natur, wirklich aufrütteln konnte.

Mila wird Zeugin, wie die Welt förmlich auseinanderbricht. Naturkatastrophen kosten Milliarden Menschen das Leben und verändern ALLES.
Zwei Jahre später hat sich eine neue Weltordnung formiert. Wer es sich leisten kann und einen speziellen Eignungstest besteht, der darf die sogenannten Safetowns sein Zuhause nennen, wo das Leben fast zur Normalität wie wir sie kennen, zurückgekehrt ist. Wer weniger Glück hatte, lebt in Zonen, in denen man sich einigermaßen selbst über Wasser halten kann und von der Union zumindest noch halbwegs regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt wird. Alle Anderen bleiben sich selbst überlassen.

Mila kommt Dank ihres Großvaters, der sie im Umgang mit der Natur vieles gelehrt hat und auch einer funktionierenden Dorfgemeinschaft gut über die Runden. Doch dann kreuzt eines Tages ein fremder Mann, der ihrer Hilfe bedarf, ihren Weg und hebt damit ihre und überhaupt die gesamte Welt aus den Angeln. Denn er hatte einst einen Auftrag und trägt ein Wissen mit sich, dass die Welt ein zweites Mal erschüttern könnte.

Um nicht unnötig zu spoilern, belasse ich es bei dieser kurzen Zusammenfassung.

Ich kann jedoch verraten, dass sich die Geschichte völlig anders entwickelt, als ich zu Anfang oder überhaupt im Vorfeld erwartet hatte. BLUE SKY BLACK ist so ein dystopischer Pageturner, wie ich ihn lange nicht mehr in Händen hatte. Dementsprechend schwer konnte ich mich auch von den Seiten lösen und habe das Buch quasi förmlich inhaliert.
Und das obwohl es auch ein paar Punkte gab, die mich gestört haben.

Wie zum Beispiel diese klassische Insta-Love: Es begegnen sich zwei völlig Fremde und ein paar Seiten später ist es schon Liebe. Da möchte ich regelrecht mit den Augen rollen.
Was Johanna Danninger mit dieser Liebe dann allerdings gemacht hat, hat mich tatsächlich wieder versöhnlich gestimmt, denn obwohl Mila und ihr männlicher Gegenpart für diese Liebe kämpfen müssen, steht die Lovestory hier nicht wirklich im Vordergrund, sondern wird zum Nebenstrang.

Im Fokus steht tatsächlich zum Einen dieses Geheimnis, dass der Fremde mit sich trägt und zum Anderen alles was daraus im Anschluss resultiert.
Es gibt viel Spannung, viele viele Momente in denen ich den Atem tatsächlich angehalten habe und dachte: "Oh nein ! oder WTF ?! Das kann doch jetzt nicht sein" und reichlich Action.

Und die Charaktere sind großartig. Besonders Doris, die nur so vor flapsigen Sprüchen und Sarkasmus sprüht und im Kampf für das Gute und Richtige eine tragende Rolle spielt, ist mir total ans Herz gewachsen.

Eine andere Sache, die ich ein wenig zu easy fand, war, dass es ein paar Szenen gab, in denen einfach alles zu glatt läuft oder es perfekte Zufälle gibt.

Und zu guterletzt muss ich mich noch über das Ende auslassen, wie ich es schon bei anderen Titeln aus dem Bittersweet Romantasy Programm getan habe, denn auch in dieser wirklich guten Dystopie, passiert auf den letzten 30 Seiten so viel Bahnbrechendes und dann ist das Buch einfach zu Ende und man bleibt mit gefühlt tausend Fragen zurück. Ich hätte mir da einen längeren Epilog gewünscht, der die Sicht auf die Zukunft lenkt. Oder vielleicht auch gut und gerne noch 100 Seiten mehr.

Nichtsdestotrotz hat mich Johanna Danninger wirklich überzeugt, durch ihre Ideen, die Umsetzung, ihre Schreibe. Sie hat mich mitfiebern und zittern lassen und mich voll und ganz mitgerissen.

Deshalb gibts auch ganz klar eine Leseempfehlung und trotz der Punkte, die ich beanstande

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