Montag, 26. Oktober 2020

[Rezension] All das Ungesagte zwischen uns

- Broschiert - 

Autorin: Colleen Hoover
Übersetzt von Katarina Ganslandt
Verlag: dtv

Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2020

ISBN-13: 978-3-423-23022-3
Seitenzahl: 448 Seiten
Reihe: nein

Preis: 14,90€
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Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...


Colleen Hoover ist eine der wenigen Autorinnen, die ich "blind" kaufe. Einfach deshalb, weil ich weiß, dass es gut wird. Und bisher hat sie mich, bis auf eine Ausnahme, noch nie enttäuscht.


Sehr gespannt war ich nun auf ALL DAS UNGESAGTE ZWISCHEN UNS, besonders auch deshalb, weil mir ihre letzten Romane einfach viel "erwachsener und reifer" erschienen und mir genau das sehr gefallen hat.

Diesmal konnte sie mich tatsächlich aber nicht voll und ganz überzeugen, was so schade ist und Gründe hat, die ich selbst nicht so wirklich formulieren kann, weil mir die Handlung und die Figuren durchaus gefallen haben. Auch der Schreibstil war gewohnt gut. Und doch hat mir so ein gewisser Funken gefehlt, der einfach nicht übersprang.

Der Roman erzählt zwei Geschichten, eine über die erste Liebe, die ganz zart und vorsichtig ist. Eine über eine Liebe, die immer da und immer ignoriert wurde. Und dann ist da noch die Trauer und ganz viel Wut, die von beiden Geschichten wie ein roter Faden durchs Buch getragen wird. Es geht aber auch ums Verzeihen.

Es geht um Unausgesprochenes, um Lügen, die Leben zerstören, um Verlust und wie sich dies alles auf eine eigentlich innige Mutter-Tochter-Beziehung auswirkt. Dadurch, dass keine der beiden Frauen wirklich ausspricht, was sie denkt, was sie fühlt oder was passiert ist, ist die Geschichte nur so gespickt mit Missverständnissen, die zu noch mehr Wut und Trauer führen.

Beide Seiten konnte ich nachvollziehen, beide Frauen so gut verstehen und doch war ich genervt davon, dass sie so um das Ungesagte herumeiern. Wäre vielleicht nicht so schlimm gewesen, wenn es sich nicht wirklich durch das komplette Buch zieht, denn das war oft einfach zermürbend und ich war irgendwann selbst wütend auf beide.

Aber es gab auch schöne Momente, besonders gefallen hat mir zum Beispiel wie Clara mit Miller ihre erste Liebe erlebt. Es gab viel Humor, die Licht in all die Düsternis bringt, die sie umgibt.

Es ist keine ihrer klassischen, emotionalen Liebesgeschichten, von dem Gedanken sollte man sich direkt verabschieden bevor man zum Roman greift. Sondern eher ein Drama, das mir durchaus 5 Sterne entlockt hätte, wenn mir manche Dinge nicht zu oberflächlich abgehandelt gewesen wären und die Wut nicht alles andere so lange überlagert hätte.

Ums einmal kurz zu machen: Ich mochte es, aber der Beste Hoover wars nicht. 
 
 

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